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Komponentenfertigung und...

...deren Bearbeitung bei Fleurier Ebauches.

Chopard "Superfast Automatic"

"Superfast Chronograph"

Im Städtchen Fleurier entstehen Chopard-Kaliber unterschiedlichster Ausprägung.

Montage eines Uhrwerks.
1860 richtet Louis Ulysse Chopard in einem alten Fachwerkhaus sein eigenes Uhrenatelier ein. Kurz darauf lässt er an die Fassade seinen Firmennamen "L.U.C." pinseln. Damit ist eine neue Uhrenmarke entstanden, denn seine Vorfahren haben, wie hier oben vielfach üblich, nur im Lohnauftrag für andere Auftraggeber gearbeitet. Aber der ehrgeizige Uhrmacher strebt nach Höherem, und zwar nach Präzisionsuhren mit eigenem Logo. Den Beleg für die Bewältigung dieser Herausforderung liefert die Schweizer Bundesbahn, welche an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert bei Chopard Dienstuhren bestellte.
1912 reist der ambitionierte Geschäftsmann erstmals ins zaristische Russland. Bald darauf ticken selbst am Hof des Zaren Nikolaus II. Alexandrowitsch Uhren mit der Aufschrift L.U.C.
1920 ist die Verlegung des Firmensitzes ins mondäne Genf nur eine logische Konsequenz. Zug um Zug setzt Chopard auch auf zunehmend nachgefragte Armbanduhren. Für anspruchsvolle Frauen gibt es vorwiegend Schmückendes, für Herren eher Sachliches. Ob das Produktspektrum auch Chronografen umfasste, lässt sich aus den Archiven nicht erfahren.
1963 steht Gründer-Enkel Paul André Chopard vor einer schwerwiegenden Entscheidung. Keiner seiner Nachkommen interessiert sich für das mühsame Uhrengeschäft. Als Käufer findet sich die deutsche Familie Scheufele, welche seit dem Beginn des vorangegangenen Jahrhunderts nahe Pforzheim auch Uhren namens Eszeha produziert. Seitdem verzeichnet Chopard in puncto Uhren- und Schmuckfertigung eine stürmische Aufwärtsentwicklung.
1996 entstehen im gleichermaßen malerischen wie abgeschiedenen Städtchen Fleurier eigene hochwertige L.U.C.-Kaliber unterschiedlichster Ausprägung. Neben Handaufzugs- und Automatikwerken gibt es zwischenzeitlich auch Komplikationen wie Tourbillons und Chronografen.
1997 Vater Karl und Sohn Karl-Friedrich Scheufele lieben Oldtimer. Daher ist es mehr als logisch, dass Chopard die legendäre "Mille Miglia" sponsert. Tempo und Überholmanöver waren von 1927 bis 1957 angesagt. Dann führen die vielen Unfälle zum Aus für dieses spektakuläre Rennen. Die Renaissance im Jahr 1988 rückte Zuverlässigkeit und Präzision in den Vordergrund. Und das rief Chopard als Hauptsponsor auf den Plan. Beim Start darf jeder Fahrer auf "la corsa più bella del mondo" ein Exemplar der jährlich neugestalteten Chopard-Mille-Miglia-Uhr entgegennehmen. 1997 ist dies erstmals ein 39 mm großer Edelstahl-Chronograf mit dem Automatikkaliber 2894-A2. Dabei handelt es sich um eine Konstruktion, bei der die Eta das Schaltwerk mit 30-Minuten- und 12-Stunden-Totalisator auf der Vorderseite des Bestsellers 2892-A2 montiert.
