John McAfee nach Flucht aus Belize angeblich mittellos

Der einstige Millionär behauptet, nichts mehr zu besitzen. Vermögen in Belize zurückgelassen.

Der nach seiner Flucht aus dem zentralamerikanischen Belize in die USA zurückgekehrte US-Softwarepionier John McAfee hat nach eigenen Angaben sein gesamtes Vermögen in dem Kleinstaat zurückgelassen und ist nun mittellos. "Ich habe nichts", sagte McAfee dem US-Fernsehsender ABC am Donnerstag in Miami. Sein ganzer Besitz, darunter Investitionen über 20 Millionen Dollar (15 Millionen Euro) sowie rund 15 Immobilien, sei in Belize zurückgeblieben. 

Kleines Geldbündel

Alles was er noch habe, seien ein paar Kleidungsstücke und Schuhe. Ein Freund habe ihm mit ein wenig Bargeld ausgeholfen, sagte der 67-Jährige und wedelte vor der Fernsehkamera mit einem kleinen Geldbündel. Er habe keine Ahnung, wovon er jetzt leben solle. 

In die USA ausgewiesen

Der 67-Jährige war aus seiner Wahlheimat Belize geflohen, nachdem sein Nachbar vor einem Monat ermordet aufgefunden worden war. Vergangene Woche stellte der illegal nach Guatemala eingereiste McAfee dort einen Asylantrag und wurde kurz darauf festgenommen. Die Behörden in Guatemala-Stadt hatten zunächst seine Auslieferung nach Belize angekündigt. Schließlich wurde er jedoch in sein Herkunftsland USA ausgewiesen. 

Person von Interesse

McAfee weist jede Verstrickung in den Mordfall zurück. Bisher wird er von den Behörden in Belize lediglich als "Person von Interesse" bezeichnet, eine Anklage wurde nicht erhoben. Ein Sprecher der Ermittlungsbehörden in Belize sagte am Donnerstag, es lägen nicht genügend Beweise vor, um einen Haftbefehl gegen McAfee zu erwirken oder seine Auslieferung beantragen zu können. (APA, 14.12.2012)

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