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Die Wiener Schnecke darf sich an allerlei grünen Delikatessen laben, bevor sie auf dem Teller landet.
Die europäische Landwirtschaftspolitik verteilt zwar viele, viele und noch mehr Steuermilliarden an die Bauern des Kontinents - und zwar vorzugsweise an jene, die besonders groß, industrialisiert und monokulturell unterwegs sind. Schön langsam scheinen sie aber auch in Brüssel draufzukommen, dass mit so einem Konzept ganz unvermeidlich die Kultur in der Agrikultur dran glauben müssen wird.
Unter anderem, weil unter solchen Voraussetzungen niemand, der es sich irgendwie aussuchen kann, noch Bauer sein will: Schon heute sind nur noch sechs Prozent der europäischen Landwirte jünger als 35 Jahre. Offenbar als eine Gegenmaßnahme hat die EU einen Innovationspreis für junge Bauern ausgeschrieben.
Das allein wird zwar nicht helfen, aber wenigstens war die Preisverleihung in der vergangenen Woche erfreulich für Österreich: Mit Andreas Gugumuck, der in Wiens zehntem Bezirk seit einigen Jahren Weinbergschnecken züchtet und verarbeitet, hat einer unserer Bauern den ersten Preis gemacht - und verdienterweise dazu. Gugumuck züchtet auf einem Gemüseacker in Rothneusiedl an die 500.000 Schnecken, die sich an Sonnenblumen, Mangold, Fenchel und anderen Delikatessen laben, bevor Gugumuck sie durchaus aufwändig weiterverarbeitet. Schön, wenn ein so mutiger Plan so toll aufgeht! (Severin Corti, DER STANDARD, 15.12.2012)
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Die Landwirtschaft wird den Weg der Industrialisierung gehen. Etwas verspätet aber doch. Die Einzeluntermehmensbauern werden verschwinden und statt dessen kommen Firmen die halt Pflanzenbau und Viehzucht betreiben.
Das ist der logische Weg im Kapitalismus. Das kann einem Gefallen oder nicht.
Den vielen kleinen Schustern weint auch kaum jemand eine Träne nach. Das Gewerbe bedienen auch schon seit Jahrzehnten große Ketten.
Kleine Spezialisten in Nieschen werden sich halten können. Der Herr Gugumuck ist vermutlich einer davon.
Und wer glaubt, die Agrarförderungen dienen den Bergbauern, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.
also nicht in den bergregionen, waldviertel, steiermark, süd-/mittelburgenland....
auch jetzt ist schon der großteil unserer lebensmittel industriell gefertigt, viel wird sich da nicht mehr ändern.
die landwirtschaft ist den weg der industrialisierung bereits weitgehend gegangen, das ist kein zukunftsszenarion.
massentierhaltung, monokulturen, alles da.
die essenz an der industrie ist ja die nutzung von skalenerträgen ein großer stahlkocher ist einfach effizienter als die chinesischen hinterhofstövchen aus den großen sprung nach vorn..
in kleinräumiger landschaft ist das ein bisserl schwer umsetzbar, was die ausrüstung anbelang ist die saisonalität potenziell hinderlich. aber überall dort, wo diese faktoren nicht im weg stehen, ist die industrie bereits realität.
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