Guardian stoppt "Social Reader" auf Facebook

14. Dezember 2012, 11:22

Stattdessen: Mehr soziale Elemente auf der Webseite und neue Kommentarfunktionen zu Beiträgen

Nach vierzehn Monaten dreht "The Guardian" seiner Social-Reader-App auf Facebook ab. Ursprünglich sollte es die Applikation ermöglichen, Artikel auf der Facebook-Plattform zu lesen und verstärkt in Umlauf zu bringen. Diese Erwartungen wurden allerdings nicht erfüllt, weshalb die britische Tageszeitung bekanntgegeben hat, Artikel ab kommenden Montag wieder per Klick auf der eigenen ursprünglichen Nachrichtenplattform zugänglich zu machen. 

Insgesamt zwölf Millionen Facebook-Mitglieder haben die App genutzt, in der Hochzeit verzeichnete "The Guardian" sechs Millionen aktive Leser pro Monat über die Facebook-Vertriebsschiene. Auch wenn der Leserzuwachs nicht nach Plan funktioniert hat und die App nun eingestampft wird, betont die Zeitung dennoch die positiven Lerneffekte aus dem Experiment in Bezug auf den Vertrieb von Nachrichten in Sozialen Netzwerken. 

Neue Social-Funktionen auf der Webseite

In Folge will sich "The Guardian" wieder mehr auf den sozialen Ausbau seiner Kernseite konzentrieren und startet zu diesem Zweck die erste "guardian.co.uk.
Facebook app - football rumours". Zusätzlich wird ähnlich der Seite "Buzzfeed" mit Artikelkommentaren gearbeitet, um sie in Soziale Netzwerke zu tragen. Leser können zukünftig über via "Agree" und "Disagree" ihre Meinung zu Beiträgen kundtun und an Umfragen teilnehmen. (tara, derStandard.at, 14.12.2012)

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7 Postings
Facebook

Nur weil Facebook über eine Milliarde Accounts hat bedeutet das nicht, dass auch alle damit einverstanden sind, alles, was sie konsumieren auch jedem anderen mitteilen zu müssen.

ich installiere keine apps auf meinem fb. wenn jemand einen link zu einem artikel posted und ich einen app brauche, dann mache ich mir die muehe, ihn direkt auf der seite des anbieters zu finden.

warum soll ich eine fb app installieren, die auf alle daten zugriff hat, nur um einen artikel zu lesen, den ich auch über g-suche nach der schlagzeile finden kann?

unnötig³, danke für Ihre investition

Kann man eigentlich gegen die mißbräuchliche Verwendung des Wortes "sozial" klagen?

Wo, bei wem?

Leider nicht mehr.

Zuckerberg hat's bestimmt schon patentieren lassen.

sehr gut. ich hatte das mal probiert, hab dann effektiv aber weniger gelesen, weil ich es nervig war, dass dann immer "geteit" wurde, was ich gelesen habe (das konnte man gewiss unterbinden, aber wer will sich dann schon drum kümmern). mich hat dieses feature eindeutig von der lektüre abgehalten

ging mir ähnlich

ich will nicht, dass alle wissen, was ich lese, genausowenig will ich, dass alle wissen was für musik ich höre (siehe Spotify).

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