Präsident Lincoln ist Golden-Globes-Favorit

Isabella Reicher
13. Dezember 2012, 18:21
  • Könnte an "Inglourious Basterds"-Erfolge anschließen: Christoph Waltz - neben Jamie Foxx - in Tarantinos "Django Unchained".
    vergrößern 600x400
    foto: weinstein

    Könnte an "Inglourious Basterds"-Erfolge anschließen: Christoph Waltz - neben Jamie Foxx - in Tarantinos "Django Unchained".

Christoph Waltz mit "Django Unchained" und Hanekes "Amour" ebenfalls nominiert

Los Angeles - Steven Spielbergs Geschichtsdrama Lincoln ist nach Nominierungen Favorit der kommenden 70. Verleihung der Golden Globes: In sieben Kategorien des prominenten Film- (und TV-) Preises mischt er mit. Unter anderem ist Daniel Day-Lewis als bester Hauptdarsteller/Drama vorgeschlagen und Spielberg selbst als bester Regisseur.

Die schärfste Konkurrenz erwächst ihm in Quentin Tarantinos Neowestern Django Unchained - der auch Christoph Waltz zu einem zweiten Globe als bester Nebendarsteller verhelfen könnte - und in Ben Afflecks Politthriller-Stunt Argo (je fünf Nominierungen). Kathryn Bigelows außergewöhnlicher Thriller Zero Dark Thirty über die zehnjährige CIA-Fahndung nach Osama Bin Laden und Ang Lees Romanverfilmung Life of Pi komplettieren das Feld.

Dass Amour, Michael Hanekes wirkungsvolles Kammerspiel über die Konfrontation eines alten Paares mit der eigenen Hinfälligkeit, ebenfalls zu den fixen Größen dieses Filmjahrgangs zählt, zeichnet sich derzeit allerorts in Bestenlisten ab. Nunmehr kann das eben erst mit vier europäischen Filmpreisen ausgezeichnete Werk auch eine Golden-Globe-Nominierung als bester fremdsprachiger Film verbuchen. 2010 nahm Haneke diese Trophäe bereits für Das weiße Band entgegen. Wie damals könnte sich die Faustregel, wonach die Auswahl für die Globes auf jene für die Oscars schließen lässt, auch für Amour (und für Waltz) bewahrheiten.

Hanekes stärkster Herausforderer ist zunächst einmal jedoch der französische Komödienerfolg Ziemlich beste Freunde. Im Gros des Globes-Bewerbs wird der Unterhaltungsfilm streng getrennt vom ernsten Filmdrama geführt: Hier sind als mögliche Jahresbeste David O. Russells schräge Beziehungsstudie Silver Linings Playbook und Tom Hoopers starbesetzte Musicaladaption von Les Misérables (je vier Nominierungen) sowie Wes Andersons zartbitter Inselfilm Moonrise Kingdom, die Tourismuskomödie The Best Exotic Marigold Hotel und die Romantic Comedy Salmon Fishing in the Yemen zu finden.

Die Verleihung der vom Verband der Hollywood-Auslandspresse ausgelobten Preise findet am 13. Jänner 2013 statt. Moderator Ricky Gervais wurde abgelöst, die Profihumoristinnen Tina Fey und Amy Poehler übernehmen.    (Isabella Reicher, DER STANDARD, 14.12.2012)

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 36
1 2

Wieder kann ich mich nur über die Bildzeitung ärgern.

„Wer ist Haneke? Der geborene Düsseldorfer mit österreichischem Pass reiste am Freitag nach Los Angeles.“

Haneke ist in München geboren und nicht in Düsseldorf (und selbst das war seinen Angaben zufolge ein Zufall, weil es das nächste Spital war).

Musste ich mal loswerden, um die Aufrechterhaltung der Hassliebe Deutschland gegen Österreich ist mir wie vielen anderen nix zu blöd. Ernsthaft.

Was US-Filmpreise angeht sucht sich der Tarantino immer die falschen Jahre aus.

