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vergrößern 700x392Über Jahre waren Belgiens Blätter nicht auf Google News zu finden - hier freilich eine Montage.
Brüssel/Wien - Thierry Geerts ist "hocherfreut". Belgiens Google-Chef sieht schon "ein Modell, nach dem wir in aller Welt mit Zeitungen zusammenarbeiten wollen". Die Österreicher winken ab.
Seit 2006 gingen Belgiens Zeitungen gegen Google vor. Ihre Inhalte scheinen bei Google News seither nicht auf. Brasiliens Blätter neuerdings ebenso wenig, weil Google nicht für Nutzung zahlt.
2013 wollen Belgiens Zeitungen einen Teil ihrer Inhalte gemeinsam kostenpflichtig machen. Um die Userzahlen zu halten, setzen sie nun doch auf Google News, sagt François LeHodey, Sprecher des Zeitungsverbands, Seite an Seite mit dem Google-Manager.
Der Deal: Google schaltet in Zeitungen Werbung; Zeitungen nutzen Google für ihre Promotion. Gemeinsam wollen sie Printinhalte vermarkten, über Bezahlsysteme wie über Werbung; über Google+, Youtube und Videokontakt zu den Redaktionen wolle man Blättern mehr Publikum bringen. Auch auf mobilen Plattformen wollen sie Printinhalte promoten. Dem Standard bestätigt Geerts, dass Buchungsvolumina vereinbar sind, ohne sie zu nennen.
Sagen Belgiens Zeitungen damit, sie sehen ohne Google keine Zukunft, fragt eine deutsche Kollegin. LeHodey zögert: Die Branche stehe vor so großen Herausforderungen, dass sie alle Player, ob Technologiekonzerne oder Regierungen, überzeugen muss, ihre Funktion sei im Interesse aller.
Österreichs Zeitungsverband "strebt ein anderes Ergebnis an", sagt Manager Gerald Grünberger auf STANDARD-Anfrage: "Wir brauchen zuerst ein gesetzliches Instrument - das Leistungsschutzrecht für Presseverlage. Danach treten wir in Verhandlungen mit Google und fordern einen fairen monetären Anteil an der Verwertung unserer Inhalte durch Dritte wie eben Google. Ohne eine gesetzliche Regelung würden die Verhandlungen, wie der Fall Belgien zeigt, Jahre dauern und die problematische Situation verschärfen." Zeitungen und Magazine böten "tausende Arbeitsplätze, die es zu schützen gilt". Grünberger: "Google hat aufgrund seiner Quasi-Monopolstellung eine besondere Verantwortung."
Die Einigung zeige ihm vor allem: "Der Gigant hat erkannt, dass eine gemeinschaftliche Lösung mit Zeitungen notwendig ist." (Harald Fidler, DER STANDARD, 14.12.2012)
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