Vorerst keine Google-Apps für Windows Phone 8

Google will sich auf Android und iOS konzentrieren, bis Microsofts Betriebssysteme marktrelevant werden

Google-Produktmanager Clay Bavor hat bestätigt, dass das Suchmaschinen-Unternehmen vorerst keine weiteren Anwendungen für Windows 8 und Windows Phone 8 veröffentlichen wird. Das berichtet WinFuture.de unter Berufung auf ein Interview von Bavor mit dem Magazin "V3". 

Nur Chrome und Suche

Im Gegensatz zu Android- und iOS-Nutzern wird es vorerst also kein Gmail, Google Drive oder Calendar als Anwendung für Microsofts neue Betriebssysteme geben. Die zwei bereits vorhandenen Apps, Google Chrome und Google Suche, bleiben in nächster Zeit also die einzigen Google-Anwendungen auf Windows-Desktops und Smartphones.

Ausbau Cloud-basierter Lösungen

Demnach gebe es in nächster Zeit keine Pläne für Windows-Apps. Grund für diese Entscheidung ist der geringe Marktanteil der Betriebssysteme. "Wir gehen dorthin, wo die Nutzer sind", so Bavor. Diese seien aber nicht auf Microsofts neuen Plattformen. Sollte sich das ändern, sagt Bavor, wird Google auch dort investieren. Vorerst wolle man sich auf Android und iOS konzentrieren und seine Cloud-basierten Lösungen ausbauen. Cloud-Lösungen hätten bei Google zu fundamentalen Veränderungen geführt, da die Nutzer mittlerweile auf mehreren Geräten arbeiten.

#Droidrage vs. #WindowsRage

WinFuture vermutet aber, dass diese Entscheidung auch mit den Angriffen von Microsoft gegen Google zu tun haben. Diese bezogen sich meist auf die Suchmaschine von Google, so wie beispielsweise die Kampagne mit dem Namen "Scroogled", die die Vorteile von Bing hervorheben soll und Google zudem manipulierte Suchergebnisse bei Online-Shops vorwirft. Auch mit der Twitter-Kampagne #DroidRage zog Microsoft gegen Google ins Feld: Auf Twitter sollten User ihre negativen Erfahrungen mit Android-Smartphones verkünden. Allerdings gab es als Retourkutsche #WindowsRage, bei der User sich über die Negativkampagne von Microsoft als auch Microsoft-Produkte selbst beschwert haben. (red, derStandard.at, 14.12.2012)

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