Erster Direktkontakt zwischen Russland und Georgien seit 2008

14. Dezember 2012, 16:28

Diplomaten betonen: Rein technische Gespräche bei Treffen in Genf

Tiflis/Moskau/Genf - Russland und Georgien haben am Freitag erstmals seit dem bewaffneten Konflikt von 2008 direkte Gespräche geführt. Beide Seiten dämpften aber die Erwartungen und sprachen von einem Dialog über technische Fragen. Das berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur sda.

An dem Treffen an einem geheim gehaltenen Ort in Genf nahmen auf georgischer Seite der Sondergesandte Zourab Abachidse und für Russland Vize-Aussenminister Grigori Karassine teil. Seit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen nach dem Waffengang um Südossetien und Abchasien hatten Moskau und Tiflis keinen direkten Kontakt mehr.

Handels- und Transportprobleme

Ein russischer Diplomat in Genf bestätigte das Treffen. Die zwei Länder wollten bilaterale Handels- und Transportprobleme besprechen. Es handle sich um eine rein technische Sitzung, an welcher die Form der kommenden Treffen festgelegt werden sollte, ergänzte Georgiens Außenministerin Maja Pandjikidse gegenüber regionalen Medien in Tiflis.

Damit wurde klar gemacht, dass der Streit um die abtrünnigen georgischen Gebiete Süd-Ossetien und Abchasien nicht thematisiert wurde. Die zwei Gebiete werden von Russland als unabhängig anerkannt. (APA, 14.12.2012)

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15 Postings
dumm gelaufen

man hat sich zu sehr auf EU und USA verlassen! nun ist man verlassen!

Grün von mir, weil Du es ohne Beschönigung auf den Punkt bringst :)

Die Georgier haben die Situation mit dem Balkan 1999 verwechselt. Die dachten wohlh auch, daß Russland weit weg, geschwächt und ein kleiner Gegner für die USA ist.

Aber es ist halt dumm gelaufen, wie Du richtig erkannt hast. Bei allen Überlegenheitsgefühlen, aber einen Krieg mit Russland riskieren die strategischen Wirtschaftsplaner im State Departement dann doch nicht wegen Georgien.

nur gut, dass alle die sich in der Schwarzmeerregion auf Russland verlassen haben....

......jetzt wirtschaftlich und gesellschaftlich den Himmel auf Erden, so wie im Geheimdienstchefgeführten Russland geschaffen haben.

Bin ich mit "Kremlagitator" gemeint? Falls ja, dann vielen Dank ... zu freundlich von Ihnen :)

Den "Himmel auf Erden" in der US-Sphäre, mein lieber Gutmensch, erkennt man ganz klar in Mittel- und Südamerika. Und natürlich in Saudi-Arabien bei netten Steinigungen oder Kopf-Abhacken.

Ansonsten gilt: Die Schwarzmeerregion ist - zumindest im Norden und Osten - klar Russlands Einflußsphäre. Die NATO, die USA oder meinetwegen U.S. Aid haben dort nichts zu verloren bzw. brauchen nicht himmelhochjauchzend herumzuheulen, wenn sie eine auf den Deckel bekommen.

Es ist schon dreist genug, daß man die NATO bis nach Moskau ausweitet. Oder siehe Kuba, was da füe ein Geheul war, als die Sowjets sich vor die Nase der USA wagten. Also ruhig Blut ;-)

hmm ich wüsste nicht, wer zwangsweise in die Nato gezwungen wurde.....

...aber ich kenne sehr viele die zwangsweise von Russland zur militärischen Zusammenarbeit gezwungen wurden.

Wusste gar nicht dass die Nato in Saudi-Arabien und Mittel-und Südamerika aktiv ist und war?

Übrigens wo heult wer rum, außer Russland über die ganzen zwangsbeglückten Freunde, die irgendwie nicht wirklich glücklich über die zwangsbeglückung durch die dankt der außenpolitischen Amokkfahrten des ehemaligen Geheimdienstcheffes inzwischen global komplett isolierte Ex-Supermacht?

