Weshalb ich aufgehört habe, am PC zu spielen

  • Es tut schon gut, jemand anderem dabei zuzusehen.
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    Es tut schon gut, jemand anderem dabei zuzusehen.

Wie die Hersteller das Spielen am PC zur Zumutung für ihre Kunden machten.

"Es ist die ewige Leier: PC- oder Konsolenspieler?", werden Sie sich vielleicht denken. Aber dieser Debatte konnte ich eigentlich nie wirklich viel abgewinnen. Ich habe meine Liebe zu Videospielen nie vom System abhängig gemacht. Das sagt sich jetzt natürlich leichter, weil ich heute meinen Lebensunterhalt damit verdiene. Ich erinnere mich jedoch, wie ich bereits als Schüler das Geld aus allen Ecken zusammenkratzte, um mir nur ein Jahr nach der PlayStation den Nintendo 64 zu kaufen. Gute Spiele bleiben gute Spiele, egal, wie und wo man sie erlebt.

Als großer Echtzeitstrategiefan, Commander Zsolt, tut es mir umso mehr weh, dass mir die Industrie das Spielen am PC über die vergangenen Jahre richtiggehend madig gemacht hat. Vergangene Woche habe ich deshalb beschlossen, meinen privaten Spiele-PC zu verkaufen.

Kein kleiner Verlust

Es war keine leichte Entscheidung. Viel Zeit und auch viel Geld ist in den Bau meines damaligen Traumrechners geflossen. Vom eigens zusammengesetzten Kühlsystem bis zum gebürsteten Alu-Gehäuse hatte ich alles fein säuberlich selektiert und von unterschiedlichsten Händlern zusammengetragen.

Vor einem Jahr musste ich mich dann entscheiden, ob es sich auszahlt weiter aufzurüsten. Doch anstelle vorschnell ein paar hundert Euro in neue Hardware zu stecken, wollte ich lieber einmal Probespielen und lieh mir einen hochgezüchteten Testrechner eines Systemherstellers aus. Und ich will nichts verharmlosen: "Battlefield 3" und Co. zuhause in den eigenen vier Wänden, abseits kühler Teststationen bei Messen, in voller Qualität zu sehen, war schon eine sehr gewaltige und verlockende Erfahrung.

Ich beschloss dennoch nicht aufzurüsten und meinen alten PC etwas länger dahinvegetieren zu lassen. Der Grund: Nach einigen Jahren der PC-Abstinenz musste ich feststellen, dass nicht nur die grafischen Möglichkeiten weit vorangeschritten waren, sondern auch die Methoden der Hersteller, ihre Kunden zum Wahnsinn zu treiben.

Hürdenlauf

Zu Testzwecken zog ich populäre Games heran: "Grand Theft Auto 4", "Battlefield 3", "StarCraft 2". Das Ergebnis: Nur um überhaupt Spielen zu können, musste ich nicht nur meinen (erwarteten) technischen Mehraufwand gegenüber Konsolen in Kauf nehmen, sondern auch die Installation und Anmeldung einer Hand voll unterschiedlicher Online-Dienste. "GTA 4" kaufte ich über Steam, weil es gerade im Angebot war - die erste Mitgliedschaft, der erste Zusatzdienst installiert. Um alle Statistiken online vergleichen zu können, kam noch die Anmeldung Rockstars Social Club hinzu. Zum Online-Spielen wurde dann noch ein Windows Live-Account verlangt. Sauber. "Battlefield 3" konnte ich damals nicht bei Steam kaufen und wurde so zum Download, zur Installation und zur Anmeldung von Origin gezwungen. Um geschützt vor Online-Cheatern zu sein, folgte noch die Einrichtung von Punkbuster. Fast überflüssig zu sagen, dass "StarCraft 2" mit Battle.net einen weiteren Dienst und eine weitere Anmeldung benötigte. Hätte ich ernsthaft geglaubt, alle drei Spiele an einem Abend installieren und zocken zu können, hätte ich den Computer auf meine Brust gestemmt und ihn in den Fernseher gedonnert.

