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"Una trappola": Als "Hinterhalt" schilderte Silvio Berlusconi am Donnerstag gegenüber Vertrauten die "Falle", die ihm seine Kollegen von der Europäischen Volkspartei gestellt hätten. Dabei war der Cavaliere eigens nach Brüssel geflogen, um die Vorwürfe eines populistischen, euroskeptischen Wahlkampfs zu entkräften. Doch als Berlusconi mit gewohnt strahlender Miene in der Königlichen Akademie in Brüssel eintraf, saß sein Gegenspieler Mario Monti als Überraschungsgast bereits im Kreis von Angela Merkel und Jean-Claude Juncker.
Den Coup hatte EVP-Präsident Wilfried Martens hinter dem Rücken Berlusconis eingefädelt. Monti durfte den aufmerksamen Zuhörern schildern, wie PdL-Chef Angelino Alfano seiner Regierung "in klarer und unmissverständlicher Form" das Misstrauen ausgesprochen und ihn damit zum Rücktritt gezwungen habe. Es war ein politisch unorthodoxer Vorgang: Die europäische Volkspartei stellte sich klar hinter einen Mann, der ihr gar nicht angehört - und gegen den Präsidenten ihres Mitglieds PdL, der im Kreis der Konservativen inzwischen als Störenfried gilt. EVP-Präsident Joseph Daul hatte dem Cavaliere schon vorher telefonisch sein "Unbehagen" über dessen "Spektakelpolitik" mitgeteilt. Juncker: " Wir haben unsere starke Unterstützung für Monti ausgedrückt".
Berlusconi vollzog auch in Brüssel einen Rückwärtssalto: "Ich ziehe meine Kandidatur zurück, falls Monti für das konservative Lager antritt." Vor Journalisten erklärte der Expremier, er sei von seinen Kollegen "mit viel Zuneigung bedacht" worden. Für den Brüsseler Hinterhalt macht er einen Parteikollegen verantwortlich, den er längst als "Verräter" betrachtet: Mario Mauro, PdL-Fraktionschef im EU-Parlament und Gegner einer erneuten Kandidatur des 76-Jährigen. Der strenge Katholik gehört zum montifreundlichen Flügel des PdL, der am Wochenende in einem römischen Theater die Spaltung der brodelnden Partei vollziehen könnte. Mit dabei: der ehemalige Außenminister Franco Frattini, Roms Bürgermeister Gianni Alemanno und Fraktionschef Fabrizio Cicchitto.
Mario Monti hat sich zum Angebot bisher nicht geäußert. Nach Umfragen könnte er als Kandi- dat der Konservativen maximal 25 Prozent erreichen - genau die Hälfte der Zustimmung, die er derzeit unter den Italienern genießt. (Gerhard Mumelter, DER STANDARD, 15.12.2012)
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unter dem motto "scheißen wir doch mal auf demokratie"
monti hat in italien ruinöse politik betrieben, wurde beinahe protestlos eingesetzt und zieht wenige monate vor ende seiner vertragszeit einfach zurück, feige und verantwortungslos und schlußendlich ebnet er leuten, wie berlusconi, auch noch den weg....
Ich glaube,dass der Wahlausgang sehr offen ist,auch weil wir,wie in vielen EU-Ländern,ein Wahlgesetz haben,das Taktik und Strategie erfordert.Silvios Allianzen haben meines Wissens nur einmal in 17 Jahren auch die Mehrheit der abgegebenen Stimmen gehabt,aber dennoch viele Jahre regieren können.Daher ist es schwer zu sagen,ob ein Silvio es noch einmal schaffen könnte,weil Wahlen nicht selten erst noch am Wahltag entschieden werden,meistens in der letzten Woche.So hat Silvio eine Wahl de facto am Wahltag verloren,eine in der letzten Woche gewonnen.Das wahrscheinlichste Szenario nach dem heutigen Stand der Dinge und dem aktuellen Wahlgesetz wäre eine "Unregierbarkeit", weil keine Gruppierung beide Kammern regieren dürfte.
