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Die Herzinsuffizienz ist eine Krankheit, die durch Luftnot bei Belastung und Abnahme der Leistungsfähigkeit gekennzeichnet ist. Im fortgeschrittenen Stadium ist der Alltag stark beeinträchtigt. Das kann so weit gehen, dass der Patient durch die Herzschwäche ans Bett gefesselt ist. Welche Faktoren bei Herzschwäche zu einer Leistungseinschränkung führen, untersucht das Forschungsvorhaben vonMichael T. Coll Barroso und Thomas Hilberg, Lehrstuhl für Sportmedizin der Bergischen Universität Wuppertal: "Limitierende Faktoren der maximalen Sauerstoffaufnahme bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz".
Die Studie wird sich der systolischen und der diastolischen Form der Herzinsuffizienz widmen. Bei der systolischen Variante besteht eine verminderte Pumpfunktion der Herzkammern, die diastolische Form ist durch eine Versteifung des Herzmuskels gekennzeichnet, die die Füllung des Herzens mit Blut erschwert und so eine verminderte Herzleistung trotz ungestörter Pumpfunktion zur Folge hat.
Dass die Beschwerden bei herzinsuffizienten Patienten durch ein gezieltes Herz-Kreislauf- und Muskelaufbautraining verbessert werden können, ist durch Studien belegt. "Wurden früher Patienten mit Herzschwäche noch angehalten, sich körperlich zu schonen, so gilt heute als gesichert, dass ein regelmäßiges körperliches Training den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflusst", stellt Barroso fest. "Jedoch ist für ein optimales Training von Patienten mit Herzschwäche eine Diagnostik notwendig, die in der Lage ist, die individuellen Faktoren, die die Leistung des jeweiligen Patienten beschränken, offenzulegen."
Für die besser untersuchte systolische Herzinsuffizienz hat sich gezeigt, dass das Ausmaß der Pumpfunktionsstörung des Herzens nur in sehr geringer Beziehung zu den Beschwerden und der eingeschränkten körperlichen Belastbarkeit der Betroffenen steht. "Eine besondere Rolle scheint eher die Skelettmuskulatur zu spielen, insbesondere die Fähigkeit der Muskeln, Sauerstoff aufzunehmen und zu verwerten", sagt Barroso.
Mindestens 100 Patienten werden in der Studie untersucht: 25 Patienten ohne Herzschwäche, 25 beschwerdefreie Patienten mit Zeichen der gestörten diastolischen Herzfunktion, 25 symptomatische Patienten mit diastolischer und 25 symptomatische Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz. "Am Ende der Studie sollen die unterschiedlichen begrenzenden Faktoren bei beiden Formen der Herzschwäche aufgeklärt sein, sodass wir möglichst auch Empfehlungen für ein besseres diagnostisches und therapeutisches Vorgehen werden geben können", ergänzt Barroso. (red, derStandard.at, 14.12.2012)
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