Ein unzumutbarer Zustand

Und dabei ist dies nur eine beliebige Auswahl. Hätte ich noch ein Ubisoft-Werk hinzugenommen, hätte ich auch noch Uplay-Mitglied werden müssen. Dass ich bei alledem keinen Überblick mehr habe, welche Dienste und versteckte Kopierschutzsysteme zusätzlich im Hintergrund eingeschleust werden, setzt dem Hürdenlauf des PC-Spielens die Dornenkrone auf. Funktioniert dann einer dieser Dienste aufgrund technischer Probleme nicht, bleibt eigentlich nur noch der Griff zum Vorschlaghammer. Aber im Ernst: PC-Spielen ist heute schlicht und ergreifend eine Zumutung. Kein Hersteller braucht sich zu wundern, dass PC-Spiele nur einen Bruchteil der Konsolenversionen absetzen, wenn Kunden derart über den Tisch gezogen werden. Piraterie mag mit Sicherheit ein Problem sein, werte Industrie. Den Kunden Knüppel zwischen die Beine zu werfen, kann aber nicht die Lösung sein.

Es wird nicht besser

Das Traurige ist, dass die Lage bei Konsolen aktuell noch besser ist, aber ebenfalls zunehmend schlechter wird. Neben den Online-Diensten der Plattformbetreiber, versuchen auch immer mehr Dritthersteller ihre "Services" einzuschleusen. Sollte ich bei der PS4 oder Xbox 720 eines Tages auch drei oder vier Online-Mitgliedschaften benötigen, um ein Game zu starten, schließe ich mich Tom Dickson an.

Viel Geld für meine alte Kiste bekomme ich vermutlich so und so nicht mehr. Vielleicht sollte ich sie auch als Mahnmal an meine Wohnzimmerwand nageln. Zur Erinnerung, wie eine Industrie sich selbst zerstörte. Ein Nachsatz noch: Gewiss werde ich in Zukunft nicht gänzlich auf den PC verzichten. Dafür gibt es zu viele großartige Indie-Werke und spannende Community-Projekte, die man auf keiner Konsole findet. Und exklusive PC-Games werde ich am Arbeitsrechner testen. Aber für die großen Blockbuster, die es auch auf Konsole gibt, ist der PC als Gaming-Plattform für mich vorerst wohl gestorben. (Zsolt Wilhlem, derStandard.at, 15.12.2012)

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Konsolen sind nicht besser...

oder seit wann muss man Konsolengames auf der Konsole INSTALLIEREN?! um dann herauszufinden das die Festplatte zu klein is... lol

Das finde ich überhaupt eine erstaunliche Argumentation:

Man mag irgendwelche Online-Dienste am PC nicht, gleichzeitig begrüßt man aber die Konsole?

Wo der Plattformbetreiber bestimmt, welche Spiele dafür überhaupt veröffentlicht werden? Wo der Plattformbetreiber den Preis erhöht und mitbestimmt? Wo der Plattformbetreiber festlegt ob und wie damit online gespielt werden kann? Wo einer sogar Geld dafür verlangt, damit ich das bereits gekaufte Spiel überhaupt online spielen darf? Wo per Definition ein gekauftes Spiel nur auf dieser einen Plattform läuft und sonst nirgendwo?

Komisch, wie breitwillig all diese Einschränkungen und Bevormundungen akzeptiert werden, aber wenn man einen kostenlosen Account bei einem PC-Spiel erstellen muss, geht die Welt unter?

Geht doch, das ist doch mal eine schlüssige Kritik am Artikel. Die kann ich auch teilen. Ich kann Konsolen nichts abgewinnen, insbesondere weil die Preise für die Spiele völlig überzogen sind im Vergleich zum PC.

Wobei von Seiten der Industrie ja immer geheuchelt wurde, die Spiele am PC sind so teuer wegen den bösen Raubmordkopierern.
Auf den Konsolen gibt's das quasi überhauptnicht, sondern totale Kontrolle und siehe da: Die Spiele sind NOCH teurer...

Den meisten Verlust machen die sicherlich mit ihrer unsinnigen Raubkopierer-Kampagne und den Ausgaben für die vielen Juristen...

