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Andere müssen sich mithilfe des Nachwuchses im englischen Königshaus in Adventstimmung versetzen. Der Selbstmord einer Krankenschwester, nachdem sie Opfer australischer Scherzbolde geworden war, verschaffte dem regierenden Schwachsinn nur eine kurze Pause. Bereits Mittwoch forderte " Österreich" ebenso gnaden- wie hoffnungslos: "Die schöne Kate ist schwanger! Und eigentlich wollen wir sie strahlen sehen. Und ihr wachsendes Bäuchlein bewundern. Doch" zu blöd aber auch, "vorerst heißt es warten. Der royale Superstar ist indisponiert. Also: nicht salonfähig. Denn der kleine Knirps in ihrem Bauch pfeift auf ihren königlichen Sonderstatus und macht es der schönen Herzogin gerade wirklich nicht leicht". Da ist es beruhigend, von der Gebärerin dieser Betrachtungen zu erfahren: "Ich mache mir aber wenig Sorgen".
Warum auch? Gibt es doch noch den großen "Knirps", der mehr kann, als "in ihrem Bauch" zu pfeifen. "Süß auch, wie sich Prinz Williams Stirn in Sorgenfalten legt. Er kann ja auch nur hilflos zusehen - und maximal seiner Frau die Haare aus dem Gesicht halten, wenn die Übelkeit wieder ihren Tribut fordert". Stimmt nicht, er kann mehr, er kann nämlich auch pfeifen. "Er beweist wieder einmal, dass er aus Liebe auf die alte Schule und auch die Palast-Etikette pfeift". Wenn der Vater "aus Liebe auf die Palast-Etikette pfeift", braucht man sich nicht zu wundern, dass das Baby schon "in ihrem Bauch auf ihren königlichen Sonderstatus pfeift". Wenn die erbliche Pfeiferei Großbritannien nur nicht in eine Republik der pfeifenden Knirpse verwandelt!
Über das Aussehen des "kleinen Knirpses" hat man sich in Wien schon vor Tagen schwere Gedanken gemacht. "So könnte Kates Kind aussehen", schlug "Österreich" vor, noch ehe dieses einen Pfeifton von sich gegeben hatte. "Diese Fotomontage zeigt" - zu sehen war das Porträt eines blonden Gnoms -, "wie das Kind von Kate und William aussehen könnte: eine gelungene Mischung". "Heute", bekannt für seinen Weitblick, hatte am selben Tag dieselbe Idee, was deren Originalität verbürgt. Nur die Ausführung war anders. Das Gratisblatt räumte ein, dass es sich um "Bub oder Mädchen" handeln könnte - "unklar" -, und lieferte daher zwei "via Photoshop" gezeugte Porträts, aber nicht in Blond. Beide Kindsköpfe waren dunkel behaart. - Andere Blattlinie.
Ein schönes Jubiläum konnten die Freiheitlichen in "Zur Zeit" feiern: "1.500 Tage Präsident Martin Graf". Gemeint war: "Der dritte Nationalratspräsident ist seit 1.500 Tagen im Amt". In dieser Zeit und Funktion hat er es weit gebracht. "Martin Graf ist für die sich als weltoffen bezeichnende Clique, die unter dem Titel "Zivilgesellschaft" in breiten Teilen der Medien willige Verstärker gefunden hat, ein Reibebaum". In richtiger Einschätzung dessen, worin der Wert eines parlamentarischen "Reibebaums" besteht, heißt es: "Das steigert zwar nicht sein Image bei der breiten Masse, läßt ihn jedoch innerparteilich zum Symbol jener neuen Standfestigkeit werden, welche die FPÖ seit der Obmannschaft von HC Strache zurückgewonnen hat".
Ein Dritter Nationalratspräsident als innerparteiliches Symbol rechtsextremistischer Standfestigkeit "ist mehr als ein Erfolg gegen die Medienlandschaft" - wer hat ihn einstimmig gewählt? (Günter Traxler, DER STANDARD, 15./16.12.2012)
Ein paar Tage zuvor hatte sich Michael Jeannée in seiner Post an die "Lieben Soldaten auf dem Golan" noch deutlich skeptischer als Pándi gezeigt
Von Michael Fleischhacker belehrt zu werden, ist immer wieder ein Vergnügen
Es wird Herbert Stepic wohlgetan haben, dass ihm sein Rücktritt als General der Raiffeisen Bank International mit Post von Jeannée versüßt wurde
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