Daimler kauft Pappas aus, macht Austro-Import alleine

Daimler übernimmt Mercedes-Generalimport ganz. 110 Jobs gehen ab 2014 verloren

Wien/Salzburg/Stuttgart - Die Daimler AG übernimmt den Generalimport von Mercedes, smart und Fuso zur Gänze und kauft zu diesem Zweck zum 1. Jänner 2013 die bisher von der Salzburger Autohandelsgruppe Pappas gehaltenen zweiten 50 Prozent an der Mercedes Benz Österreich Vertriebsgesellschaft, geht aus einer Unternehmensmitteilung vom Donnerstag hervor.

Ende des Zentralersatzteillagers Salzburg

Ab diesem Zeitpunkt wird Daimler auch zum einzigen Gesellschafter der Mercedes Benz Financial Services GmbH. Ab 2014 wird das Großhandelsgeschäft mit Ersatzteilen neu organisiert. Über die Kaufpreise wird Stillschweigen gewahrt.

Der zweite Schritt wird das Aus für das Pappas-Zentralersatzteillager Salzburg bringen und ab übernächstem Jahr 110 Jobs kosten, bestätigte ein Mercedes-Sprecher.

Bis zum Inkrafttreten der Veränderungen in einem Jahr werde ein "umfassender Sozialplan" für die Mitarbeiter ausgearbeitet werden. Das Wholesale-Ersatzteilgeschäft soll künftig über das Logistikzentrum in Nürnberg abgewickelt werden.

Daimler strebt nach Kontrolle

Österreich war bisher der einzige Kernmarkt in Europa, in dem die Großhandelsfunktion nicht ganz in den Händen der Daimler AG gelegen war. "Durch die komplette Übernahme der Importeursfunktion können wir in Zukunft noch effizienter und schlagkräftiger agieren", erklärte Joachim Schmidt von Mercedes-Benz Car Vertrieb und Marketing.

Pappas bleibt mit 35 Verkaufs- und Servicebertrieben der größte Händler der Daimler-Marken in Österreich und Ungarn.

Rückruf bei Mercedes-Modellen

Nur ein Mercedes ist ein Mercedes. Dieses Sprichwort gilt nicht immer. Der Autobauer muss wegen Benzingeruchs Tausende Fahrzeuge zurückrufen. Grund sei ein undichter Kraftstofffilter im Kofferraum, sagte Daimler und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung. Ihm zufolge müssen alleine in Deutschland fast 2.000 Limousinen in die Werkstatt. In Österreich sind 189 Limousinen betroffen, hieß es auf Anfrage.

In den USA sind es 5.800 S-Klassen, weitere können in anderen Ländern hinzukommen. Betroffen sind Mercedes-Benz-Limousinen aus der Bauzeit von April bis Juli 2011. Brandgefahr bestehe nicht, betonte ein Sprecher. "Es ist nicht gefährlich." (APA, 13.12.2012)

Share if you care