Telekom Austria könnte bald aus Yesss-Deal aussteigen

14. Dezember 2012, 11:02
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Der Weiterverkauf der Billigmarke könnte die Übernahme von Orange durch "3" gefährden.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, könnte die Telekom Austria schon bald aus dem Yesss-Deal aussteigen. Nach Einschätzung der österreichischen Telekomregulierungsbehörde RTR könnte dieser Ausstieg auch den Verkauf von Orange Austria an "3" negativ beeinflussen, sogar von einem völligen Scheitern der Übernahme wird gesprochen. Wie RTR-Chef Georg Serentschy am Freitag meinte, könnte dies eine kritische Situation für den Zusammenschluss bedeuten.

Einspruch gegen Weiterverkauf

Hutschison will demnach Orange Austria für 1,3 Milliarden Euro kaufen, zuletzt wurde die Übernahme von der EU unter Auflagen genehmigt. Yesss sollte dann an die Telekom Austria weiterverkauft werden. Trotz grünen Lichts seitens EU erwägt die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde, Einspruch gegen den Weiterverkauf von Orange zu erheben. Eine endgültige Entscheidung dürfte es erst in einigen Monaten geben. Gibt es laut Serentschy bis Ende Jänner keine Klarheit für die Telekom, könnte sie aus dem Deal aussteigen.

Frequenz-Verkauf genehmigt

Indes hat die Telekom-Control-Kommission die Akquisition von Frequenzen von Orange Austria durch die Telekom Austira Group genehmigt. Das Spektrum besteht aus 2 x 13,2 MHz an gepaarten Frequenzen, welche folgende Frequenzen inkludieren: 2 x 3,2 MHz im 900 MHz Spektrum; 2 x 5,0 MHz im 2.100 MHz Spektrum und 2 x 5,0 MHz im 2.600 MHz Spektrum. Die Telekom Austria hat zuvor vereinbart, Frequenzen, Basisstationen und die Billigmarke Yesss für 390 Millionen Euro zu kaufen. Der Erwerb dieser Frquenzen hängt aber von der Übernahme von Orange durch "3" ab.

Update 13:00: "Wir sind in freudiger Erwartung", sagte TA-Sprecher Peter Schiefer heute (Freitag) zur APA und widersprach damit Medienberichten, wonach sich die TA mit Hilfe einer Ausstiegsklausel aus dem Geschäft zurückziehen möchte. (red/APA, derStandard.at, 14.12.2012)

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    Der Yesss-Deal mit der Telekom droht zu scheitern

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