Studie: Mehr als genügend Bewerber für Berufsheer

13. Dezember 2012, 12:32
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IFES-Chefin Palme: 84.000 "High Potentials", gebildet und leistungsorientiert - Darabos: Argument der Gegner fällt weg

Wien - Mit einer Studie versucht Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) zu untermauern, dass es kein Problem wäre, Soldaten für ein Berufsheer zu finden. Die IFES-Studie zeige, dass es mehr als genügend Bewerber (das 32-Fache) für sein Modell des Profiheers mit Milizkomponente gäbe, sagte Darabos am Donnerstag.

Auch der "Gräuelpropaganda", dass sich "nur Kriminelle melden" würden, versuchte Darabos entgegegenzutreten: Laut Studie wären viele gut Gebildete mit hoher Leistungsbereitschaft und Einsatzfreude unter den Kandidaten.

Demnach könnten sich 576.000 der 1,56 Millionen Österreicher zwischen 16 und 30 Jahren prinzipiell vorstellen, einige Jahre als Berufssoldat zu arbeiten. 84.000 davon wären "High Potentials", die auch die nötigen Eigenschaften und Einstellungen hätten, sagte IFES-Geschäftsführerin Imma Palme. Nötig wären für Darabos' Profibundesheer in den ersten vier Jahren jährlich 2.550 Freiwillige: 400 Berufssoldaten, 1.300 Zeitsoldaten und 850 Profimilizsoldaten.

64.000 Männer, 20.000 Frauen "High Potentials"

64.000 der "High Potentials" sind demnach Männer, 20.000 Frauen. 26 Prozent der jungen Männer und 50 Prozent der Frauen haben Matura, 80 Prozent der "High Potentials" legen laut der Studie Wert auf Aufstieg durch Leistung. Es seien also nicht die "sozial Schwachen und psychisch Instabilen", die zum Heer gingen, sagte Palme. Die Männer entsprächen dem "durchschnittlichen Österreicher" - und die interessierten Frauen hätten ein besonderes Merkmal: Sie seien besonders gut gebildet und würden im Heer die Chance für eine Aufgabe und Karriere sehen, die sie "sonst in der Gesellschaft nicht sehen".

Das stärkste Motiv für eine berufliche Verpflichtung beim Heer wäre laut Palme die Jobsicherheit, gefolgt von der lebenslangen Pension dem Ausbildungsangebot und dem Erwerb von Führungserfahrung. Nur 26 Prozent gaben demnach an, "nie beim Heer arbeiten zu wollen".

Bevorzugte Übernahme in öffentlichen Dienst als Anreiz

"Das Argument der Gegner fällt weg", es würden sich nicht genügend Freiwillige finden, sagte Darabos. Er verwies auf die geplanten Anreize: Neben einer 5.000-Euro-Prämie für Profimilizsoldaten will er erreichen, dass Soldaten nach Ablauf der Militärlaufbahn bevorzugt in den öffentlichen Dienst übernommen werden, etwa bei der Polizei. Einige Länder stünden dem sehr positiv gegenüber, Gespräche habe es bereits gegeben. Mit dem Innenministerium werde er nach der Volksbefragung am 20. Jänner darüber reden.

In Auftrag gegeben hat Darabos die Studie nach eigenen Angaben, noch ehe die Wehrpflicht-Volksbefragung feststand. Durchgeführt wurde sie von Februar bis Oktober 2012, befragt wurden 1.100 unter 30-Jährige - was laut Darabos eine "sehr repräsentative Untersuchung" ergebe. (APA, 13.12.2012)

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    Die Männer entsprächen dem "durchschnittlichen Österreicher" - und die interessierten Frauen hätten ein besonderes Merkmal: Sie seien besonders gut gebildet und würden im Heer die Chance für eine Aufgabe und Karriere sehen, die sie "sonst in der Gesellschaft nicht sehen".

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