NASA machte Berg in Indien zum Mount Everest

13. Dezember 2012, 13:14
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Nepalesische "Internauten" lassen Fehler auffliegen

Im All mag sich die NASA auskennen, auf der Erde tut sie es offenbar nicht ganz so gut: Die US-Weltraumagentur musste am Donnerstag eingestehen, dass sie versehentlich einen Berg in Indien zum Mount Everest erklärt hat. Dabei veröffentlichte sie auf ihrer Internetseite ein aus dem Weltraum aufgenommenes Foto mit dem Hinweis, es zeige den an der Grenze von Nepal und China gelegenen Mount Everest. Tatsächlich war aber nicht der höchsten Gipfel der Welt zu sehen, sondern ein Berg in Indien. 

"Das ist nicht der Mount Everest"

Der russische Kosmonaut Juri Malenschenko hatte das Foto von der Internationalen Raumstation ISS aus geschossen. Sein Bild verbreitete sich zusammen mit der von der NASA gegebenen Beschreibung rasch über die sozialen Netzwerke und wurde von zahlreichen Medien aufgegriffen. Bald meldeten jedoch nepalesische Internetnutzer Zweifel an. Der Journalist Kunda Dixit, der als Himalaya-Experte gilt, schrieb auf Twitter: "Tut mir leid Jungs, aber der Gipfel mit dem Schatten in der Mitte ist nicht der Mount Everest." 

Saser Muztagh

Ein NASA-Sprecher räumte den Fehler am Donnerstag in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP ein. "Es ist nicht der Everest. Es handelt sich um den Saser Muztagh, der im Karakorum-Gebirgszug in der indischen Region Kaschmir liegt." Das Foto sei inzwischen von der NASA-Internetseite entfernt worden. Wie es zu der falschen Zuordnung des abgebildeten Berges kam, erklärte der Sprecher nicht. 

Begehrtes Fotomotiv

Der Mount Everest, 8.848 Meter hoch, ist bei Weltraumaufenthalten ein begehrtes Fotomotiv, wie der Astronaut Ron Garan dem US-Magazin "The Atlantic" sagte. Es sei aber schwierig, den Berg tatsächlich abzulichten. "Unsere alltägliche Arbeit erlaubt es für gewöhnlich nicht, Fotos von der Erde zu machen", sagte Garan, der im vergangenen Jahr auf der ISS im Einsatz war. "Wenn wir also einen bestimmten Punkt fotografieren wollen, müssen wir vorher ganz genau wissen, wann wir über diesem Punkt sein werden." (APA, 13.12.2012)

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