800 neue Flughäfen für Brasilien

Brasilien will mindestens 800 Regionalflughäfen bauen - Präsidentin Rousseff: Wichtig für das Wachstum des Landes

In Brasilien sollen in den nächsten Jahren mindestens 800 Flughäfen für Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern gebaut werden. Das kündigte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff am Mittwochabend bei einem Unternehmerseminar in Paris an. "Wir wollen, dass die Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern einen Flughafen in einer Entfernung von höchstens 50 oder 60 Kilometern haben", sagte sie. Der Flugverkehr in dem aufstrebenden südamerikanischen Schwellenland mit der 24-fachen Größe Deutschlands hat im vergangenen Jahrzehnt um 120 Prozent zugelegt.

Brasilien erlebte in den vergangenen Jahren einen rasanten Wirtschaftsaufschwung, das Wachstum lag 2010 bei 7,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Zwar leidet derzeit auch Brasilien unter der weltweiten Wirtschaftskrise: Das Wachstum ging 2011 auf 2,7 Prozent zurück, dieses Jahr soll es nur noch ein Prozent erreichen. Dennoch gilt Brasilien weiter als eine der Wirtschaftsmächte der Zukunft. Hemmschuh ist allerdings die veraltete Infrastruktur in dem Land mit seinen 194 Mio. Einwohnern.

Bereits im vergangenen Jahr vergab der Staat an Privatinvestoren die Konzessionen für drei Großflughäfen in den Millionenstädten Brasilia und Sao Paulo. Außerdem kündigte Rousseff im September die Vergabe von Konzessionen an Privatunternehmen zum Bau von 7.500 Kilometern Straße und 10.000 Kilometern Eisenbahn-Netz an. Auch die Häfen sollen ausgebaut werden.

Mit Blick auf die Regionalflughäfen sagte Rousseff nun: "Das ist ein wichtiges Erfordernis für das Wachstum des Landes." Brasilien ist Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im Jahr 2016. (APA, 13.12.2012)

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