abzuschaetzen, deshalb ja auch das hin u. her. Fuer Berlusconi war die Niederlage Renzis sicher ein Geschenk. Andererseits scheint die Basis der Lega nicht willens zu sein, Berlusconi noch einmal in einer Koalition zu haben, was wahrscheinlich Maroni & co am falschen Fusz erwischt hat. Wenn sich der "KZ-Capo" Schulz zo oft u. zu laut meldet o. die Mutti zu sehr die Oberlehrerin gibt koennte er wieder Oberwasser bekommen. Dazu kommen dann noch, wenigstens im Norden, wirtschaftliche Faktoren. Die Lega sagt, es gaebe eine massive Abwanderung v. Mittelbetrieben ins Tessin. Das kann stimmen, musz aber nicht. Die Italiener sind auch so eigenartig staatszentrierte Liberale.
Vielleicht ist man auch am Rätzeln was dies Angebot eigentlich sein soll. Man versteht, daß die Rechte Italiens etwas besseres als Monti nicht zu bieten hat. Dabei ist das Interessante der Kontrast zwischen der Anerkennung seiner Person und dem nun langsam offenbaren Desaster seiner Maßnamen. Hatte mit großen Buchstaben strukturelle Reformen versprochen, von denen dann keiner nicht mal etwas Modellartiges auch nur gehört hat. Die üblichen Kürzungen mit den üblichen Aussparungen der Kasten, das übliche Treiben der Verschuldung (über 2014 mrd). Eine Prachtbilanz an der der Psychonano natürlich nicht vorbei kann. Und wie kann Monti jetzt nein sagen zu Il Trota, Cicchitto, Piercasinando, Montezemolo und dergleichen Herrlichkeiten?
Nun Montis Problem war doch,dass ja das von Silvios Freunden und Unterstützern herrschende Parlament sich nicht über Nacht verändert hat.Er konnte ja nicht gegen das Parlament,sondern nur mit ihm regieren.Italien ist das Land des Taktierens und der Strategie und sicherlich würde Monti ein hohes Risiko eingehen,wenn er sich zur Wahl stellt,denn mit Silvio kann er nicht, das ist klar,mit der Lega sowieso nicht, also mit wem dann?Als Vertreter des konservativen Lagers hätte er auch kaum eine Chance,im Falle einer "Pattsituation",die nicht unwahrscheinlich ist,als "unabhängige" Person von den meisten Gruppierungen getragen zu werden.
sondern eher logisch zu erklaeren. Die PdL waere unter Alfano in die komlette Bedeutungslosigkeit abgerutscht. Berlusconi hat sich eingebracht um den einen oder anderen Prozentpunkt zu retten - was wahrscheinlich auch so passieren wird.
Maroni mit der Lega kaempft ebenfalls ums politische Ueberleben. Das kann er aber nur wenn er einen Teil der Foederationsbestrebungen durchbringen koennte. Daher ist der Weg in die Opposition offensichtlich der einzige Ausweg.
Monti wird von mehreren Seiten (sowohl von Links wie Rechts) umworben - dazu muesste er aber auf seinen Sitz im Senat verzichten.
Der Weg fuer Bersani scheint daher "frei" zu sein.
Du hast mir zwar vorgeworfen, dass ich der "Werbemaschinerie" der Berlusconi-Medien aufsitze. Du sitzt aber offensichtlich der von De Benedetti auf (La Repubblica, La-7).
Mentana kenne ich seit 1982 - und er war bereits als Nachrichtenchef des TG-5 (Canale 5) ab dem Eintritt von Berlusconi in die Politik (13 Jahre speter) einer seiner (moderaten) Kritiker (wenn auch nicht direkt Gegner).
Was Bersani/Renzi betrifft - es ist schwer abzuschaetzen. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass bei Umfragen ein Teil der "Rechts-Symapthisanten" fuer Renzi stimmten, da sie ein Scheitern von ihm fuer eher wahrscheinlich halten als eines von Bersani.
das war Mo Abend bei Mentana die Aktuellen Umfrageergebnisse wen die Italiener als Premier wollen. 1 Renzi; 2 Bersani; 3. Monti; Die Prozentzahlen waren, und hier bin ich jetzt nicht ganz sicher, 17/16 u. Monti, ziemlich sicher 14. Bei der Millionenfrage ohne Joker wuerde ich 16 - 15 - 14 nehmen
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