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Rudolf Fußi findet Frank Stronachs Parteiprojekt "spannend"
Wien - "Ich habe nicht Nein gesagt", bekennt der ehemalige Präsident der Universitätenkonferenz, Hans Sünkel. Er sei bereit, Frank Stronach im Rahmen eines "Weisenrates" beratend zur Verfügung zu stehen. In welcher Funktion und mit welchem Inhalt, werde erst geklärt, sagt Sünkel.
Der ehemalige Rektor der Technischen Uni Graz sei gegenwärtig "ohne Zweifel der prominenteste Vertreter" aus der Wissenschafterriege, der zum Thinktank rund um das Team Stronach dazustoße, glaubt Rudolf Fußi - umtriebiger Anti-Abfangjäger-Agitator, Volksbegehren-Initiator und seit kurzem Frank Stronachs Berater in Social-Media-Fragen.
Fußi ist ein Wanderer zwischen den Parteien. Aufgewachsen in der jungen ÖVP, später zur SPÖ gewechselt, dort wieder ausgetreten, heute heimatloser Linker. Das Parteiprojekt des Milliardärs Frank Stronach findet er "spannend. Es gibt mittlerweile sehr viele Topexperten aus allen Bereichen, Gesundheit, Währung, Verkehr, die alle ehrenamtlich im Hintergrund arbeiten und ihre Ideen einbringen. Man wird überrascht sein, wer da aller mitmachen wird", sagt Fußi im Gespräch mit dem Standard. Die Motivation für Fachleute, bei Stronach anzuheuern, liege auf der Hand. "Sie haben Jahrzehnte für die jeweiligen Regierungen Papiere erarbeitet, die in den Schubladen verschwunden sind. Jetzt sehen sie eine Chance, dass sie gehört werden. Es steht sicher keiner anderen Partei ein so großer Pool an Experten zu Verfügung wie schon jetzt Frank Stronach", glaubt Fußi.
Einer der engen Berater ist mittlerweile auch Michael Krüger, ehemaliger Kurzzeit-FPÖ-Justizminister - Anfang bis Ende Februar 2000. "Aus der Partei bin ich 2005 ausgetreten. Seither bin ich parteifrei", sagt Krüger. Der Rechtsanwalt vertritt Stronach seit zwei Jahren in allen juristischen Angelegenheiten - auch bei jenen der Partei. Krüger: "Ich war bei der Parteigründung dabei und habe auch alle Landesorganisationen rechtlich gemanagt." Das Tempo der Parteigründung, der rasche Aufbau der Parteistruktur sei für ihn "sehr faszinierend", wie der Expertenpool, an dem auch Sünkel mitarbeiten werde.
Als wissenschaftliches Back-up und Nahtstelle zu den Universitäten fungiert das "Stronach-Institut für sozialökonomische Gerechtigkeit", in dem sich etwa der Grazer Uni-Wahlrechtsexperte Klaus Poier engagiert, der anderseits auch eng mit der ÖVP zusammenarbeitet.
Kooperationen unterhält das Stronach-Institut überdies mit Steuerrechtsexperte Josef Schuch von der WU Wien oder dem Professor für strategisches Management an der Universität Innsbruck, Kurt Matzler. " Stronach hört genau zu und lässt sich auch was sagen", bemerkt Berater Fußi, der zu Stronach, so heißt es aus dessen Umgebung, "bereits einen besonders guten Draht hat".
Den größten Einfluss genießt nach wie vor Katrin Nachbaur, Stronachs engste Mitarbeiterin, deren Vater, eine ehemaliger hoher Funktionär der steirischen Wirtschaftskammer, seit kurzem in der Führungscrew des Team Stronach in der Steiermark arbeitet. Eine Schlüsselposition füllt auch Tillmann Fuchs, Sohn des Malers Fuchs, ehemals ATV-Chef. Stronach hatte Fuchs, der gut vernetzt ist - er war bei der Krone, der Ganzen Woche und Täglich Alles tätig -, geholt, um das Pferdebusiness des Magna Racino zum Laufen zu bringen.
Nichts geworden ist es mit einem Engagement für Ex-Presse-Chefredakteur Michael Fleischhacker. Er hatte sich selbst mit der Überlegung, er würde über einen Beraterjob nachdenken, ins Spiel gebracht. Stronach hat ihn aber nicht aufgestellt. "Das war nie angedacht", heißt es in Stronachs Umgebung. Ebenso wenig wie eine Mitarbeit des ehemaligen ÖVP-Politikers Gerhard Hirschmann.
