Nationale Banken an die Kandare

Kommentar | Thomas Mayer, 13. Dezember 2012, 21:13

Die Schaffung einer strengen Aufsicht ist zum Schutz des Euro zwingend nötig

Für Österreich kommt der Beschluss zur Einführung einer grenzüberschreitenden Bankenaufsicht in der Eurozone genau zur richtigen Zeit.

Denn in einem Land, dessen Regierung eine durch und durch korrumpierte Exlandesbank wie die Hypo-Alpe-Adria-Bank in Kärnten nur durch Milliardenspritzen vor der Pleite bewahren konnte, lässt sich der Sinn dieses Unterfangens gut nachvollziehen. Der Skandal und die Urteilsausfertigung im Prozess Birnbacher, die aberwitzige politische Einflussnahme in "Geschäfte" der Bank zutage förderten, sind ja noch druckfrisch.

Vor allem aber wird das Land in diesen Tagen vom Millionenkasino in der Salzburger Landesregierung erschüttert. Wie das gelaufen ist, weiß noch niemand ganz genau. Aber ähnlich wie im Fall der Kärntner Hypo lässt sich jetzt schon zweierlei sagen:

Hier wurden von Banken und Dilettanten in der (politischen) Verwaltung höchst windige Geschäfte gemacht. Aber niemandem, keiner (unabhängigen) Finanzaufsicht (FMA), keinem Rechnungshof, keiner Oesterreichischen Nationalbank will je irgendetwas Unverantwortliches aufgefallen sein. So wie die Öffentlichkeit ebenso erstaunt zur Kenntnis nehmen dürfte, dass die Stadt Wien nicht weniger als ein Drittel ihrer Schulden in Schweizer-Franken-Krediten - zwei Milliarden insgesamt - stecken hat, mit Buchverlust von derzeit 300 Millionen Euro.

Die FMA hat die Banken zwar angewiesen, die weitverbreiteten Frankenkredite abzubauen, weil der Franken so stark wurde. Zehntausende Private werden diesbezüglich gequält. Aber Wiens Stadtregierung und die FMA kümmert das offenbar nicht. Sie behält das Obligo und das Risiko.

Billige Schuldzuweisung wäre unangebracht: Aber diese Fälle zeigen doch gewisse Schwächen eines kleinen Finanzplatzes wie Österreich auf. Mit den Regeln nimmt man es im Zweifel nicht so genau. Dass einige Großbanken in Osteuropa ziemlich riskant aufgestellt waren (oder sind?), sorgte zwar kurz für Erschrecken. Aber folgte dem eine systematische Korrektur durch die Regierung? Nein.

Von den Banken, die jedem erdenklichen Geschäft und Gewinn nachlaufen, solange man sie daran nicht hindert, ist diesbezüglich wenig zu erwarten. Wie auch? Bei ihnen regierte in einem Jahrzehnt der Totalliberalisierung im freien Binnenmarkt in Europa nur die nackte Gier.

So kamen die Banken in Irland und in Spanien ins Wanken, durch abenteuerliche Immobiliengeschäfte. In der Folge kippten ganze Regierungen, wurden Staatsschulden ins Extreme gesprengt, konnte nur eine gewaltige gemeinsame Kredithilfe der Europartner (noch) Schlimmeres verhindern.

Genau das war der Grund, warum die Regierungschefs vor einem halben Jahr den Auftrag gaben, eine bei der Euro-Zentralbank angesiedelte strenge Kon trolle anzusiedeln. Den nationalen Versagensexzessen musste ein Riegel vorgeschoben werden. Nur so werden sich frei in der Union bewegende Banken wieder einfangen lassen. Bis dahin ist es ein weiter Weg, müssen erst noch viele juristische, technische und organisatorische Hürden aus dem Weg geräumt werden.

Aber die Richtung stimmt. Eine Eurozone, die sich und ihr Geld ernst nimmt, muss alles tun, um die Währung und die Wirtschaft ganz praktisch zu schützen. Die transnationale Aufsicht und Regelung der Banken ist dabei ein unumgänglicher Schritt. Aber eben auch nur einer von vielen. (Thomas Mayer, DER STANDARD, 14.12.2012)

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die Maus die brüllte ?

Ist damit die Erpresserpartie:
Großbanken geben keine Kredite mehr,
folglich bricht die Wirtschaft zusammen,
folglich hohe Arbeitslosigkeit,
folglich brechen die Politiker zusammen, weil sie Angst haben nicht mehr gewält zu werden,
folglich werden den Großbanken wieder millionen Steuergelder in den Rachen geschoben.
Weiter gehts beim Anfang.
Wer sind die Elefanten ? die Großbanken oder Abzockkonstrukte
Wer sind die Mäuse ? die durchs Sparen immer mehr abgemagerten staatlichen Kontrollinstrumente unter dem Motto "Weniger Staat, mehr privat !"

man macht den Bock zum Gärtner

die EZB ist bekanntlich zu einer Zweigstelle von Goldman&Sachs geworden. Da wollen sie uns weismachen dass das wegschauen und vertuschen ein Ende hat. Im Gegenteil: das versagen der nationalen Aufsicht war noch harmlos im Gegensatz zu dem was uns hier blüht.

