"Nächste Attacke gegen die Frauen"

27. August 2003, 19:31
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SP-Winterauer zeigt Verschlechterungen durch neue Ladenöffnungs-Zeiten auf

Linz - "Nach dem Pensionsraub reitet die Schüssel-Pühringer-ÖVP heute im Parlament mit Unterstützung der FPÖ die nächste Attacke gegen die Frauen. In ihrer Liberalisierungswut dehnt sie die Ladenöffnungszeiten aus und schränkt damit die Rechte der 300.000 Handelsangestellten - davon 200.000 Frauen - ganz entscheidend ein", zeigt SP-Landesgeschäftsführer Reinhard Winterauer auf. Künftig darf an Werktagen von 5 bis 21 Uhr, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 5 bis 18 Uhr gearbeitet werden. Bei "besonderem regionalen Bedarf" können die Geschäfte auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet werden. Auch das Recht, jeden zweiten Samstag frei zu haben, wird abgeschafft.

Was ist mit den Kindern?

"Wie die vielen Frauen im Handel in dieser Zeit ihre Kinder versorgen sollen, ist der ÖVP, die sich so gern als Familienpartei bezeichnet, völlig egal. Eine gleichzeitige Erweiterung von Kinderbetreuungsmöglichkeiten etwa wurde nicht einmal angedacht", empört sich Winterauer.

Damit betreibe die ÖVP eindeutig Politik gegen die Familien und für die großen Handelsketten. In der Bevölkerung sei von einem Bedürfnis nach längeren Öffnungszeiten nichts zu spüren: 92 Prozent der OberösterreicherInnen hätten sich mit den bestehenden Zeiten zufrieden erklärt.

Beschwichtigungen

"ÖVP-Chef Pühringer hat es wieder einmal verabsäumt, seinen Einfluss in der Bundesregierung zu nutzen, um diesen gravierenden Anschlag auf die Arbeitnehmerrechte zu verhindern. Seine Beteuerungen, in Oberösterreich sei an keine Ausweitung der Öffnungszeiten gedacht, sind ein erneuter Beschwichtigungsversuch und schützen die vielen Frauen im Handel nicht wirklich vor drohenden Verschlechterungen. Pühringer hat bekanntlich nicht zum ersten Mal klein beigegeben, wenn es darum geht, die Interessen der ÖVP-Klientel gegen die Interessen der ArbeitnehmerInnen durchzusetzen", zeigt Winterauer auf. (red)

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    Ladenöffnung auf Kosten der Frauen - Wer betreut die KInder?
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