Songs der anderen: Bunny Lake

29. Jänner 2013, 17:54
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Bunny Lake haben anlässlich ihres letzten Konzerts ihre aktuellen Lieblingssongs zusammengetragen

Und das sagen Bunny Lake selbst zur Playlist:

Teresa Rotschopf:

Gang Gang Dance: "Adult Goth"
Ich mag den Mix aus billigen Synthie Sounds und den Effekten auf der Stimme der Sängerin. Klingt zwar beim ersten reinhören wahnsinnig anstrengend, je mehr man sich daran gewöhnt umso intensiver wird es jedoch. Zumindest für mich.

Grimes: "Genesis"
Ich finde Grimes generell super, hab jedoch bemerkt dass das nur Freundinnen verstehen. Bei Männern sorgt sie eher für schaudern, Gänsehaut und Pusteln – was mich nicht wirklich stört, mir taugt‘s trotzdem.

Luise Pop: "Gigolos And Dames"
Ich hab die Band und deren Frontfrau (obwohl sie sich selbst nicht als solche bezeichnet, glaube ich) Vera Kropf durch unseren gemeinsamen Film „Oh Yeah She Performs“ kennengelernt und bin auf Anhieb total auf Luise Pop generell, auf „Gigolos And Dames“ im Speziellen abgefahren. Wirklich coole Nummer.

Patrick Pulsinger: "Nocturnal Cat"
Mit Patrick gemeinsam arbeite ich gerade an meinem Soloalbum - darauf bin ich ziemlich stolz: He's a genius. Disco!

Christian Fuchs:

Bat For Lashes – "Laura"
Am Anfang nur ein Piano und eine Ausnahmestimme. Herzrausreißer-Musik von der grandiosen Natasha Khan. Ihr aktuelles Album wird mich wohl den ganzen Winter begleiten.

Frank Ocean – "Pyramids"
Hypnotische Vocals. Rave-Zitate, die wie aus einem verkaterten Traum herüberwehen. Die Melancholie am Tag nach der Party. Das war lange unser Schlüsselthema mit Bunny Lake. Hier erzählt Frank Ocean in einem der Übertracks 2012 davon.

The XX – "Our Song"
Noch mehr Stoff für Sentimentalitäts-Junkies. The XX hauchen eine Hymne für die Ewigkeit. Wem das zu übertrieben klingt: Zumindest ein schönerer Lovesong wurde in diesem Jahr nicht geschrieben.

Bunny Lake – "Satellite Sky"
Unsere allerletzte Single und daher auch mit Wehmut verknüpft. Geschrieben wurde das Stück, als der Bandsplit noch etwas ferner war. Jetzt wirkt es wie ein musikalischer Nachruf. We are all going home alone, each on his own.

Cat Power – "Nothing But Time"
Die strahlendste Euphorie entsteht aus der Melancholie. Die unglaubliche Chan Marshall wollte sich mit diesem Song aus ihrer Depression katapultieren. Das Ergebnis klingt wie Terrence Malicks Meisterwerk „The Tree Of Life“, in elf glückselige Minuten destilliert. Wenn gegen Ende noch Iggy Pop dazukommt, kann dieses Lied Kranke gesund machen und Leben retten.
(list, derStandard.at, 17.12.2012)

Bunny Lake lösen sich auf und spielen am 22.12. ihr letztes Konzert im WUK.

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    foto: bunny lake
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