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Berlin - Nun ist es fix: Die deutschen Bundesländer wenden sich erneut an das Verfassungsgericht in Karlsruhe. Der Bundesrat beschloss am Freitag ein neues NPD-Verbotsverfahren einzuleiten. Von den 16 Ländern sind 15 dafür, das schwarz-gelb regierte Hessen enthielt sich bei der Abstimmung, weil es eine erneute Niederlage vor Gericht fürchtet.
Der erste Anlauf war 2003 gescheitert, weil die NPD-Spitze von so vielen V-Leuten des Verfassungsschutzes unterwandert gewesen war, dass die Richter in Karlsruhe sich kein Bild machen konnten. Jetzt jedoch wollen die Länder ein Dossier über die NPD einreichen, das kein Material mehr von V-Leuten enthält.
"Wir sind davon überzeugt, die NPD ist verfassungswidrig", sagt Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU). Ihre Ziele verfolge die Partei in aggressiv-kämpferischer Weise. Man dürfe sie daher nicht länger aus Steuermitteln finanzieren.
Mit ihrem Schritt erhöhen die Länder den Druck auf die Bundesregierung und den Bundesrat. Im Jahr 2003 hatten alle drei Verfassungsorgane den Antrag gestellt. Diesmal jedoch zögern Bundesregierung und Bundestag noch. Die NPD muss nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 1,27 Millionen Euro Strafe zahlen, weil der Rechenschaftsbericht 2007 Unregelmäßigkeiten enthielt. Der Bundestag hatte zunächst 2,5 Millionen Euro Strafzahlung festgelegt. (bau, DER STANDARD, 15.12.2012)
Lammert sieht in einstweiliger Anordnung aus Karlsruhe "keine Vorentscheidung"
Offenbar rechtsextreme Täter hinter Attacke auf Anwälte
Münchner Gericht weist die am 6. Mai eingebrachten Befangenheitsanträge zurück
Carsten S. und Holger G. aussagewillig - Zschäpe schweigt weiter, nächster Termin am 4. Juni
Verfahren über Mordserie in Deutschland wird am Dienstag fortgesetzt
Vorurteilsbeladen und mit Scheuklappen ermittelt
Am Oberlandesgericht München begann am Montag der NSU-Prozess. Gleich zu Beginn versuchten die Anwälte von Beate Zschäpe den vorsitzenden Richter Manfred Götzl für befangen zu erklären.
Um weitere Akten aus den Untersuchungsausschüssen einzusehen
Beate Zschäpe vor Gericht - Mutmaßliche Neonazis dürfen in Gerichtssaal - NSU soll neun Migranten und eine deutsche Polizistin
ermordet haben - Außerdem werden der Terrorgruppe zwei Sprengstoffanschläge in Köln und eine Serie von Banküberfällen zur Last gelegt
Wenn heute in München der NSU-Prozess startet, dann rückt auch der Richter des Mammutverfahrens in den Fokus
Wird der Antrag zugelassen, könnte das den Prozess um weitere drei Wochen verzögern
Abgeordneter Mahmut Tanal sieht "Verletzung des laizistischen Rechtsstaats"
500 Beamte zum Prozessauftakt am Montag im Einsatz
Das Oberlandesgericht München hat die Presseplätze für den Prozess um den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) nun per Los neu vergeben
Enver Simsek war 2000 das mutmaßlich erste Opfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds". Seine Tochter Semiya Simsek schildert, wie die Familie bis heute leidet und warum Deutschland dennoch ihre Heimat bleibt
Ex-NPD-Funktionär im Gefängnis offenbar mit Infos versorgt
Zum ersten Mal muss sich ein deutsches Gericht mit den mutmaßlichen Morden einer rechtsextremen Terrorzelle befassen. Als deren Kopf gilt Beate Zschäpe (38). Sie soll voll schuldfähig sein, will aber weiterhin schweigen
Beginn um drei Wochen verlegt: Neuer Starttermin ist der 6. Mai
Zeuge will Zschäpe und Uwe M. in Linz gesehen haben
Polizei sucht nach Haftbefehl nach den Kriminellen
Selbstbewusste Regierung, aber wenig Echo im Land
Mitglied der rechtsextremen NSU wird wegen Mord-Mittäterschaft in zehn Fällen angeklagt
Warum wird in den Medien nie der Schaden und die Entwürdigung diskutiert, die die Nazis am eigenem Volk angerichtet haben? Der Holocaust, übrigens ein Massaker auch am eigenen, nämlich größtenteils jüdischen Teil des deutschen Volkes (die meisten Juden sahen sich damals mehr als jüdische Deutsche denn als deutsche Juden), war schlimm. Aber,um mit sog. Neonazis endlich aufzuräumen, muss man den Mythos zerstören, die Nazis hätten irgendetwas Gutes für "die Deutschen" getan. Sie haben die alten germanischen Symbole und Traditionen missbraucht, sodass wir unsere Geschichte verloren haben. Volkstümlichkeit ist zur Dümmlichkeit verkommen. Millionen von Toten, Niederlagen, Identitätsverlust und bis heute Schuld- und Schamgefühle. Schande über sie!
