Ein Stofftier will nicht umziehen

    Rezension14. Dezember 2012, 17:00
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    Anke Wagner und Eva Eriksson zeigen in ihrem Bilderbuch anhand des Stofftieres, welche Sorgen Kinder haben, wenn umgesiedelt wird, wenn große Veränderungen anstehen

    Pico mag nicht mitkommen. Warum auch? Da, wo er jetzt ist, ist es schön. Es passt alles. Pico muss trotzdem gehen. Denn Timo und seine Eltern ziehen um. Und Pico ist Timos Kuschelmuschelfreund. Anke Wagner und Eva Eriksson zeigen in ihrem Bilderbuch anhand des Stofftieres, welche Sorgen Kinder haben, wenn umgesiedelt wird, wenn große Veränderungen anstehen.

    "Timo und Pico ziehen um" heißt die Geschichte für Kinder ab dem vierten Lebensjahr. Der Bub schwärmt seinem Freund vor, wie toll der neue Ort ist. Was man alles dort entdecken kann. Die Begeisterung hält sich aber in Grenzen. Während der langen Autofahrt hat Pico vor allem eines, Angst: "Im Auto, als sie stundenweit nach Katzenbach fahren, ist Timo ganz still. Auch mit Pico spricht er nicht. Aber er hält ihn ganz fest im Arm." 

    Hilfe, so viele Kinder!

    Sehr schön wird beispielsweise auch veranschaulicht, wie es ist, in eine neue Kindergartengruppe zu kommen. "Hilfe, so viele Kinder! Pico wird ganz schlecht vor Aufregung. Da könnten neue Freunde dabei sein! Er hat Angst, Timo zu verlieren", heißt es.

    Es wäre keine Kindergeschichte, wenn nicht gleich auch ein neuer Spielkamerad auftaucht. In diesem Fall ist es Hanna. Dass das Mädchen zufällig ein ähnlich aussehendes Stofftier wie Pico mithat, erleichtert die Sache. Kitschig? Klar. Aber manchmal ist das erlaubt. (Peter Mayr, DER STANDARD, Album, 15.12.2012)

    Anke Wagner, Eva Eriksson
    Timo und Pico ziehen um

    NordSüd-Verlag 2012
    32 Seiten, € 14,40

    • Welche Sorgen haben Kinder, wenn große Veränderungen anstehen?
      foto: nordsüd-verlag

      Welche Sorgen haben Kinder, wenn große Veränderungen anstehen?

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