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Wien - Der Historiker Oliver Rathkolb analysierte neue Dokumente des Dirigenten Herbert von Karajan. Darin erregt sich dieser etwa über die "verjudete Volksoper" - was dokumentiert, dass Karajan nicht bloß ein politischer Opportunist, sondern klar antisemitisch eingestellt war.
Seine Ergebnisse präsentiert der Zeithistoriker genauer am Freitag, 14. Dezember, nachmittags im Rahmen des Workshops "Universität und ihre (Zeit)Geschichte" an der Universität Wien unter dem Vortragstitel "'Geschichte(n) einer Karte': Anmerkungen zur Wechselbeziehung zwischen Nationalsozialismus und Künstlern am Beispiel von Herbert von Karajans NSDAP-Mitgliedschaft". (APA, DER STANDARD, 14.12.2012, red.)
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Biografien großer künstlerischer Zeitgenossen von Karajan - um einiges maßgeblicher als "Orchester-Musiker, die UNTER ihm gearbeitet haben". Die Ludwig und die Janowitz schwärmen heute noch von dem Klangteppich, den er ihnen zu Füßen legte.... Was da der dritte Zwerg am Triangel dazu meint: wen schert das schon außer vielleicht Sie.....
einer Vierteljüdin, von welcher er sich im Gegensatz von z.B. Familie Heller NICHT scheiden ließ obwohl er massive Nachteile dadurch hatte? Nachzulesen bei Osborne. Auch sein Faible für Richter, Oistrakh und Rostropowitch, dem wir das traumhafte Triplekonzert verdanken, unterstreicht seinen Antisemitismus und schon Y. Menuhin hat diese ganze Kaffeesatzleserei als Idiotie bezeichnet!
nach damaligen Gesetzen wirklich nicht. Aber vielleicht darf ich Nathan Milstein zitieren: 'Die Parteimitglidschaft an sich beweist noch nichts. Die exzellenten sowjetischen Geiger Oistrach und Kogan traten zu Stalins Lebzeiten in die KP ein. Heißt das schon, daß sie Stalins Verbrechen unterstützten?' Die Stelle des Dresdner Opernchefs ging an Elmendorff, Hausdirigent an der Staatsoper Berlin wurde er auch nicht. Feb. 1942 dirigierte er zum letzten mal dort die 'Carmina burana'. Das ist die 'tolle Parteikarriere'.
Allein der Begriff "Vierteljüdin" ist ja schon eine reine Perversion der NS-Rassenlehre. Das heißt nichts anderes, als dass es sich hier um Menschen handelt, die für Außenstehende niemals als "jüdisch" zu identifizieren sind, weil sie bloß einen jüdischen Großelternteil haben - und natürlich in einem christlichen Haushalt aufgewachsen und erzogen wurden.
Zudem war einer ihrer Fans der Reichspropagandaminister persönlich - und da wird über das "jüdische Viertel" schon mal locker hinweggesehen. Und dem ohnehin betont linientreuen Gatten wird man auch keine Probleme machen.
Antisemitismus muss nicht gleich pathologischer Hass auf Juden sein - notorische negative Vorturteile (mit Ausnahmen für Kollegen/Bekannte) reichen da auch schon.
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