Wohnen und arbeiten mit Hermann Nitsch

13. Dezember 2012, 17:16
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Aucon modernisiert das aus den 60er-Jahren stammende PVA-Gebäude im 2. Wiener Bezirk, neben Büros entstehen dort 48 Mietwohnungen

Die Fassade des Parkhauses bei der Donaumarina war nur der Anfang: Nun ziert nämlich ein Schüttbild des lange Zeit umstrittenen Aktionskünstlers Hermann Nitsch auch die Fassade eines Büro- und Wohngebäudes in Wien-Leopoldstadt.

Die Aucon Real Estate Group hat die ehemalige Pensionsversicherungsanstalt in der Raimundgasse erworben und setzt in dem Gebäude aus den 1960er-Jahren unter dem Titel "art&garden" ein Konzept für "innerstädtisches Arbeiten und Wohnen" um. Bei der Fassadengestaltung wurde die im Juli bei der Donaumarina begonnene Zusammenarbeit mit Meister Nitsch fortgesetzt.

Der Komplex erstreckt sich über die gesamte Raimundgasse (Hausnummern 1-5), das Bürogebäude nimmt zudem als Eckverbauung einen Teil der Malzgasse und das Hotel am anderen Ende einen Teil der Schiffamtsgasse ein. "Die Anlage des Gebäudes und die Lage haben eine Nutzungsvielfalt bei der Projektentwicklung geradezu herausgefordert", sagt Aucon-Geschäftsführer Robert Wagner.

Hotel und Büros sind fertig

Schon 2010 wurde mit der Entwicklung und dem Umbau des Gebäudeteils Schiffamtsgasse zu einem Hotel begonnen. Dieses wird seit Jänner 2012 vom international tätigen Betreiber Meininger als Hotel "Wien Down Town Sissy" geführt.

Kürzlich wurde auch der Bürotrakt fertiggestellt. Die insgesamt 3.300 Quadratmeter können ab einer Nettomiete von 10,80 Euro angemietet werden.

45-m²-Wohnung um 780 Euro

Zwischen Büro- und Hoteltrakt entlang der Raimundgasse wurde der Wohnungsneubau "art&garden living" errichtet. Hier entstehen bis März 48 Wohnungen mit Größen zwischen 40 und 75 m², jeweils mit Balkon oder Terrasse. Die Mieten bewegen sich laut Aussendung zwischen elf und zwölf Euro und damit knapp unterhalb des Luxussegments. Eine 45-m²-Wohnung kommt hier beispielsweise auf 780 Euro. Fast zwei Drittel der Wohnungen sind derzeit laut Website noch zu haben.

Die Sanierung des Gebäudebestands aus den 1960er- und 1970er-Jahren erfordere "spezifisches Wissen über die damaligen Konstruktionen. Zur Fassaden- und Betoninstandsetzung, Abdichtung von Flachdächern, Verbesserung des Wärme- und Schallschutzes, Optimierung der Gebäudetechnik ist, um eine wirtschaftliche und nachhaltige Sanierung zu ermöglichen, Know-how nach aktuellem Stand der Technik notwendig", so Wagner weiter. Der Stiegenaufgang aus Granit aus den 1960er-Jahren wurde belassen, er habe aber eine "transparente Optik" erhalten. (red, derStandard.at, 13.12.2012)

  • Zum Projekt "art&garden" der Firma Aucon steuerte Hermann Nitsch die Fassadengestaltung bei.
    foto: aucon

    Zum Projekt "art&garden" der Firma Aucon steuerte Hermann Nitsch die Fassadengestaltung bei.

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