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Zürich - Die Großbank UBS muss wegen des Libor-Skandals möglicherweise tief in die Tasche greifen. Um die Ermittlungen von amerikanischen und britischen Behörden beizulegen, sollen die Schweizer mehr als eine Milliarde Dollar zahlen (765 Mio. Euro), berichtete die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person.
Die Behörden und die UBS wollten sich nicht äußern. Die Strafe könnte bereits in der kommenden Woche bekanntgegeben werden, hieß es in den Kreisen. Noch werde hinter den Kulissen über die genaue Höhe gerungen.
Der UBS wird vorgeworfen, dass sie gemeinsam mit anderen Banken den Libor manipuliert hat, um sich so Vorteile zu verschaffen. Der Libor ist der Referenzzins für viele Finanzgeschäfte.
Sollte die UBS tatsächlich mehr als eine Milliarde Dollar berappen, wäre es die bisher höchste Strafe in Sachen Libor und mehr als doppelt so hoch wie die für Barclays. Die britische Großbank hatte im Sommer eingeräumt, den Libor zumindest teilweise manipuliert zu haben. Barclays zahlte im Sommer 290 Mio. Pfund oder umgerechnet 468 Mio. Dollar.
Seitdem ermitteln weltweit Behörden gegen Banken. Darunter ist auch die Deutsche Bank. Die Ermittlungen sind jedoch komplex. Eine Betrugsabsicht ist den Instituten vor allem wegen der intransparenten Methoden zur Festsetzung des Zinssatzes schwer nachzuweisen. Daher sind die Behörden oft auf Vergleiche aus. (APA, 13.12.2012)
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Derivate im Umfang von weltweit 720 Billionen USD sind zu mehr als 99% Kreditfinanziert. Bei einer Zinsmanipulation von nur 0,1% sind das 720 Milliarden. Für jede der 26 Großbanken -die an der Libor-Zinsmanipulation beteiligt waren- wären das 27,7 Mrd./Jahr
So gesehen, ist auch eine Strafzahlung von 1 Mrd. nicht mehr, als wenn ein Bankräuber mit 27.000 Euro Beute sein Problem aus der Welt schafft, indem er sich mit dem Ankläger auf die Zahlung von 1.000 Euro (zwei Fünfhunderter) Strafe vergleicht, und sich damit von jeglicher weiteren Verfolgung freikauft.
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