Ganz kann ich Ihre Argumentation nicht nachvollziehen. GTA ist tatsächlich unmöglich bei all den Onlineplattformen, bei denen man sich anmelden muss. Das hat mich auch dazu bewegt, kein weiteres Spiel der Serie mehr zu kaufen.

Ansonsten spiele ich ausschließlich Spiele, die ich über Steam oder Blizzard bezogen habe (das liegt weniger an den Plattformen an sich, als an dem Zufall, dass mich eben genau diese Spiele interessieren). Bei Steam bin ich seit CS 1.5, bei Blizzard seit WoW. Eigentlich profitiere ich aber nur noch von den Plattformen. Das Patchen von Spielen ist einfach, ich kann ohne Aufwand auf einem anderen System alle meine Spiele und Speicherstände neu runterladen.

Fazit: Ich sehe mittlerweile mehr Vor- als Nachteile.

WoW und CS sind Spiele die man sowieso überwiegend oder nur online spielt. Da passt der Vergleich nicht. Es geht hier um unnötige Gängelung wie z.B. bei GTA4, Siedler 7, Diablo 3 und dergleichen, wo eine Online-Verbindung eigentlich nicht notwendig wäre, wenn man es nicht gerade übers Web im Netzwerk spielen möchte.

Abgesehen vom Onlinezwang bei Diablo 3, der für Leute, die ausschließlich alleine spielen, nicht nötig wäre, ist mir sowas als Kopierschutzmaßname immer noch lieber als Kopierschutzsoftware wie StarForce, SecuROM oder ähnliche, die es bei entsprechender Hardwarekonfiguration manchmal unmöglich machen, ein Spiel zu spielen.

Nur weil etwas besser als etwas anderes ist, ist es deswegen noch lange nicht gut!

Deswegen beziehe ich mich mit meinen Aussagen auch nur auf mich selbst: "Abgesehen vom Onlinezwang [...] ist mir[!] sowas als Kopierschutzmaßname immer noch lieber [...]"

der siedler 7 release war ein totaler super gau ^^ wer sich noch erinnern kann. Nicht mal offline konnte man spielen wochenlang probleme. kein entgegenkommen seitens des extrem heftigen kopierschutzes. ich hab das spiel nie gespielt... oh gott das ist mir erst jetzt aufgefallen O.o aber gekauft hab ichs... -.- wuaaaaaaa!! ich bin dem konsum zum opfer gefallen, ich kauf ein spiel und spiels nicht weils nicht geht.... muss ich gleich mal schaun obs jetzt geht...

Trolls will be Trolls

Ich meine klar , die Art wie die Oublisher Raubkopien bekämpft haben bestraft eher die die dass Spiel gekauft haben , dennoch ihre Kritik ist einfachÜbertrieben und sie scheinen sich einfach nicht Auszukennen.

Wenn sie Trollen wollen bitte nicht im Standard !

13 Fehler in einem Absatz, sind sie sich sicher, dass nicht sie trollen?

Selbsterkenntnis?

scnr

Leider wahr

Auch wenn die PC Fraktion Zsolt wahrscheinlich für den Kommentar in der Luft zerreißen wird, er hat leider recht. Ich finds ja wirklich bezeichnend, dass einige Poster weiter unten davon reden wie viel schlimmer es früher war (was sicherlich stimmt), aber das kann doch kein Grund sein die jetzige Situation einfach zu akzeptieren. Auch Kommentare wie "installieren tu ichs eh nur einmal, da is eh wurscht wie langs dauert" kann ich nicht nachvollziehen. Ist nicht wurscht. Ich hab für das Produkt bezahlt. Ich will nun unterhalten werden. Und nicht Stunden damit verbringen den mist zu installieren. Auch wenns nur einmal notwendig ist.

Mutiger Artikel.. aber

ich könnte nicht auf Konsolenspiele umsteigen, weil die Steuerung so unglaublich indirekt ist. Vom umsehen vor allem. Wenn man Konsolenspiele mit Maus und Tastatur spielen könnte wär ich dabei aber so nicht

Und Steam nimmt einem im Normalfall eh alle key und registrierungsgeschichten ab.. gta4 ist da ein negativbeispiel aber die meisten Spiele gehn problemlos beim ersten Start ohne externe registrierung.