2006 verzeichnet die Chronik des ersten, gleich durch drei Patente geschützten Chronografenkalibers aus eigener Chopard-Manufaktur nicht weniger als 25 Mitarbeiter unterschiedlichster beruflicher Qualifikation und 16.000 Mannstunden an Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Wer den Ko-Präsidenten Karl-Friedrich Scheufele nur ein wenig kennt, weiß sehr genau, dass es sich beim L.U.C 03.02-L (10 CF) nicht um chronografische Standardkost handeln kann. Über vier Hertz Unruhfrequenz, die klassische Schaltradsteuerung der Funktionen und die zur großen automobilen Leidenschaft passende Druckkupplung hinaus, betritt die Familienmanufaktur in weiten Bereichen zeitschreibendes Neuland. Bei der Nullstellvorrichtung für den Chronografenzeiger sowie die 30-Minuten- und Zwölf-Stunden-Totalisatoren kommen bewegliche Hämmer zum Einsatz. Analog zu Repetitionsuhren gibt es eine patentierte Alles-oder-nichts-Sicherung. Der Rotor mit wartungsfreiem Keramikkugellager kooperiert mit einem patentierten Planetenrad-Getriebe. Alle beide versorgen die Zugfeder mit Energie für 60 Stunden Gangautonomie. Weitere Merkmale des Einzigartigen: Die Betätigung des Nullstelldrückers in der Zeitstellposition der Krone lässt die kleine Permanentsekunde zum akkuraten Stellen der Uhrzeit unverzüglich in die Senkrechte springen. Dabei hält die Unruh ebenfalls an. Die anlässlich des Zehn-Jahr-Jubiläums der Chopard-Manufaktur vorgestellte Konzeptuhr L.U.C Chrono One gibt es in einer auf 100 Weißgold-Exemplare limitierten Edition.
2008 bringt dann die Serienfertigung des anspruchsvollen Chronografenkalibers aus eigener Manufaktur in Gestalt des L.U.C 03.03-L (11CF). Die Techniker und Uhrmacher haben sich zwei Jahre Zeit gelassen, um ihr zeitschreibendes Erstlingswerk mit 28,80 mm Durchmesser und 7,60 mm Bauhöhe gründlich zu überprüfen und zu optimieren. Natürlich bleiben die besonderen Funktionen erhalten. Eine Flyback-Funktion gestattet Nullstellung und Neustart des Chronografen mit einem einzigen Knopfdruck.
2012 Weil die Swatch Group 2002 unmissverständlich wissen ließ, dass sie sich schrittweise aus der Lieferung von Eta-Kalibern an Dritte zurückziehen werde, reifte bei Chopard der Plan, preisgünstigere Manufakturkaliber selbst zu entwickeln und auch zu fertigen. Der Kauf, die ökologische Renovierung und zukunftsweisende Ausstattung eines weiteren Fabrikgebäudes führte ab dem Jahr 2008 sukzessive zur Chopard-Tochter Fleurier Ebauches, die künftig mechanische Uhrwerke auf stärker industrialisierter Basis von A bis Z herstellen wird. Die noch kleine Produktpalette krönt ein nagelneuer Automatik-Chronograf, abgeleitet von Kaliber 11 CF. Das COSC-zertifizierte 03.05-M mit Schaltradsteuerung kann auf die Achtelsekunde genau stoppen. Zu seinen weiteren Merkmalen gehören Friktionskupplung, 30-Minuten- und Zwölf-Stunden-Zähler, Temposchaltung und Fensterdatum. Modernste Maschinerie macht dieses möglich, Brücken, Kloben und Rotor einen markanten, durchbrochenen Engine-Look zu verleihen.Die ersten Exemplare der neuen "Superfast"-Linie gibt es nur in Massivgold. Ab der Baselworld 2013 sollen diese Manufaktur-Chronografen zu Preisen von rund 8000 Euro auch in Edelstahl erhältlich sein. (Gisbert L. Brunner, Rondo, DER STANDARD, 14.12.2012)
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besonders die marine serie enthält einige stücke, die immer wieder mein interesse wecken. entscheiden konnte ich mich noch für keine un, aber das kommt ja vielleicht noch.
bei manchen (freak, sonata streamline..) geht mir das design aber zu weit. das würde mir wohl nach ein paar jahren nicht mehr gefallen.
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