Die EU kann nicht einmal das Global-Budget von Griechenland oder die einfachste Subventionen kontrollieren will jetzt aber auf einaml auf Banken machen

Vielleicht sollte man auch einen Mayer und seinen Brüsseler Freunden erklären dass einfach beschließen und dann nichts zusammenbringen zu wenig ist.

Und deshalb wird die Bankenaufsicht genauso wenig funktionieren wie die alles in Brüssel nur so lange funktioniert so lange wir einfach Geld überweisen und so jedes Versagen zu decken.

(Ganz abgesehen davon ist Brüssel ein komischer Ort: man schickt die Nationalen Versager hin und kaum sind sie dort angekommen meint jeder von denen er ist nun ur-super und kann den Nationalstaaten alle möglichen Tips geben - obohl gerade Brüssel nichts aber wirklich nichts auf die Reihe bringt)

Wieso sollte man den "Euro schützen"?

Ich dachte das wird die härteste Währung der Welt? Kein Land wird jemals für die Schulden anderer aufkommen? Was haben die "nationalen Banken" mit dem Euro zu tun? Sind die nationalen Banken im Besitz der EZB? Oder wie?
Oder will der geneigte Autor behaupten der Euro sei im Besitz der nationalen Banken? Wenn letzteres, wozu brauchen wir dann die EU und die EZB wenn der Euro den nationalen Banken gehört.

Also man kann den Artikel drehen und wenden wie man will. Wenn man ein bisschen Bernd Senf und Prof. Sinn gehört und gelesen hat, dann wird der ganze Artikel immer mehr zur Lachnummer?

Klingt wie Gehirnwäsche, die EU kontrolliert die Banken um den Euro zu retten. Die Wahrheit ist, wir zahlen für die Banken um den Euro zu retten.

Nächster Schritt: Bankeninsolvenzrecht

Wenn als nächstes ein EU-weit gültiges und vereinheitlichtes Bankeninsolvenzrecht ausgehandelt und eingeführt wird, kann man der Zukunft schon ein wenig gelassener entgegensehen.

Damit wäre auch für Banken eine geordnete Pleite möglich - eine Bank könnte rechtzeitig zu einer Änderung der Strategie oder zur Verkleinerung gezwungen werden.

Solange dies allerdings nicht beschlossen ist, bleiben die vereinigten Steuerzahler Europas weiter in der Geiselhaft der Boniempfänger von Raika & Co

blablabla

Warum nur EU weit? Ich möchte ein intergalaktisches Bankenbevollmächtigungsgesetzt - bei dem auch die dunkle Materie (immerhin 90 %) einbezogen wird.

Mit kleinkariertem Denken werden sie nicht weiter kommen.

Noch einfacher wäre es man schafft die Staatsschulden ganz ab:
http://niveus.at/schuldenrueckkauf

, dann können wir wieder zu Hause am Kamin sorgenfrei nasenbohren.

Sie haben sich Mühe gemacht.

Keine Frage.

Zwei persönliche Bitten an Sie:

1) Entdecken Sie den Humor wieder für sich (Sarkasmus und Ironie sind für den Blutdruck kontraproduktiv)

2) Die Folgen, des von Ihnen propagierte Modells, kann man heute bereits in Japan mit Schrecken mitverfolgen:

Der japanische Staat ist vor allem im eigenen Land verschuldet.
Rund 95 Prozent der Staatsanleihen gehören heimischen Banken, Versicherungen und den eigenen Bürgern.

Folge: Staatsverschuldung bei 200% des BIP

Prost Mahlzeit, wenn Japan - weil im Inland dort keiner mehr will oder kann - auf die Märkte zugehen muss.

Ham ma an schlechten Tag erwischt? lol

Hab da was vom Hrn. Ringelnatz für Sie (hilft den Blutdruck zu senken - ist gut fürs Herzilein).

Denn, mit Sarkasmus und Ironie klappt das leider nicht so gut.

Von daher:
"Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt."

(Joachim Ringelnatz)

Eine kreditfinanzierte Umschuldung mit japanischen Modell zu vergleichen ist schlicht Inkompetenz.

Betreiben sie eine Apotheke? Dann nehmen sie bitte die Pillen wo "konzentrationssteigernd und gegen Leseschwäche" drauf steht.

Die EU-Bankenaufsicht ist reine Augenauswischerei. Was wir wirklich brauchen ist eine EU-Finanzmarktaufsicht, die Hochrisikospekulationen zu Lasten der Steuerzahler verbieten kann damit Spekulanten auf ihren faulen Eiern sitzen bleiben.

http://www.wienerzeitung.at/meinungen... litik.html

nicht zwingend, aber alternativlos! ;-)

...und schon wieder alles für die BANKEN,...