Das was der Zsolt als Hürdenlauf bezeichnest ist das, mit dem viele Apple user nicht klar kommen: Die Freiheit eine Wahl zu haben :D

Wenn alles auf einer Plattform wär und die geht down, geht gar nichts mehr. Und verteilte Profile haben auch einen kleinen Hackerschutz falls man nicht überall das selbe Passwort verwendet

Steam ist sehr fein, aber ansonsten kann ich dem Kommentar nur zustimmen.

Wobei gerade die Steuerung ein Argument für die Konsole ist. Seitdem ich arbeiten gehe und täglich eh einige stunden vor dem PC verbringe, mag ich das in der Freizeit eigentlich nicht mehr so gerne. Da liege ich lieber auf der Couch und zocke über den Beamer.

Sie sudern ganz schön viel...

aber ja sie haben Recht,früher ging das alles ohne diese Accounts Geschichten.Und ja es ist eine Zumutung das man jeden Kuden sofort der Raubkopiererei verdächtigt.

Also, commander Zsolt, das ist ja wohl alles maßlos übertrieben...

1. Wo bitte braucht man heutzutage keine Authentifikation mittels mail-account?
2. ausser Steam (wg DL-Policy, aber naja..) ist jedes Netzwerk ziemlich unkompliziert und beinahe als selbstverständlich anzusehen,
3. die Aufrüstungspanik ist aus der Luft gegriffen (bin seit 3 Jahren top-up-2-date, ohne Mehrkosten),
und
4. als selbsternannten RTS-Commander muss ich Sie fragen: ernsthaft, Konsolen? also bitte...

Aber ich kann den Frust nachvollziehen, wenn man an einem Tag 3 Spiele für/von verschiedenen platforms installiert.. da kommt man gerne durcheinander :D

"2. ausser Steam (…) ist jedes Netzwerk ziemlich unkomplizier"

Ernsthaft jetzt?
Steam ist das unkomplizierteste! sogar für Win/Mac und Linux. Steam richtet man sich einmal ein und dann hat man keine Scherereien mehr.

Sie sollten sich lieber auf Origin stürzen als Negativbeispiel! Die wohl unnötigste Plattform ever. Schlecht umgesetzt, kaum unterstützungen und diverse Probleme.

recht du hast: origin boykottiere ich aus Prinzip!

aber die Tatsache des (voreingestellten) auto-DL über Steam (bei Einschub der DVD!) bringt regelmäßig zur Verzweiflung, ausserdem ist es im Vgl zum Battle.Net an seinen client (der zugegebenermassen übersichtlich ist) gekoppelt - das nervt zB mich ungemein..

aber: ich reg mich ja auch nicht drüber auf ;)

Absolute Zustimmung

Ich kann den Frust nur all zu gut nachvollziehen. Es ist einfach nur schlimm wie die Medienindustrie ihre Kunden alle pauschal als potentielle Verbrecher behandelt. Das gleiche Problem hat man ja auch bei DVDs/BluRays mit der Gängelung durch Regionalcodes und diesen nervigen Raubkopiererspots. Anstatt durch gute Produkte und faire Preise positiv zum Kauf zu ambitionieren arbeitet man lieber mit Drohgebärden und Abmahnungen. Dieses Verhalten ist einfach nur erbärmlich und sorgt eher für mehr, von den nervigen Elementen befreiten Raubkopien, als für weniger. Dass Raubkopierer aber immer noch am meisten Kaufen wird dabei natürlich von der Industrie ignoriert...

Ganz schön viel Gejammer.

So einen Account hat man in ein paar Minuten eingerichtet. Das braucht VIEL weniger Zeit als früher als man etliche Disketten hintereinander einlegen musste. Ich glaub da gehts eher darum dass der Autor ein ideologisches Problem mit Kopierschutz zu haben scheint und darum dass es gerade in ist über die böse Industrie zu schimpfen. Wenn man sich die Verkaufszahlen anschaut dann sieht man dass das eine absolute Minderheitenmeinung ist.