Schon damals bei Pulp Fiction ging er recht leer aus, weil Forrest Gump z. B. alle Oscars absahnte.

Ein BioPic über Amerikas Lieblingspräsi von Spielberg mit Day-Lewis in der Hauptrolle? Da werden die anderen keinen Stich machen, egal wie gut deren Filme sind. Die sehen das schon fast als patriotische Pflicht den Film auszuzeichnen.

waaaas

blutzbrüdaz nicht dabei?

der film mit waltz ist ja noch nicht mal in den usa im kino. wie kann der nominiert werden. kennt sich da wer aus? wie sind da die richtlinien.

Naja, es gibt natürlich vorab eine ganze Menge Special Screenings für die diversen Kritikergruppen, Gilden, etc.

Regulär startet der Film noch vor Jahresende, um für die Oscars zugelassen zu sein.

wie sind da die richtlinien.

Die Hollywood Foreign Press Association ist Veranstalter der Preisverleihung, Journalisten wählen die Filme.
Filmkritiker sehen die Filme oft schon Wochen vor der Premiere oder einer Festivalteilnahme.

Diese vielen Filmprämierungen erinnern mich an Hunde- und Katzenwettbewerbe.,.

Dort verleihen einander auch immer wieder die gleichen Teilnehmer gegenseitig prächtige Titel und Urkunden bis es nur mehr Sieger gibt.

gottseidank

von dem lincoln-film wußte ich bis jetzt nichts. hab schon befürchtet, daß sie den preis dem lincoln-vampirjäger-film geben wollten ;-)

is des net so wuascht

ich lass mir doch von so einem dämlichen preis nicht meinen geschmack vorschreiben

Interessant: Wer bei Globes und Oscar die Gewinner wählt.
http://www.movie-college.de/aktuell/f... preise.htm

Django Unchained

ich freu mich drauf, wurscht ob der Film an Preis griagt! :D

Mir geht es genauso.

Die Welt wäre ohne Tarantino ein tristerer Ort.

Tarantino ist gut, Corbucci war besser.

An den rotsrichler: und er war trotzdem besser. Sagen Sie mir einen Tarantinofilm, der einen irgendwie bewegen würde. Sie sind ja ganz lustig, einige auch sehr schlecht (Kill Bill). Von Corbucci gibt es viele schlechte, aber Django oder Il grande silenzio (Leichen pflastern seinen Weg) haben einen einfach umgeschmissen, und Il grande silenzio tut es heute noch.

Corbucci ist supi,

aber nicht besser oder schlechter; jeder gute Regisseur ist ein eigenes Kapitel. Für mich gibt es zB den Oberguru Kurosawa und seinen Apostel Leone, der als einziger in der Lage war, sein Schaffen für den Westmenschen zu übersetzen... und Tarantino hat sich hier viel abgeschaut. Aber eben auch Eigenes geschaffen, so wie eben auch Corbucci.

Corbucci war vieles ...

... aber als 'supi' bezeichnet zu werden, hat er sich nicht verdient.
Das Sprachgefühl der Leute geht den Orkus hinunter .... (Kopfschüttel)

Zustimmung: Corbucci war ...

.. (in Anlehnung an die Who) nicht immer gut, aber wenn er gut war, war er sehr gut. Aber dem Tarantino ist schon auch einiges gelungen. 'Reservoir Dogs' mit dem Thema Verrat und mit den Rückblenden auf den Auswahlprozess war schon sehr, sehr sehenswert.

stimmt Reservoir dog war sehr gut, auch der Anfang ganz super.

unser deutscher volksschauspieler.

Falschinformation.

Til Schweiger ist nicht nominiert.

die argo nominierung

ist wohl ein witz

Film nicht gesehen?

ich hab ihn gesehn nachdem ich hier auf standard so tolle kommentare über den film gelesen hab.

war nicht schlecht, aber auch nicht annähernd so gut, wie er von manchen angepriesen wurde...

Die Golden Globes sind so ein nichtiger Preis...

mit der romy kann der natürlich nicht mithalten

Posting 1 bis 25 von 36
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.