...der Staat hat NICHT den Banken zu helfen, sondern den Bürgern.
Alles was für die wichtig wäre wird auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben.
Wo ist die Einlagensicherung ?
Wo sind die Regeln zur Auflösung maroder banken ?

Und dazu der RAIKA Rothensteiner: warum sollen wir den VB helfen ?

Geht mir mit den Banken genau so....

Propaganda Pur: Der Vergemeinschaftungs-Terrorismus ist nicht mehr zu ertragen.

Ich kann mir mittlerweile, und da bin ich nicht ganz alleine, wieder einen Weltkrieg vorstellen.

Es ist die mörderische Verbindung: Banken, Konzerne, Medien und Politik in trauter Selbstgefälligkeit.

Die Politiker spielen nur noch so gut es eben geht Demokratie.

Ich denke wir werden leider einen 3. Weltkrieg erleben. Dieser wird nicht zwischen Ländern geführt werden, sondern gegen jeden einzelen Bürger. Egoismus, Gier und Gewohnheit haben ein höllisches System hervorgebracht: Einer gegen alle. Alle gegen Einen.

Der 3. Weltkrieg wird keinen Anfang und kein Ende haben. Er wird durch niemanden begonnen, verloren oder gewonnen. Er wird einfach nur da sein, weil es ihn gibt.

Da helfen auch meine lächerlichen Weltrettungsversuche nichts. Es hilft mittlerweile nicht mehr mitten in einer Schuldenkrise mit bis zu 50 % Arbeitslosigkeit, den Politikern und Journalisten vorzulegen ein erprobtes Konzept zu Staatsentschuldung - es wird nicht mehr wahrgenommen:

http://niveus.at/schuldenrueckkauf

Als würden nun alle bereit sein, Es auf sich zukommen zu lassen ... Ein neues „Abenteuer“ – die totale Kontrolle und Überwachung durch das System.

Glücklich die, die keine Kinder haben.

Selbstgefälliges Gejammer

"Glücklich die, die keine Kinder haben"....blablabla

Von sich ins "Hoserl" machen wurde noch nichts verändert.

Unser Stimme aus Brüssel erkälrt den dofen Österreichern wieder die Welt

komisch wie wir ohne Brüssel leben konnten, wo doch Brüssel und erst die Euro-Zone so super alles auf die Reiher bekommt und wir so unfähig sind.

Schön

in den 80er und 90er Jahren hat man nach und nach Restriktionen abgebaut um nach 4 Jahren Krise drauf zu kommen, ma wir können den Banken doch nicht ganz vertrauen, vielleicht brauchen wir eine Kontrolle.

Wenn man in diesem tollem Tempo weiterarbeitet wird diese Aufsicht 2018 handlungsfähig sein und die ersten Ergebnisse wird man schon um 2030 herum erhalten.

Zentralbehörden haben kläglich versagt - nun wird der Wahnsinn monströser.

Verantwortung heisst, die Folgen eines Fehlens selbst tragen.Die Verschiebung von 'Verantwortung' nach "Oben" und die Vergemeinschaftung der Folgen eines Fehlens verwirkt überlegtes Handeln der Akteure. Europa ist wieder ein Stück ärmer.

Eine wichtige Ursache d Krise war Zentralisierung: Die "allwissende" EZB hatte den unterschiedlichsten
Volkswirtschaften d einh.Zins zu niedrig gesetzt. Ein Immobilienboom durch künstliche Kreditausweitung war die Folge, der nicht durch reale Resourcen gedeckt war.Ausgerechnet diese elenden Versager sollen jetzt alles ins Lot bringen??

Nur d Achtung vor den Rechtsprinzipien kann das:Abschaffung d Zentralbanken. Abschaff. d Teilreservesystems. 100% Reservedeckung.No-Bailout. http://tinyurl.com/d2acy8f

Schweden: 82% gegen die Einführung der Schwachsinnswährung Euro

Schweden: Laut aktueller Umfrage sind 82,3% gegen Euro-Einführung, nur mehr 9,6% dafür

http://www.europaportalen.se/2012/12/r... -i-sverige

Schick, wie sich der Herr Mayer aus einer globalen Banken- und Finanzmarktkrise ein "nationales Versagen" herausdestilliert.

Lauter Einzelfälle mal wieder.

Wir brauchen keine (weitere) Bankenaufsicht sondern eine Reform des Geldsystems

Auf Vollgeld umstellen und schon können die Banken pleite gehen wie sie lustig sind - Systemrelevanz ist dann nicht mehr.
Ein netter Nebeneffekt davon wäre, dass auch der Großteil der Staatsschulden damit Geschichte wäre.

Eine Bankenaufsicht ist doch bloß wieder ein Placebo zum ruhigstellen, damit man so weiter machen kann wie bisher.
In 5-10 Jahren wird man wieder nach Deregulierung schreien und das alles wieder abbauen.

Im übrigen gab es bereits vor und nach 2008 eine Banken- und Finanzmarktaufsicht...

"Seltsam"...

warum man nicht schon vor der Gründung der EU auf diese Idee gekommen ist. Als hätte es die 20er Jahre nie gegeben.

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