Und was ist aus dem ehemaligen Beraterumfeld mit Exkanzler Franz Vranitzky, Exlandeshauptfrau Waltraud Klasnic, Ex-Magna-Manager Herbert Paierl bis Exminister Caspar Einem geworden? Dazu heißt es im Team Stronach nur kryptisch: "Niemand, der dabei war, ist nicht mehr dabei."
Die Nähe zu Stronach hat zuletzt auch der Grazer Armenpfarrer Wolfgang Pucher gesucht - aber eine Abfuhr bekommen. Pucher hatte Stronach bei einer Veranstaltung öffentlich gebeten, etwas für seine Obdachlosenprojekte beizusteuern. Stronach-Mitarbeiter hatten dem Pfarrer jedoch eine Ablehnungs-E-Mail geschickt, in der sie ihm mitteilten, Stronach konzentriere sich "auf eine nachhaltige Systemänderung in der Politik" und könne nicht allen Wünschen entsprechen. Stronach wolle ihm aber gern das Buch The Magna Man zukommen lassen. Ein grantiger Pfarrer Pucher: "Des brauch I wirklich net." (Walter Müller, DER STANDARD, 14.12.2012)
Davor waren ihm Positionen des Landesrats und des Klubobmanns verweigert worden
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ist das nicht der fp krüger, der bei dienstantritt einen jaguar als dienstwagen forderte und nach kurzer zeit aus psychischen gründen zurück trat?- dem stronach fehlt jetzt nur mehr die rudas, dann ist seine partei nach anfangserfolgen auch wieder geschichte
Wer, wenn nicht er, hat bei den LT-und NR das Potential, absolute Mehrheiten, bzw. die GroKo zu überwinden. Insoweit ist es ein glücklicher Zufall, dass Stronach in Erscheinung getreten ist und so eine von vielen sehnlichst erwartete Aufmischung der politischen Szene ermöglicht. Wählbar sind ansonsten nur die Grünen, denn wer sonst sollte ehrlicherweise, ausser Parteimitglieder und Parteigünstlige, diese skandalbefleckten Parteien der Regierung und Opposition auch noch mit seiner Stimme bestätigen.
alles käufliche politiknu**en mit gartenschlauchrückgrat
vermutlich ein schöner querschnitt durch österreichs population und deshalb vermutlich erfolgreicher als jeden halbwegs verunftbegabten menschen lieb sein kann - aber solang sie bei den blaunen fischen handelt es sich einfach um eine wählerumverteilung im reaktionär/konservativen pool
Kurzzeit-Justizminister Krügers allererste Amtshandlung bestand doch darin, dass er als Dienstwagen einen Jaguar (statt des vorhandenen Mercedes) für sich beanspruchte, oder?
(Karl Heinz Grassers Vater war schließlich Jaguar-Händler.)
Auch der ist im Team Stronach – geil!
da kommt einer
leistet sich eine handvoll gerade noch leistbarer parlamentarier/inserate aus der "eigenen" tasche und dazu noch sehr öffentlichkeitswirksam und hat dann noch das risiko des wahlergebnisses......
.........alle anderen machen das ganz unauffällig nach der wahl / finanzieren ihre ab/stimmer und inseratoren ausschließlich durch gegenleistungen aus steuergeldern ........
oder doch östereierland wo manche herzen in der ewigen vergangenheit schlagen........
In einer Zeit, in der Politiker noch Ehre und Anstand hatten, sich bei Fehlverhalten erschossen haben, war eine räpresentative Demokratie eine vertretbare Lösung.
Heute prägen Gier, Oportunismus und kurzfristige Wahlversprechen das Verhalten von Politiker!
Genau deshalb passt die repräsentative Demokratie nicht mehr zu unserer Zeit!
dir grünen spalten sich immer mehr in "rechte" und "linke" im klassischen sinn, mit dem ergebnis, dass beide seiten und deren wählerInnen unzufrieden sind und sich anderen parteien zuwenden. diese diskussionen überschatten den "gemeinsamen nenner" umweltpolitik. in letzterer sind die grünen blassgrün geworden. außerdem sind die grünen sexistisch. das ständige, übertriebene tschändering nervt viele wählerInnen. weiters sind sie fernab von ursprünglichen ideen wie basisdemokratie und rotationsprinzip gekommen. österreich braucht erneuerung!
Wegen der anhaltenden Anbiederung der Glawischnig-Grünen, um endlich an die Geld-,...äh: Futterkrippen der Macht zu gelangen, kommt den Grüninnen der Protestwähleranteil, der gar nicht sooo klein war, abhanden.
Das "Team Stronach" eignet sich hervorragend, um seinen Protest mittels Wahlzettel zu artikulieren.
Netter Link zur (lokalen) Anbiederung der Grünen an die SPÖ:
http://www.youtube.com/watch?v=_wafkMJIDzo
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