"Erfurter Ex-NPD-Chef arbeitete als V-Mann
Von dem monatlichen Lohn des Verfassungsschutzes bezahlte er Aktivitäten seiner Partei: Der frühere NPD-Kreischef Kai-Uwe Trinkaus soll jahrelang Spitzeldienste für den Thüringer Verfassungsschutz ausgeführt haben. Die Enthüllung kommt zu einem sensiblen Zeitpunkt."
http://www.spiegel.de/politik/d... 71200.html
Meinen sie diese Spitze?
"Bis zu hundert V-Leute in der NPD aktiv
Verfassungsschutz-Spitzel gelten als Haupthindernis für ein NPD-Verbot. Heute soll es in der Partei noch mehr V-Leute geben als 2003, als ein Verbotsverfahren scheiterte."
http://www.zeit.de/gesellsch... ungsschutz
In China werden Bewegungen verboten und verfolgt, die bestehende Gesetze kritisieren. Das wird in Deutschland auf's Schärfste verurteilt. Ist man in diesem Kontext eigentlich im Recht, eine verfassungsfeindliche Partei zu verbieten?
Ich finde, eine Demokratie muss die Möglichkeiten offen lassen, Gesetze und Verfassung zu verbessern - vom Bürger ausgehend. Dabei darf die Politik nicht vorgeben, in welche Richtung die Reise geht. Also ist auch eine NPD als Partei zu akzeptieren.
Die einzigen Möglichkeiten, die in einer Demokratie bestehen, sind Diskussionen, der Versuch zu überzeugen und das Anbieten von Alternativen. Das sollte aber reichen, um zu verhindern, dass eine NPD ihre Anschauungen jemals durchsetzt.
Warum nicht gleich eine Gedankenpolizei aufstellen?
Allein der Gedanke an einem Verbot ist einer Demokratie unwürdig und Verfassungswidrig.
Man müsste wohl den Bundestag und Bundesrat bei einer Verfassungsänderung auch verbieten...
So ein Stuß. Wo bleibt der Aufschrei der liberalen Meinungsbilder
Ab wann hoert ein Verbot fuer Sie denn auf, diktatorisch zu sein?
Betrug
Diebstahl
Noetigung
Vergewaltigung oder doch erst
bei Mord?
Da ist ja noch kiffen eher freie Meinungaeusserung als rassistische Aufforderungen zur Ermordung bestimmter Volksgruppen.
Erstens weil ich auch - wie Hessens Ministerpräsident Bouffier - nicht sicher bin ob die NPD wirklich verfassungsfeindlich agiert.*
Zweitens weil ich generell kein Freund von Verboten bin und auch denke, dass der radikalere Teil der Wähler weiter in den Untergrund zieht, während der weniger radikale ins rechtskonservative Lager wandert, wo ich mich politisch zuhause fühle.
*Ich las vor kurzem in der Zeit, dass für ein Verbot ein gewisser Grad an Rechtsextremismus nicht ausreicht, sondern der NPD nachgewiesen werden muss, dass sie aktiv gegen die Auflösung der deutschen Verfassung arbeitet. Und das wird sehr, sehr schwer nachzuweisen sein.
... um zu erkennen, was das mit einem möglichen NPD-Verbot zu tun hat, bedarf es wohl einer ganz besondern Logik. "Deutschland den Deutschen", "Wehret den Volksverrätern", "Stoppt die Umvolkung"? Welche NPD-Weisheit versuchen Sie denn hier genau zu kommunizieren?
Konflikte waren nicht mein Thema. Nachdem der vorhergehende Kommentator aufgezeigt hat, was Frau Roth von Deutschen hält - habe ich dies nur um ihre Einstellung zur Türkei ergänzt.
Mehr habe ich zu dieser Frau, die als Lehrer- und Zahnarzttochter bedauerlicherweise weder einen Berufs- noch Hochschulabschluß in ihrem Leben zustande gebracht hat ( knapp 2 Semester Theaterwissenschaft studiert und abgebrochen ) auch gar nicht zu sagen. ;-)
*rofl*
ist auch immer wieder interessant, wenn man leute unvorbereitet fragt, wie viele mitglieder dieses neu entstehende 3e reich in Version 2 denn wohl heute schon hat...
die schätzungen (wien, bekanntenkreis um die 30er, meistens grün) gehen von 5mio bis 15 mio vermuteten mitgliedern und wählern...
Da hilft Wikipedia:
5900 Mitglieder
http://de.wikipedia.org/wiki/Nati... utschlands
Eine riesige Gefahr für die Demokratie.
Vor allem wenn man bedenkt das die Führung dieser Partei vom Verfassungsschutz gesteuert wird wird einem unvoreingenommenen Beobachter klar das hier nur heiße Luft produziert wird.
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