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"Je enger jemand mit einem Adipösen in Kontakt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, selbst krankhaft übergewichtig zu werden"
Infektionserkrankungen können Diabetes auslösen, und umgekehrt macht Diabetes die Betroffenen anfälliger für Infektionen - dies ist das Fazit der Fortbildungsveranstaltung "Diabetes und Infektion" des Instituts für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München, die Ende November im Klinikum rechts der Isar stattgefunden hat. Überraschendes Ergebnis: Adipositas, die mit dem Typ 2 Diabetes in engem Zusammenhang steht, kann im Hinblick auf das soziale Umfeld ebenfalls als "ansteckend" bezeichnet werden.
Patienten mit Diabetes stellen für den behandelnden Arzt meist eine besondere Herausforderung dar: Erkranken sie an Infektionen, dann muss der Diabetes immer mit behandelt werden. Infektionen können dann auch gravierende Stoffwechselentgleisungen auslösen. Das ist insofern von Bedeutung, weil Diabetes-Patienten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung anfälliger für Infektionserkrankungen sind. Zudem verlaufen Infektionen bei Diabetikern in aller Regel schwerer. Ulrich Seybold von der Klinischen Infektiologie des Klinikums der Universität München diesen Patienten, sich einer jährlichen Grippe- und Pneumokokkenimpfung zu unterziehen.
Manche Erreger wie die Enteroviren stehen darüber hinaus im Verdacht im Zusammenspiel mit anderen Faktoren Diabetes mellitus auszulösen. So tritt die Autoimmunerkrankung Typ 1 Diabetes gehäuft im Kontext mit vorausgehenden akuten Infektionen auf. Ulrike Protzer vom Institut für Virologie der TU München hofft für die Zukunft im Sinne der Diabetesprävention auf die Entwicklung einer Impfung, die gegen eine breite Gruppe der Enteroviren wirksam wäre.
Patienten, die an Parodontitis leiden besitzen ein doppelt so hohes Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken wie Personen mit gesundem Zahnfleisch. Umgekehrt fördert die Zuckerkrankheit die Entstehung von Parodontitis: So ist das Risiko bei Diabetes-Patienten um das Dreifache erhöht. Zahnarzt Jochen Schmidt weist auf Studien hin, die eine Senkung des Langzeitblutzuckerwertes HbA1c nach einer Behandlung der Parodontitis belegen.
Ähnliche Entzündungsprozesse wie bei einer Infektion laufen nach Ausführungen von Martin Füchtenbusch (Forschergruppe Diabetes e. V., Helmholtz Zentrum München) beim Metabolischen Syndrom ab: Jahrelange Überernährung kann zu einer "metabolischen Inflammation" führen. Das Metabolische Syndrom inklusive viszeraler Adipositas begünstigt die Entstehung von Typ 2 Diabetes. "Körperliche Aktivität und nicht übermäßig essen haben eine antiinflammatorische Wirkung", so Füchtenbusch. "Ebenso werden derzeit antiinflammatorische Medikamente bei Menschen mit einem hohen kardiovaskulären Risiko in großen Studien auf ihre Wirksamkeit hin untersucht."
Eine ähnliche Therapieempfehlung - Sport und Gewichtsreduktion - gibt Roland M. Schmid, Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik am Klinikum rechts der Isar, im Hinblick auf eine Erkrankung der Leber im Rahmen des Metabolischen Syndroms, NASH (Nonalcoholic Steatohepatitis). Dabei handelt es sich um eine Fettleber mit zusätzlicher Entzündungsreaktion, die - ohne Einfluss von Alkoholmissbrauch - zur Leberzirrhose führen kann. Zwei Prozent der deutschen Allgemeinbevölkerung sind bereits von dieser nicht alkoholbedingten Zirrhose betroffen.
Jeder vierte Deutsche ist krankhaft übergewichtig - Tendenz steigend. Dabei fällt auf, dass das Metabolische Syndrom gehäuft unter Menschen, die gut befreundet sind, grassiert. Einen Erklärungsansatz liefert Andreas Beyerlein vom Institut für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München: "Je enger jemand mit einem Adipösen in Kontakt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, selbst krankhaft übergewichtig zu werden", so Beyerlein. Es handele sich dabei um einen sozialen, keinen geografischen Effekt. "Im näheren sozialen Umfeld nimmt die Akzeptanz von Übergewicht zu, und Ernährungsmuster von Freunden werden eher übernommen."
Ungesunde Ernährungsmuster beeinflussen langfristig die Darmflora. Sie besteht aus Mikroorganismen, die je nach genetischer Veranlagung in unterschiedlicher Zusammensetzung den Darm besiedeln. Eine dauerhafte kalorienhaltige Ernährung geht jedoch mit einer Veränderung der Darmflora einher, was wiederum Effekte auf den Stoffwechsel, das Immunsystem und die Insulinresistenz hat. Bei der Insulinresistenz reagieren die Körperzellen zunehmend weniger empfindlich auf Insulin, das die Aufnahme des Blutzuckers in den Zellen reguliert. In der Folge entwickelt sich ein Typ 2 Diabetes.
Eine Umstellung auf ballaststoffreiche Ernährung kann nach Aussage von Professor Hannelore Daniel vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan der TU München die Mikroorganismen im positiven Sinne modulieren und damit unter anderem den Glukosestoffwechsel günstig beeinflussen. Daniel fasste ihren Vortrag mit folgendem Appell zusammen: "Sei freundlich zu deinen Mikroorganismen." Man könnte als Ergebnis der Veranstaltung ergänzend zusammenfassen: "Und bekämpfe - wenn möglich - Erreger, die Diabetes fördern."
