Wahlen und Spekulation

Einserkastl |

In vier Bundesländern wird gewählt - nirgendwo wird es lustig für SPÖ und ÖVP

Wenn das Superwahljahr 2013 mit noch mehr explodierenden Spekulationsgeschäften und einem kräftigen Konjunktureinbruch zusammenfällt, kann das das Ende der ohnehin schon wackligen SPÖ/ÖVP-Dominanz in der politischen Landschaft bedeuten.

Gewählt wird in Tirol, Niederösterreich, Kärnten und wohl auch in Salzburg. Alles im Frühjahr. Im Herbst - oder vielleicht doch eher schon im Juni - wählt der Bund. Nirgendwo wird es lustig für SPÖ oder ÖVP.

Neue Bomben möglich

Bis dahin werden möglicherweise noch neue Spekulationsbomben in anderen Ländern oder Gemeinden platzen, mit dem Effekt, dass ÖVP und SPÖ als Regierende verantwortlich gemacht werden. Wenn Frank Stronach sich nicht noch mit der Doppelläufigen in den Fuß schießt, dann werden ihm etliche seine Parole - "I versteh was von der Wirtschaft, mir wär das net passiert" - abnehmen.

Stronach wird zwar wahrscheinlich dafür sorgen, dass Heinz-Christian Strache (wo ist der eigentlich?) nicht zu groß wird. Aber die eigentlichen Leidtragenden werden die Regierungsparteien im Bund sein. Es ist fraglich, ob sie zusammen noch 50 Prozent kriegen, selbst wenn sie noch miteinander wollen.

Dann wird es chaotisch. Die ÖVP hat keine Lust, sich in einer Koalition von zwei linken Parteien (SPÖ und Grüne) einklemmen zu lassen. Ihre Alternative - Koalition mit FP und Stronach - ist Schüssel/Haider hoch drei. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 14.12.2012)

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