Was Überstunden bringen - und was nicht

Studie des Personalberaters Robert Half zum Verhältnis Arbeitsmoral/Output

Zahlen sich Überstunden aus? Den Ergebnissen der aktuellen Workplace-Survey des Personalberaters Robert Half gemäß könnte man sagen: ja und nein. Über 2100 Chief-Finance-Officers (CFO) wurden in 13 Ländern dazu befragt. Überstunden an zwei bis drei Tagen in der Woche seien für 41 Prozent der österreichischen Mitarbeiter im Finanz- und Rechnungswesen an der Tagesordnung; jeder zehnte verlasse sogar nie pünktlich das Büro, heißt es in der Erhebung. Mehr noch: Jeder dritte CFO ist der Meinung, dass diese Arbeitsweise auch die Arbeitsmoral der Mitarbeiter hebe - weil sie ihren eigenen Arbeitsstil auf jenen ihrer Mitarbeiter projizieren und so Überstunden als Signal für mehr Engagement und karrieretechnische Ambition werten, heißt die Begründung.

Auf der anderen Seite aber denken nur elf Prozent der österreichischen CFOs, dass bezahlte Überstunden oder Zusatzleistungen die Produktivität ihrer Abteilungen im vergangenen Jahr erhöht haben. Vielmehr sei diese durch optimierte Arbeitsabläufe entstanden (48 Prozent). 41 Prozent gaben an, dass die Mitarbeiter effektiver mit vorhandenen Ressourcen umgegangen sind. 40 Prozent gaben an, dass die Einstellung zusätzlichen Personals für die verbesserte Leistung ausschlaggebend war. Dauerhaft Überstunden abzuleisten, so der Personalberater, senke auf Dauer die Leistung, er rät zu vorausschauender Personalplanung. (red, DER STANDARD, 15./16.12.2012)

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