Ich persönlich spiele auch keine PC-Spiele mehr - aber aus ganz anderen Gründen. Konsolenspiele sind zwar technisch schlechter, aber man spart sich das ständige Aufrüsten des PCs, muss nie prüfen ob der PC eh noch für ein bestimmtes Spiel reicht, usw. Einfach einlegen und los geht.

Ihre Argumentation ist schief O5. Ja, das Installieren geht schneller als früher mit Disketten. Ich kann mich noch gut dran erinnern bei einem Spiel mal 15 Disketten wechseln zu müssen und solche Scherze. Aber dieser Geschwindigkeitszuwachs wurde ja nicht durch Steam und Co. erreicht. Im Gegenteil, ohne die Gängelung der Anti-Raubkopier-Systeme ginge es ja noch schneller.

also ich weiß ja nicht wie es bei Ihnen ist, aber Steam lädt ein Spiel praktisch schon so schnell herunter wie wenn ich es von der DVD einspielen würde. Noch dazu spar ich mir die Eingabe von Keys und auch den Weg in den MediaMarkt

Das könnte es aber auch leisten ohne Spiele mit Onlinezwang im Offlinemodus zu versehen, oder?

Kann man doch! Zumindest die valve eigenen spiele. zB half life. Der Rest ist ja von den jeweils eigenen publishern abhängig

Und Steam unterstützt das.

Aber was wäre besser? Mehr Auswahl über steam oder noch mehr separate Clients von den anderen Herstellern?
Wenn steam dem nicht nachgiebt werden einige vermutlich nicht über steam verkauft werden.

Besser wäre es, wenn die Publisher aufhören würden ihre Kunden als potentielle Verbrecher zu behandeln. Darum dreht sich doch die ganze Kritik des Artikels.

Kein Hersteller braucht sich zu wundern, dass PC-Spiele nur einen Bruchteil der Konsolenversionen absetzen, wenn Kunden derart über den Tisch gezogen werden.

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Das meistverkaufte PC-Spiel des Jahres (Diablo 3) hatte ein Always-On-DRM-System. Eines der meistgespielten PC-Spiele (League of Legends) braucht einen Online-Account. Beim extrem erfolgreichen World of Warcraft das gleiche. Wieso wird hier so getan, als würde es da einen klaren Zusammenhang geben?

Der Grund, dass sich Konsolenspiele öfter verkaufen, ist schlicht und einfach der, dass mehr Leute lieber auf der Couch sitzend am großen Fernseher spielen als am Schreibtisch. Das war auch schon lange so bevor irgendwelche DRM-Systeme aufgekommen sind.

das diablo 3 ein erfolg wird, war leider schon seit bf3 absehbar.

aber wie wäre es wenn du spiele heranziehen würdest, die wie d3 einen onlinwzwang bzw eine registrierungspflicht haben, aber größtenteils offline gespielt werden. dann würd deine aufzählung auch einen sinn machen.

Hmmm, komisch....

Warum kann ich dann meine Pc-Spiele auf Couch rumlümmelnd spielen und das mit einem großen Fernseher?

Natürlich können sie das, aber das machen die meisten nicht. (Noch nicht?)

Es geht nicht darum was theoretisch möglich ist und was der eine oder andere Hardcore-Gamer vielleicht für ein Setup hat, sondern was die breite Masse tut und was vom Mainstream transportiert wird. Und da ist nun mal die Konsole das klassische Wohnzimmergerät und der PC steht im Büro am Schreibtisch.

Werte xEurocent. League of Legends und World of Warcraft sind sowieso Online-Spiele, da ist es klar, dass man da auch keine Gängelung durch die Notwendigkeit der Online-Verbindung spürt. Bei Diablo 3 hingegen aber haben doch sehr viele sich beschwert, weil sie es nicht auf Anhieb spielen konnten, da der Server nicht erreichbar war obwohl es halt potentiell ein Offline-Spiel ist. Ihre Kritik ist so also eher unpassend.