Wirtschaftlich lassen wir mal aus

Übrigens zeigt Ihr schwadronieren über Einflussphären noch immer die Arroganz, mit der der Wille von kompletten Völkern, wie fast am kompletten Nordkaukasus zu beobachten, nach wievor von Russland mit den Füßen getreten wird

Nun ist es also soweit...

Nun hat es Russland also geschafft. Der erste Schritt wurde ja durch die neue georgische "Regierung" getan, um Georgien wieder in Russland zu integrieren... Herzlichen Glückwunsch Putin, der Plan ist aufgegangen...Nun wird Georgien nach Russland verkauft, vom russischen Banker Iwanishwilli

Schauens der wurde vom Volk gewählt,

nachdem die M;assakwer und andere Verbrechen langsam ans Tageslicht kamen, ganz mal abgesehen von den schweren Repressionen.

hmm da habens recht..... ne Punk-Band nach Sibirien zu verbannen. Regimekritiker auf der ganzen Welt umbringen lassen,

selber ein Privatvermögen vom 5 MRD $ in der Schweiz zu horten, während man dem Volk vorgaukelt von mtl. 10.000 $ zu leben. Auch Außenpolitisch eine alte Europäische Kultunation wie Russland als außenpolitischen Geisterfahrer und isolierten Paria in der Weltgemeinschaft zu positionieren. Ganze Regionen in blutigen Bürgerkriegen zu halten, Schlächter wie Assad, Kadyrow und die ganzen ehemaligen FSB/KGB-Agenten die sich am Kaukasus als sogenannte Separatistenführer aufblasen mit allen blutigen Kosequenzen an der Macht zu halten. Die Opposition im eigenen Land niederprügeln zu lassen und wegzusperren?

Ich denke, dass es wirklich dazu Zeit wird, das ans Tageslicht kommt, was Herr Putin seinem Land und seinem Volk so alles antut.

hoffen wir für die Georgier, dass das nicht passiert.... das Boris hoffentlich nur "Gute Geschäftdrähte" nach Moskau hat

Seine ersten Schritte zeigen jetzt nicht ganz danach, dass er eine der üblichen Kremlmarionetten am Kaukasus darstellt....... aber man wird sehen, ob er es im Endeffekt nicht nur ganz clever im Sinne des mehr oder weniger immer noch russlands Geheimdienstchef Putin, wie so viele andere angebliche Separatisten (solange Sie sich nicht von Russland separieren wollen) am Kaukasus agiert.

Bleibt nur die Hoffnung, dass es der alten und sehr ehrwürdigen Kultur Georgiens weiterhin gelingt sich weiterhin aus der russichen Umklammerung gelöst zu halten, um Ihren Rang als große und alte Kultur in unserer Welt wieder einzunehmen.

Da haben sich Zwei

an der Grenze die Hand geschüttelt.

da hat heute aber bei der apa ein uneingeweihter praktikant reuters-abschreibdienst, unterbleibt doch glatt der hinweis "EX-Sowjetrepublik" und mindestens ein kleiner Schlenker wie "völkerrechtswidrig" un die Russen überhaupt!

Apropos: von der hl. Julia war auch schon lange nichts mehr zu lesen! Bitte dringend nachholen!

gut beobachtet.
allerdings sieht die us propagandalawine, von der die apa ausschliesslich abschreibt, für unterwürfige staaten die bezeichnung "ex-sowjetrepublik" nicht vor. man muss da schon aufmerksam unterscheiden, sonst wäre ja der ganze propagandaaufwand für die fische...

aber die Geschäftsbeziehungen waren seit Jahren...

ungezwungen herzlich und ausgezeichnet. Und das ist gut so.

hmmm die von Boris mit Russland oder die mit Georgien und Russland

Weil Russland schon seit 2006 zum einen Georgien mittels Gasembargo und mittels Einfuhrembargo für sie wichtigsten georgischen Exportgüter versucht hat zu erpressen.

Aber wenn Erpressung für ehemalige Geheimdienstchefs wie Putin immer noch zum Geschäftsgebahren gehört, dann stimmt Ihre Aussage natürlich.

Ein positives Zeichen,

das nach Iwanischwilis Wahlsieg über Saakaschwili zu erwarten war. Wer miteinander spricht, fällt nicht übereinander her ...

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