Modesünden: Bunte Socken, bauchfreies Top, hervorblitzende Stringtangas

51 Prozent der Frauen interessieren sich laut Umfrage für Mode, bei den Männern sind es nur 22 Prozent

Linz - Bunte Socken zum Anzug getragen und bauchfreie Oberteile sind laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitus Spectra für die ÖstereicherInnen die größten Modesünden im Büro.

Spectra führte im August mit 1.000 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählten Personen persönliche Interviews. Dabei erklärten 37 Prozent, sich näher mit Mode zu beschäftigen. 51 Prozent der Frauen gaben an, sehr bzw. etwas interessiert zu sein. Bei den Männern sind es nur 22 Prozent.

Modebewusstsein bei jüngeren Befragten höher

Jüngere Menschen sind mehr an Mode interessiert, als ältere: 50 Prozent der 15- bis 29-Jährigen stufen sich als interessiert ein, bei den Über-50-Jährigen sind es lediglich 31 Prozent. Auch der Beruf hat Einfluss darauf, wie wichtig schicke Kleidung ist: Unter Angestellten und Beamten ist das Interesse größer als bei Selbstständigen, Freiberuflern, Arbeitern und Landwirten. Seit 2007 hat das Bewusstsein an Mode insgesamt leicht abgenommen.

Hervorblitzende Stringtangas, bunte Socken

Dass es überhaupt Modesünden gibt, bejahten vor fünf Jahren 54 Prozent der Befragten, jetzt sind es 60 Prozent, wobei hier die Geschlechter deutlich unterschiedlich einschätzen: 70 Prozent der Frauen glauben an Fehlgriffe, bei den Männern sind es aber nur 49 Prozent. Den wenig schmeichelhaften ersten Platz bei den Frauen-Fauxpas im Berufsleben belegen bauchfreie Oberteile (52 Prozent), gefolgt von Stringtangas, die hervorschauen (47 Prozent), und zu tiefen Dekolletes bei zu viel Oberweite (46 Prozent). Bei Herrenbekleidung rangieren bunte Socken zum Anzug (49 Prozent) vor zu kurzen Anzughosen und Männerröcken (jeweils 48 Prozent).

Weibliche No-Gos in der Freizeit sind hervorblitzende Stringtangas (28 Prozent) sowie dunkle Strumpfhosen zum sommerlichen Blümchenrock und ein zu tiefer Einblick ins Dekollete (jeweils 26 Prozent). Bei den Männern werden kurze Hosen mit kniehohen Socken (37 Prozent) als Modesünde Nummer eins angesehen, gefolgt von zu kurzen Hosenbeinen (34 Prozent) und zu kurzen Ärmeln bei Sakkos (33 Prozent). (APA, 14.12.20212)

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