Thailand im Kampf gegen Online-Spieler

28. August 2003, 15:42
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Rollenspiel "Ragnarok" wird zum Dorn im Auge der Behörden - Nächtliche Sperrstunde soll Situation wieder entspannen

Die thailändische Regierung (www.thaigov.go.th) führt eine nächtliche Sperrstunde für Online-Spiele ein, weil es immer mehr Süchtige unter den jungen Spielern gibt. Das berichtete die BBC. Ab dem 15. Juli werden Spiele-Server täglich zwischen 22 Uhr abends und sechs Uhr früh blockiert sein, so Surapong Suebwonglee, Technologie-Minister Thailands. Nach Auffassung der Behörden gerät nämlich die Situation zusehends außer Kontrolle.

Ragnarok sorgt für Aufruhr

Im Speziellen ist die Regierung über die Ausmaße besorgt, welche die Fangemeinde des koreanischen Rollenspiels Ragnarok angenommen hat. Mittlerweile sind mehr als 600.000 Spieler in Thailand registriert, die meisten von ihnen sind Kinder. "In der Tat ist Ragnarok kein gewalttätiges Spiel, aber das Problem ist, dass Kinder süchtig danach werden. Deshalb müssen wir sie davor schützen, in zu langen Perioden zu spielen", so Suebwonglee.

Zehn Stunden Dauerspielen

Bei Ragnarok gibt es kein Zeitlimit, Spiele können durchaus über zehn Stunden dauern, so Suebwonglee im Gespräch mit der BBC: "Spieler werden davon besessen und verlieren ihr Interesse an anderen Aktivitäten." In Thailand haben in den vergangenen Jahren immer mehr Internet-Cafés geöffnet, die sich auf Online-Spiele spezialisiert haben. Eine Stunde kostet hier umgerechnet lediglich 24 bis 48 Cent.(pte)

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