Rechnungsprüfer sehen in ORF-Technik Sparpotenzial

13. Dezember 2012, 21:15

Der Bericht enthalte die "klare Botschaft: Hier ist noch einiges zu gewinnen, wenn man hingreift", sagen Eingeweihte - Höchstgericht verlängert Facebook-Zugang

Wien - Weihnachten darf der ORF auf Facebook feiern, den Jahreswechsel in sozialen Medien begleiten: Der Verfassungsgerichtshof vertagte seine Entscheidung über das Facebook-Verbot des ORF auf Februar. Bis dahin liegt der Paragraf auf Eis.

Medienbehörde, Bundeskommunikationssenat und Verwaltungsgerichtshof haben dem Küniglberg gemäß ORF-Gesetz verboten, sich in sozialen Netzwerken zu betätigen. Die Verfassungsrichterinnen und -richter wollen nun ab 21. Februar klären, ob die Regel den Grundrechten entspricht.

Der ORF drängt den Gesetzgeber massiv zur Novelle nicht nur dieser Passage: Er verlangt zudem, der Bund möge ihm über 2013 hinaus Gebührenbefreiungen abgelten. Sonst fehlten ihm 2014 70 Millionen Euro - auch weil Winterspiele und Fußball-WM 36 Millionen Euro kosten. Entfällt die Abgeltung, droht der ORF, bei österreichischen Produktionen, ORF 3 und Radioorchester zu kürzen sowie Untertitel nicht mehr auszubauen.

"Großer Bogen um Reich des Betriebsrats"

ORF-General Alexander Wrabetz nannte diese Spardrohungen zuletzt "Geiselliste", nahm den Ausdruck nach Protesten aber als "ironisch" zurück.

Die Kürzungsdrohungen des ORF verwunderten Stiftungsräte angesichts der Sparpotenziale, die der Rechnungshof und die Wirtschaftsprüfer im ORF, insbesondere in der ORF-Technik, ausmachen. Donnerstag diskutierte der Stiftungsrat auch den Bericht der Gebarungsprüfer.

Im Prüffeld Technik sähen die von der Medienbehörde bestellten ORF-Checker noch "vorhandenes Einsparungspotenzial", hieß es am Rande des Stiftungsrats. Der Bericht enthalte die "klare Botschaft: Hier ist noch einiges zu gewinnen, wenn man hingreift". Staatliche wie private Prüfer würden die Ausgliederung von verschiedenen Produktionsteilen des ORF empfehlen, hieß es: "Der ORF produziert nicht, wie er produzieren sollte." Bisher mache der ORF aber um Einsparungen "im Reich des Betriebsrats einen großen Bogen". Technischer Direktor wurde Exbetriebsrat Michael Götzhaber, nachdem dieser als Stiftungsrat für die Wiederwahl von Alexander Wrabetz gestimmt hatte.

Ein kleines Stück verliert das "Reich" - aber nicht gleich: Die Auslagerung der Ausstattung in eine Marketingtochter aus verschob der ORF nun doch ins neue Jahr. (fid, DER STANDARD, 14.12.2012)

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10 Postings
Na hoffentlich wird endlich gewürdigt, das man heraussen, preiswerter und schöner produzieren kann als drinnen im ORF

- erstens haben wir heraussen einen Kollektivvertrag der beim Dreh 60 Std pro Woche als mindest annimmt, ergo dessen sind 20 Überstunden in der Gage , die viel höher ist, schon Abgegolten und zweitens : wann gibts endlich Facility Deals? Was das ist? Na ja, dann muss man sich halt umtun.

Vor Jahren schon vorgeschlagen, aber niemand befasst sich damit! DAS ist die Politik des ORF und seiner Totengräber - nichts aber, auch rein gar nichts annehmen, was von unserer Seite kommt, es könnte ja schlimm sein - NEIN! DAS ermöglicht - aber die Loggerheads - das sind die Bewahrer, Lordsiegelbewahrer, die das Unternehmen in den Tod führen am KÜNIGLBERG - die müssen erst eine beinharte Bruchlandung herausfordern bis sie begreifen, was Sache ist!

soll das jetzt sarkastisch sein,oder sind die 60 stunden ernst gemeint?

Einsparungspotential beim ORF sehe ich ausschliesslich in der übermäßig aufgeblasenen Verwaltung. Im Bereich Technik werden zum größten Teil ohnehin nur mehr 'externe' eingesetzt - die schlagen ja nicht auf auf die Personalkosten sondern sind lediglich 'Sachaufwand'...
Die Herren Prüfer sollten mal ein paar Tage bei Licht, Ton, Gerüst, Ausstattung usw. mitarbeiten [als Hackler] um zu begreifen, welchen weltfernen Unsinn sie da verzapfen.

stimmt genau. blöd ist nur das GD diese Prüfer engagiert - wer beißt schon die hand die einem füttert :-(

Synergien nutzen,

das ist nicht gerade die Stärke des ORF. Ein gewaltig aufgeblähtes Ding!

Technik gehört zum Fernsehen

Fernsehen heißt: Recherche durch Redakteur, Dreh gemeinsam mit Kameramann, Schnitt mit Cutter. Alle drei braucht man für einen Bericht - zwei sind gemeinhin Techniker. Und dann kommen so glorreiche Ideen der Rechnungsprüfer. Kamera am Markt kaufen/Schnitt ebenso. Und das Know How ist weg, und Leistungen musst du jeden Tag zukaufen. Mit Auslagerung lagerst du nicht nur Personalkosten sondern auch Know How aus. Und dann wird es Jahre später meist teuer wieder zurückgekauft.

Ha ha - die freien heraussen, sind weitaus innovativer, als die drinnen!

Sparpotenzial

Nun! 2011 wurde Hr. Wrabetz wieder zum GI gewählt. Eines der ERSTEN DINGE was er tat war, sich und seinen Direktonen eine 10%ige Gehaltserhöhung zu genehmigen!! Immerhin eh NUR für die nächsten 4 Jahre (Periode eines GI)!
In Anbetracht der Jahresgagen dieser Herren möchte ich wissen wieviel die Gagenerhöhung ausmacht und wieviele Beschäftigte man damit im Jahr bezahlen könnte - welche PRODUKTIV dem ORF dienen!!!
Einsparpotential: Direktionen zusammenlegen, Dienstautos statt A8 und 530er - max. A6 und Oktavia,......!

lieber stiftungsrat!

Vielen DANK für die Chance, aus der verfahrenen Lage doch noch etwas zu machen und der Erkenntnis, dass es ein Fehler wäre die Ausstattung zu "zerreissen" und auszutöchtern.
Ich selbst sehe in der Technik wenig bis kar kein Sparpotential.
Eher würde ich den ganzen Apparat mehr STRAFFEN um effizienter agieren zu können.
Der ORF soll endlich wieder gute Programme selbst produzieren DÜRFEN anstatt "fremd" produzieren zu "lassen" - wenn doch alles im Haus vorhanden ist!Anm.: Auslagerung verschoben - nicht die GANZE Ausstattung sollte ausgetöchtert werden, sondern NUR Maske und Garderobe inkl. Kostümfundus - zu Gunsten Fr. Rhomberg (Ang. der Tochter MSG, ohne Abschluss der Modeschule Hetzendorf (ihr Gatte ist der Schulfreund des GI)

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