Radiomoderatoren erhalten Morddrohungen nach Kate-Scherzanruf

14. Dezember 2012, 09:45
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Radiochefs werden laut Bericht von Bodyguards bewacht

Sydney/London - Zwei australische Radiomoderatoren, die im Zentrum des Dramas um einen aus dem Ruder gelaufenen Scherzanruf im Krankenhaus von Prinz Williams Frau Kate stehen, haben Morddrohungen erhalten. Die Ermittlungen liefen, erklärte ein Polizeisprecher am Freitag. Zuvor war ein Brief an Moderator Michael Christian beschlagnahmt worden, in dem er gewarnt wurde, "Kugeln mit deinem Namen darauf" warteten auf ihn.

Der Fernsehsender ABC berichtete, bei dem Radiosender 2Day FM seien in den vergangenen Tagen zahlreiche Drohanrufe eingegangen, nachdem sich eine Londoner Krankenschwester nach dem Telefonscherz der Moderatoren das Leben genommen hatte. Laut der Zeitung "Daily Telegraph" wurden mehrere Mitarbeiter des Senders aus Sicherheitsgründen in Hotels untergebracht, das Führungspersonal der Radiostation werde von Bodyguards bewacht.

Moderatoren entschuldigten sich

Die Krankenschwester Jacintha Saldanha war vor etwa einer Woche im König-Edward-VII.-Krankenhaus ans Telefon gegangen, wo Kate wegen Schwangerschaftsbeschwerden behandelt wurde. Am anderen Ende der Leitung gaben sich zwei Moderatoren des australischen Radiosenders 2DayFM als Königin Elizabeth II. und Prinz Charles aus. Sie erkundigten sich nach dem Zustand der Schwangeren. Saldanha stellte den Anruf zu einer Kollegin durch, die entgegen den Vorschriften Auskunft gab. Drei Tage später wurde Saldanha tot im Schwesternheim gefunden.

Die australischen Radiomoderatoren hatten sich am Montag im Fernsehen unter Tränen für ihren Telefonscherz entschuldigt. Seitdem wurden sie nicht in der Öffentlichkeit gesehen und gingen bei 2Day FM nicht mehr auf Sendung. (APA, 14.12.2012)

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    Die zwei Radiomoderatoren von "2Day FM" entschuldigten sich unter Tränen.

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