Ein Jahr "Internet für alle": 18.000 Teilnahmen in 1.300 Workshops

Hauptnutzer der CSR-Initiative: Frauen, Ältere, sozial Schwächere und junge Migranten - A1 kündigt neue Dependance in Salzburg an

Immer noch nutzt rund ein Fünftel der österreichischen Bevölkerung das Internet nicht und hat somit einen eingeschränkten Zugang zu Wissen, Bildung und Information. Um diese digitale Kluft zu schließen, hat der Telekommunikationskonzern A1 im Herbst 2011 die CSR-Initiative "Internet für Alle" ins Leben gerufen. Bei einem Hintergrundgespräch am Donnerstag in der Wiener Zentrale zogen die Verantwortlichen Bilanz: Mehr als 18.000 Teilnahmen in über 1.300 Kursen wurden verzeichnet. 

Kernkompetenz und Chancengleichheit

20 Prozent offline: Diesen Menschen entgehen nicht nur die zahllosen virtuellen Zerstreuungen, sondern auch eine wichtige Kernkompetenz und Chancengleichheit auf vielen Ebenen. Gerade sozial Schwache bzw. Personen am Rande der Gesellschaft sollen im Rahmen des Projekts angesprochen werden. Bedarf und auch Nachfrage sprechen jedenfalls für sich: Für 2013 ist ein weiterer Ausbau geplant. So erhält Salzburg eine Dependance, kündigte A1-Generaldirektor Hannes Ametsreiter an. Was sich sein Unternehmen diese Initiative kosten lässt, wollte er nicht verraten. 

Betreuungsangebot für Schüler

Vier von zehn Lernwilligen waren vor ihrem Kurs Neulinge in Sachen World Wide Web, erläuterte Eva More-Hollerweger vom NPO-Kompetenzzentrum der WU Wien, die das Projekt wissenschaftlich evaluiert hat. Sowohl die Verantwortlichen als auch die Nutznießer zeigten sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Die Vermittlung individueller Medienkompetenz und der Einstieg in die digitale Welt sind ein zentrales Anliegen, soziale Aspekte spielen aber durchaus auch eine Rolle: Weit mehr als die Hälfte der Teilnehmer (60 Prozent) nutzen die Möglichkeit mehrmals, viele Schüler finden hier ein umfassendes Betreuungsangebot. 

Teilnahme an digitaler Gesellschaft

Die sehr breit gefächerten Themenbereiche richten sich an Kinder, Jugendliche, Senioren aber auch sozial Schwache wie beispielsweise Langzeitarbeitslose. Ihnen soll ganz individuell jenes Wissen vermittelt werden, das eine zentrale Grundvoraussetzung für die Teilnahme an der digitalen Gesellschaft darstellt, hieß es seitens der Verantwortlichen. 

Anfreunden mit dem Computer

Die genaue Zielgruppenansprache zählte zu jenen Punkten, die die Kundschaft laut Hollerweger ausdrücklich schätzt. Ebenfalls sehr positiv wirkt sich die gute Betreuungsquote aus. So mancher kommt, um sich mit dem Computer anzufreunden, und findet neue Freunde. "Noch mehr Möglichkeiten" zählt zu den Hauptwünschen der Klientel. 

Auch für Kinder

Derzeit werden Kurse regelmäßig unter anderem bei A1 in Wien und Klagenfurt, an den Standorten der Partnerinstitutionen wie zum Beispiel Ute Bock, Augustin, Caritas, Österreichischer Blinden- und Sehbehindertenverband oder im ländlichen Raum "on Tour" angeboten. Die Themenpalette reicht dabei von "Lesen mit der Computermaus" und "Videoschnitt" für Kinder bis hin zu zu "Erste Schritte im Internet" für Senioren. (APA, 13.12.2012)

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