Das ist doch völlig unerheblich ob es Onlinespiele sind oder nicht. Es geht darum, dass die Nutzer kein so großes Problem mit Accounts haben, sonst würden sie es ja nicht nutzen. Und ich sage auch nicht, dass es gut ist wie es mit Diablo 3 läuft und gelaufen ist, es soll nur den Widerspruch aufzeigen.

Der Autor tut so, als wären die Accounts schuld an niedrigeren PC-Verkaufszahlen, gleichzeitig haben aber gerade die die höchsten Verkaufs- und Spielerzahlen. Wenn man so eine Behauptung aufstellt, muss man das auch belegen können.

Nein es ist eben nicht unerheblich, ob es Onlinespiele sind oder nicht. Bei einem Onlinespiel ist ein Onlinezwang nur logisch, bei einem Offlinespiel aber nicht. Wieso kann ich nicht Siedler 7 oder dergleichen in Ruhe im Zug z.B. ohne Onlineverbindung spielen? Wozu diese Gängelung? Und der Autor tut überhaupt nicht so, sondern zeigt nur seine persönliche Motivation auf, warum er PC-Spiele nervig findet. Das können sie so teilen, aber auch lassen. Ich kann seine Probleme gut nachvollziehen und ich habe keine Spielekonsole.

Dem Kommentar kann ich teilweise zustimmen, teilweise muss ich allerdings sagen, dass es auch ein wenig übertrieben ist.

Zustimmung: Hunderte verschiedene Dienste, Mitgliedschaften, etc. damit man überhaupt spielen kann. Aber es ist nicht überall und das ist noch das Gute! Merkwürdigerweise kosten Spiele ohne starke DRM Mechanismen 20-25 Euro im Schnitt - die anderen bis zu 70 oder mehr...
Da MUSS die Industrie drüber nachdenken, da stimmts ja vorn und hinten nicht.

Was allerdings schwer übertrieben ist: Ich muss nicht permanent Rechner aufrüsten! Sicher, dann ist nicht immer alles auf der besten Qualitätsstufe, aber ein gutes Spiel hat ja nicht nur supertolle Quaitätsgrafiken, es sollte ja auch eine gute Story erzählen!

Vor allem wenn man es mit der Konsole vergleicht. Ein Durchschnitts-PC aus dem Jahr 2007 reicht bis heute, um ein Spiel mit der selben Grafikqualität wie die Konsolen flüssig darzustellen. Klar, man hat dann keine großen Qualitätseinstellungen wie AA und dergleichen, aber die hat man auf der Konsole ja auch nicht.

Zum Video; ich will garnicht wissen was bei dessen Erziehung alles falsch gelaufen ist. Einweisung in eine Psychiatrie wäre vermutlich mal nötig. Vorausgesetzt es ist kein Fake.

Weshalb ich aufgehört habe, am PC UND an der Konsole zu spielen:

Ich spam lieber den ganzen Tag im Standard-Forum herum.

Aber im Ernst: PC-Spielen ist heute schlicht und ergreifend eine Zumutung.

Sorry, aber das ist schlicht und einfach falsch. Wenn man sich ansieht wie es früher war, wo man bei der Installation noch die richtigen Audio-Einstellungen auswählen musste damit es überhaupt funktioniert, wo der Durchschnittsnutzer keine Ahnung hatte was sie bedeuteten, wo man bei jedem Spielstart erst einen Code im Handbuch suchen musste, um überhaupt spielen zu dürfen, usw.

Der PC hatte immer weniger Komfort als Konsolen, das liegt in der Natur der Sache. Aber so nervig Online-Accounts auch sein mögen, ein wirklich großer Aufwand ist das jetzt nicht im Vergleich zu früher.

Gleichzeitig werden alle Vorteile verschwiegen die man am PC hat, Grafikeinstellungen, Mods, günstigere Preise, einzigartige Indie-Spiele, etc.

Alter du hast Probleme... da investiere ich halt ein par Stunden für eine Installation und dann brauch ich mich eh nicht damit zu beschäftigen.

Linux User? ^^

wahrscheinlich ist er nur schüler oder arbeitslos

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