Wissen als besonderer Firmenwert

20. Oktober 2003, 16:28
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Büroangestellte verlieren etwa die Hälfte ihrer Zeit durch die falsche Verwaltung von Wissen

Die Weiterbildung der Mitarbeiter und das Verwalten des Wissens im Unternehmen scheinen ein immer bedeutenderer Wettbewerbsfaktor zu werden. "Wissen wird neben Kapital und Arbeit zum neuen zentralen Unternehmenswert. Auslöser dafür sind die steigende Innovationsgeschwindigkeit und die zunehmende Komplexität von Technologien und Dienstleistungen", skizzierte Klaus Tochtermann, Geschäftsführer des Know-Center Graz, unlängst bei einer Veranstaltung der APA-E-Business-Community.

Bei Büroangestellten gingen laut Studien 40 bis 60 Prozent ihrer Zeit durch die falsche Verwaltung von Wissen verloren. Arbeitgeber büßten dadurch zwölf bis 15 Prozent ein, so Tochtermann. Bei der Einführung von Wissensmanagement im Unternehmen müsse daher das Topmanagement kontinuierlich miteinbezogen werden, ein "Champion" als zuständiger Ansprechpartner gefunden und "QuickWins" - also schnelle Erfolge - für die Mitarbeiter erzeugt werden.

Bedürfnisse bestimmen die Technologie

Zu beachten sei jedoch, dass die Bedürfnisse die Technologie, die letztendlich eingesetzt wird, bestimmen. Um den Nutzen sichtbar zu machen, könnten Messverfahren, bei denen man über Indikatoren die Veränderung im Unternehmen misst, durchgeführt werden.

Bis 2004 würden bereits 65 Prozent der Unternehmen im industriellen Sektor eine Wissensmanagement-Lösung implementiert haben. Neben einer technischen Plattform für das Wissensmanagement seien aber qualitative, relevante und verlässliche Inhalte notwendig. (DER STANDARD Printausgabe, 5./6.7.2003, gro)

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