Möglich ist darüber hinaus eine „Schulung" des Immunsystems: Das Institut für Diabetesforschung, Helmholtz Zentrum München untersucht in zwei Studien die Option einer Art "Impfung" gegen Typ 1 Diabetes. In der Pre-POINT Studie erhalten Kinder aus Risikofamilien ein Insulinpulver, während in der INIT II Studie Kinder und Erwachsene, die bereits Anzeichen einer Autoimmunreaktion zeigen, Insulin als Nasenspray aufnehmen. Das Insulin wirkt in beiden Verabreichungsformen nicht auf den Blutzuckerspiegel ein, sondern trainiert das Immunsystem. Dadurch soll der Ausbruch von Typ 1 Diabetes verzögert oder sogar verhindert werden. (red, 14.12.2012)
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Nonaa wird das nächste Umfeld, die Familie, eher auch ähnlich futtern und dementsprechend aussehen.
Nonaaa wird sich der, mehr noch die Blade eher unter 'Seinesgleichen' wohlfühlen bis verstecken.
Schachspieler verbringen, statistisch gesehen, auch mehr Zeit in Schachspielerkreisen als unter Hundefreunden oder Modelleisenbahnern.
Bei der Familie lass ichs mir einreden, wenn die Eltern den Kindern ungesundes Zeug vorsetzen und die Kinder sich von denen das Zuviel-Futtern abschauen bzw. die Eltern es den Kindern angewöhnen. Aber wir sprechen hier von erwachsenen Menschen. Die lassen sich doch sonst auch nicht ihre Vorlieben von ihren FreundInnen diktieren, jemand der nicht gern tanzt, wird nicht zum Tänzer, jemand, die Rauch nicht mag, nicht zur Raucherin usw. Wenn der oder die neben mir kein Sättigungsgefühl mehr kennt, dann ändert sich dadurch an meinem eigenen Gefühl, zu wissen, ob und wann ich genug hab, rein gar nichts. Und wenn Dicke eher die Gesellschaft von ihresgleichen suchen (ich weiß nicht, ob es so ist), dann liegt es vielleicht am Ausgrenzen durch Dünne.
Was sie wie zu essen hätten...
Ist wohl klar, dass aus Verstehensgründen dicke auch und vorwiegend mit dicken sich befreunden, um sich der Erfahrung nach eben genau solche Sachen zu verhindern. Ist aber jetzt nicht unbedingt rocket science? Oder doch?
meine FreundInnen sind allesamt normalgewichtig bis extrem dünn (letzteres ohne "nachzuhelfen"), mein Mann ist sehr dünn und grad noch normalgewichtig (obwohl er im Gegensatz zu mir frisst wie ein Scheunendrescher). Und ich oute mich jetzt mal, ja, ich bin übergewichtig, und ich schäme mich nicht mal dafür, also immer her mit den roten Stricherln ;-) Niemand, absolut n i e m a n d aus meinem Freundeskreis hat mir deswegen je Vorhaltungen gemacht. Ich suche mir meinen Freundeskreis auch nicht nach dem BMI oder dem äußeren Erscheinungsbild aus, sondern nach Sympathie. "Solche Sachen" muss ich nicht verhindern, das ist eine Frage des Respekts, und ich habe genug Selbstbewusstsein, damit umzugehen, sollte "es" dennoch mal vorkommen.
Nicht dass ich etwas gegen die Untersuchung hätte, aber wie genau ist das bewiesen worden? Die Untersuchung fand in einem Land statt. in dem ein Viertel der Bevölkerung übergewichtig ist, sorry Herr Doktor, aber das kann auch reiner Zufall gewesen sein. Ich halte den geografischen Effekt für weitaus wahrscheinlicher.
Und selbst wenn es stimmen sollte, stellt das noch lange keinen Beweis für einen kausalen Zusammenhang dar...was spricht dagegen dass Dicke einfach die soziale nähe anderer Dicker suchen? Das ist plausibler, als das Menschen auf einmal anfangen in starkem Maße zuzunehmen.
Solange man keine Vergleichsstudien der direkten Auswirkungen hat, bleibt das Ergebnis zwar ein Fakt, aber die Ursache beleuchtungswürdig.
Sorry, verklickt, hab versehentlich rot gegeben.
Also eines bei Grün dazu zählen, eines Bei rot abziehen.
Du hast zum grössten Teil recht. Tatsache ist, es GIBT genetische und epigenetische Defekte (PWS ist ein gutes Beispiel) die zu Übergewicht und Fettleibigkeit führen.
Das sind aber...wenns hochkommt...3-5% der Adiposen Personen, mehr nicht.
Unsereins sucht sich den Freundeskreis genauso nach Sympathie aus wie jede/r andere vernünftige Mensch auch. Mein Mann ist übrigens gertenschlank und ich finden ihn seeehr anziehend. Und er mich, auch wenn Sie es jetzt überraschen mag. ;-)
jetzt wo bewiesen ist dass - ähnlich dem passivrauchen - schon die nähe einer übergewichtigen person eventuell zu gesundheitsschäden führen kann ist der zeitpunkt gekommen um endlich auf allen zucker- und fetthaltigen lebensmitteln ganz grausige warnpickerl anzubringen
ich denke da an extrem adipöse ältere mitmenschen, am besten beim fußnägel schneiden, irgendwas das halt abschreckt
eher unwahrscheinlich , dass ein erwachsener durch den gesellschaftlichen umgang, oder ernährungsgewohnheiten seiner mitmenschen übergewichtig wird. Das trifft eher auf kinder zu , bzw sind die eltern verantwortlich für die gesunde ernährung ihrer kinder. das erlernen sich gesund zu ernähren muss im kindesalter passieren. ( kiga, schule , eltern etc.. )
`ansteckend` :D
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