US Börsen schließen im Minus

14. Dezember 2012, 22:32
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Anhaltenden Budget-Gespräche drücken weiterhin auf die Wall Street

New York - Die New Yorker Aktienbörse hat am Freitag mit leichteren Kursen geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index sank 35,71 Punkte oder 0,27 Prozent auf 13.135,01 Einheiten. Der S&P-500 Index ging um 5,87 Punkte oder 0,41 Prozent auf 1.413,58 Zähler zurück. Der Nasdaq Composite Index verlor um 20,83 Einheiten oder 0,70 Prozent auf 2.971,33 Zähler.

Die anhaltenden Budget-Gespräche und deren unklare Ausgang drückten wie am Vortag auch zum Wochenschluss auf die Kurse, hieß es an der Wall Street. Präsident Barack Obama und der Republikanerführer im Kongress, John Boehner, verhandeln weiterhin über eine Lösung zur Umschiffung der Fiskalklippe. Erfreuliche Industriedaten aus China und auch aus den USA selbst fanden daher wieder kaum Beachtung.

Im Technologiebereich sorgen die deutlichen Verluste des Schwergewichtes Apple für Verkaufsdruck. Apple-Titel schlossen mit einem klaren Rückgang von 3,76 Prozent auf 509,794 Dollar, nachdem die Analysten von der UBS ihr Kursziel für die Titel von 780 auf 700 Dollar nach unten revidiert hatten. Die Experten begründeten dies, mit einer möglichen Wettbewerbsverschärfung durch die Konkurrenten Google oder Nokia.

Schlumberger-Aktien rasselten um 5,03 Prozent auf 68,91 Dollar nach unten. Der führende Ölfeldausrüster warnte vor einen fallenden Gewinn je Aktie wegen Verzögerungen und Nachfragerückgänge in den zwei größten Tochtergesellschaften.

Der Software-Spezialist Adobe Systems ("Photoshop", "Acrobat") kommt bei dem Übergang zu einem Online-Abo-Modell besser als gedacht voran, was der Aktie ein Plus von 5,77 Prozent bescherte. 2013 dürfte zum Schlüsseljahr werden, sagte Finanzchef Mark Garrett. Zum Abschluss des Geschäftsjahres Ende November wuchs die Zahl der zahlenden Kunden in Adobes "Creative Cloud" auf 326.000 an. Zuletzt kamen pro Woche im Schnitt 10.000 neue hinzu.

Kaum verändert gingen die Aktien von Amgen ins Wochenende mit plus 0,06. Der Biotechkonzern weitet sein Aktienrückkaufprogramm aus. Nun sollen weitere Aktien im Wert von zwei Milliarden Dollar zusätzlich zu den bisher vorgesehenen 0,5 Milliarden zurückgekauft werden. Zugleich kündigte Amgen eine Erhöhung seiner Quartalsdividende um knapp ein Drittel auf 0,47 Dollar je Aktie an.

Im US-Leitindex Dow Jones verloren die Aktien von United Technologies 0,49 Prozent. Der Mischkonzern erhofft sich von der milliardenschweren Übernahme des Luftfahrtzulieferers Goodrich einen Gewinnanstieg je Aktie um 10 bis 16 Prozent auf 5,85 bis 6,15 US-Dollar. Allerdings liegt dies einem Börsianer zufolge eher an unteren Ende der durchschnittlichen Analystenerwartung von derzeit 6,09 Dollar.

Die Papiere von PPG Industries rückten im S&P 500 um 3,77 Prozent vor. Der Glas- und Chemiekonzern kauft das nordamerikanische Farbengeschäft von Akzo Nobel für 1,05 Milliarden US-Dollar. (APA, 14.12.2012)

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