Fukushima-Betreiber räumt Schuld an Unglück ein

14. Dezember 2012, 14:41

Nach einer parlamentarischen Untersuchung nennt Tepco "schlechte Angewohnheiten" und mangelndes Sicherheitsbewusstsein als Gründe für die Atomkatastrophe

Fukushima - Der Betreiber des japanischen Unglücksreaktors Fukushima hat ein mangelndes Sicherheitsbewusstsein und "schlechte Angewohnheiten" als Gründe für die Atomkatastrophe genannt. Der Vorsitzende einer Arbeitsgruppe für Reformen bei Tokyo Electric Power (Tepco), Takefumi Anegawa, sagte am Freitag, sein Unternehmen stelle sich voll und ganz hinter entsprechende Passagen einer parlamentarischen Untersuchung.

Schwestes Atomunglück seit Tschernobyl

Zwar gebe es im technischen Abschnitt des Berichts einige Missverständnisse. Der größte Teil der Untersuchung zur Tepco-Firmenkultur sei aber zutreffend. "Das geben wir zu, und werden versuchen, uns zu ändern", versprach der Manager. Es war das bisher klarste Schuldeingeständnis des Unternehmens seit dem Unglück.

Das Fukushima-Kernkraftwerk war im März 2011 von einem Erdbeben und einen dadurch ausgelösten Tsunami getroffen worden. Es folgte das schwerste Atomunglück seit Tschernobyl 1986. Etwa 160.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, viele von ihnen werden wohl niemals zurückkehren können. Erst 18 Monate später räumte Tepco ein, dass das Unglück hätte verhindert werden können. Der Konzern befindet sich inzwischen in Staatsbesitz. (APA/Reuters, 14.12.2012)

Share if you care
14 Postings
"Schwestes Atomunglück "

wo liegt der Fehler, Frau Standard?

Wo gibt es denn die Entschuldigung im Original?

Welche Atomkatastrophe eigentlich?

Es gab eine Naturkatastrophe: Erdbeben und Tsunami mit -zigtausenden Toten.

Und ein kaputtes AKW.

Was davon ist jetzt die Katastrophe?

holzauge sei wachsam

das Atomkraftwerk und das großflächige Umland bleibt das nächste Jahrhundert eine Katastrophe!!!

oder wollen Sie Gurken, Paradeiser, Salat, usw. von dort essen?

Schrecklich, diese Gurken, ja, genau.

Dreißigtausend Tote sind Ihnen wurscht, nur die Tomaten, die sind arm.

Die Atomkraftwerkskatastrophe überdauert jedenfalls mehrere Generationen.

Lege mir keine falschen Worte in den Mund! Das habe ich nie behauptet!

Die 30.000 Tote, die du nennst, sind auch mir nicht wurscht. Aber ein Tsunami kann man nach heutigem Kenntnisstand noch nicht verhindern, und vorwarnen ist ja auch nicht so leicht.

Aber gleichzeitig ist es mir auch nicht wurscht, wenn man ein Land "vergiftet" (verstrahlt) und damit für Millionen von Menschen für Jahrhunderte unbrauchbar macht.
Die Atomkraftwerkskatastrophe überdauert jedenfalls mehrere Generationen.

Die behauptet "Katastrophe" hat sich weniger lang gehalten als

das Waldsterben und das Ozonloch. Aber natürlich darf sich jedeR vor dieser fürchterlichen Strahlung fürchten: Die ist ja so schrecklich unsichtbar!

Nix is passiert: DAS ist eure Katastrophe.

Jeder bessere Bauer richtet mehr Umweltschäden an.

Jedes Atom ist eine Katastrophe.

Genau: Die Welt ist voller Katastrophen.

"Schwestes" ?

Ich hoffe doch stark das dafür jemand in den Bau wandert

"Fukushima-Betreiber räumt Schuldeingeständnis ein"

Germanisten am Werk! Räumt schuld ein? Gesteht Schuld ein?

Nein - er hat nur eingeräumt, daß es ein Schuldeingeständnis, also eine Art Geständnis, gibt.

Daher ist alles aufgeklärt und weitere Untersuchungen überflüssig.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.