Hungerstreik wegen Stadionsperre

Bastia darf nach Ausschreitungen nicht mehr in seiner Heimstätte antreten

Paris - Wegen Fan-Ausschreitungen darf der französische Erstligist Bastia seine Heimspiele in der Ligue 1 bis auf Weiteres nicht mehr im heimischen Stadion austragen. Mit dieser Entscheidung reagierte die französische Fußball-Liga (LFP) am Donnerstagabend auf die Vorkommnisse im Ligaspiel gegen Olympique Marseille (1:2), das der Aufsteiger wegen vorangegangener Vorfälle bereits ohne Publikum austragen musste.

Während des Spiels am Mittwoch waren außerhalb der Arena immer wieder Feuerwerkskörper gezündet worden. Wegen Fan-Randalen im Spiel gegen den korsischen Rivalen Ajaccio im Oktober war Bastia bereits mit einem Zuschauerausschluss bestraft worden. Vor zwei Wochen war dann in der Ligacup-Begegnung gegen Lille ein Linienrichter durch ein Wurfgeschoß verletzt worden. 

Ein Bastia-Funktionär reagierte auf die Sanktion mit einem Hungerstreik. Wie der Club bekanntgab, habe der 73-jährige Jo Bonavita aus Protest diese Maßnahme gefällt. Der für logistische Belange zuständige Bonavita arbeitet seit 1981 für den Verein. (APA; 14.12.2012)

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