Teure Fehlschüsse

Eder in Pokljuka Neunter, Eberhard Zwölfter - ÖSV-Athleten vergeben Spitzenplätze - Slowene Fak Sprintsieger

Pokljuka - Je ein Fehlschuss war zuviel. Die ÖSV-Biathleten Simon Eder und Julian Eberhard haben am Donnerstag zum Auftakt der Weltcup-Konkurrenzen in Pokljuka (Slowenien) im 10-km-Sprint die Spitzenplätze verpasst. Das Duo schuf sich mit den Rängen neun (38,7 zurück) bzw. zwölf (42,1) dennoch eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Samstag (12.45 Uhr). Der Slowene Jakov Fak feierte seinen zweiten Saisonsieg.

Der Olympia-Dritte setzte sich dank fehlerfreiem Schießen 0,8 Sekunden vor dem Norweger Emil Hegle Svendsen (1 Strafrunde) und 6,1 vor dem Franzosen Martin Fourcade (0) durch, der seine Gesamtführung ausbaute. Der gebürtige Kroate schloss nahtlos an seinen Sieg in der Verfolgung von Hochfilzen an, wo er vom dritten auf den ersten Platz gelaufen war.

Ex-Weltcupsieger Svendsen schaffte seinen ersten Podestplatz der Saison, Weltmeister Fourcade platzierte sich hingegen zum vierten Mal in Folge unter den ersten drei. Der Pokalverteidiger führt die Wertung nach sechs Rennen bereits mit 89 Punkten Vorsprung an.

Eder war mit dem Schießen angesichts der windigen Bedingungen zufrieden und bot auch seine bisher stärkste Laufleistung. "Ich habe schon im Rennen gemerkt, dass Fourcade nicht näher kommt. In der letzten Runde konnte ich noch super mit ihm mitgehen und habe alles aus meinem Körper herausgeholt", sagte der Salzburger. Das Podest wäre für ihn aber auch ohne Schießfehler außer Reichweite gewesen.

Auch sein engerer Landsmann Eberhard schätzte den Wind beim Liegend-Schießen richtig ein ("Ich habe mit Mut mehrere Rasten gedreht, das wurde belohnt") und schaffte in seinem dritten Weltcuprennen der Saison die weitaus beste Platzierung. Der dreifache Sprint-Sieger des IBU-Cups hatte den Vorzug vor dem WM-Vierten Daniel Mesotitsch erhalten. "Ich bin froh, dass ich meine Leistung, die ich imstande bin zu bringen, auch abrufen konnte", sagte der Saalfeldner. Cheftrainer Remo Krug lobte denn auch die "starke Leistung" des Duos aus dem Pinzgau.

Christoph Sumann, der in der Höhenlage Pokljukas schon drei Siege gefeiert hatte, erwischte läuferisch nicht seinen besten Tag und kam mit ebenfalls einer Strafrunde über den 26. Platz (+1:28,0) nicht hinaus. Fritz Pinter (46.) und Dominik Landertinger (53.) vergaben ihre Chance hingegen mit drei bzw. fünf Fehlschüssen. (APA; 13.12.2012)

Ergebnisse des 10-km-Sprints der Herren bei den Biathlon-Weltcupbewerben in Pokljuka am Donnerstag:

1. Jakov Fak (SLO) 24:41,7 Minuten (0 Strafrunden) - 2. Emil Hegle Svendsen (NOR) 0,8 Sekunden zurück (1) - 3. Martin Fourcade (FRA) 6,1 (0) - 4. Tim Burke (USA) 15,2 (0) - 5. Jean-Guillaume Beatrix (FRA) 18,6 (1) - 6. Wladimir Ilijew (BUL) 28,2 (0). Weiter: 9. Simon Eder 38,7 (1) - 12. Julian Eberhard 42,1 (1) - 26. Christoph Sumann 1:28,0 (1) - 46. Fritz Pinter 1:53,3 (3) - 53. Dominik Landertinger (alle AUT) 2:00,2 (4). Top 60 für Verfolgung am Samstag qualifiziert.

Weltcup-Gesamtwertung nach 6 von 26 Bewerben: 1. M. Fourcade 301 - 2. Jewgenij Ustjugow (RUS) 212 - 3. Svendsen 209 - 4. Andreas Birnbacher (GER) 205 - 5. Fak 177. Weiter: 9. Pinter 155 - 10. Landertinger 148 - 14. Eder 137 - 26. Sumann 81 - 39. Eberhard 48

Weltcupwertung Sprint nach 3 Bewerben: 1. M. Fourcade 133 - 2. Fak 113 - 3. Ustjugow 106. Weiter: 9. Eder 84 - 12. Pinter 64 - 14. Sumann 63

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3 Postings
Ob Peiffer wieder sein Weihnachtswunder schafft?

Wie durch eine magische Hand geführt läuft er jedes Jahr ab Oberhof wie von einem anderen Stern. Auch heuer wieder? Von Laufzeiten jenseits der 50 auf das Stockerl?

Für mich bleibt es ein Rätsel, wie er im Trainingsaufbau das Timing immer so genau hinbekommt. Ob es an den Weihnachtskeksen liegt?

Im ostdeutschen Biathlon gab es eine interessante Entwicklung. Ehemalige Größen wie Rösch, Wolf, Stephan waren auf einmal nicht mehr konkurrenzfähig. Was ist denn da von heute auf morgen passiert?

" Ehemalige Größen wie Rösch, Wolf, Stephan waren auf einmal nicht mehr konkurrenzfähig. Was ist denn da von heute auf morgen passiert"

Gute Frage.
Antworten:

Stephan:
http://sport.t-online.de/christoph... 6478/index

Rösch:
http://sport.t-online.de/michael-r... 4634/index

Wolf:
http://www.biathlon-online.de/news-89/n... ieren.html

Das Interessante für mich ist, dass diese "Pausen" erfolgt sind, nachdem es leistungsmäßig rasant bergab gegangen war. Und auffallend ist, dass das alles Oberhofer Athleten sind.

Es ist ja nicht so, dass der ostdeutsche Wintersport frei von bestimmten Belastungen wäre.

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