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Die Männer entsprächen dem "durchschnittlichen Österreicher" - und die interessierten Frauen hätten ein besonderes Merkmal: Sie seien besonders gut gebildet und würden im Heer die Chance für eine Aufgabe und Karriere sehen, die sie "sonst in der Gesellschaft nicht sehen".
Wien - Mit einer Studie versucht Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) zu untermauern, dass es kein Problem wäre, Soldaten für ein Berufsheer zu finden. Die IFES-Studie zeige, dass es mehr als genügend Bewerber (das 32-Fache) für sein Modell des Profiheers mit Milizkomponente gäbe, sagte Darabos am Donnerstag.
Auch der "Gräuelpropaganda", dass sich "nur Kriminelle melden" würden, versuchte Darabos entgegegenzutreten: Laut Studie wären viele gut Gebildete mit hoher Leistungsbereitschaft und Einsatzfreude unter den Kandidaten.
Demnach könnten sich 576.000 der 1,56 Millionen Österreicher zwischen 16 und 30 Jahren prinzipiell vorstellen, einige Jahre als Berufssoldat zu arbeiten. 84.000 davon wären "High Potentials", die auch die nötigen Eigenschaften und Einstellungen hätten, sagte IFES-Geschäftsführerin Imma Palme. Nötig wären für Darabos' Profibundesheer in den ersten vier Jahren jährlich 2.550 Freiwillige: 400 Berufssoldaten, 1.300 Zeitsoldaten und 850 Profimilizsoldaten.
64.000 der "High Potentials" sind demnach Männer, 20.000 Frauen. 26 Prozent der jungen Männer und 50 Prozent der Frauen haben Matura, 80 Prozent der "High Potentials" legen laut der Studie Wert auf Aufstieg durch Leistung. Es seien also nicht die "sozial Schwachen und psychisch Instabilen", die zum Heer gingen, sagte Palme. Die Männer entsprächen dem "durchschnittlichen Österreicher" - und die interessierten Frauen hätten ein besonderes Merkmal: Sie seien besonders gut gebildet und würden im Heer die Chance für eine Aufgabe und Karriere sehen, die sie "sonst in der Gesellschaft nicht sehen".
Das stärkste Motiv für eine berufliche Verpflichtung beim Heer wäre laut Palme die Jobsicherheit, gefolgt von der lebenslangen Pension dem Ausbildungsangebot und dem Erwerb von Führungserfahrung. Nur 26 Prozent gaben demnach an, "nie beim Heer arbeiten zu wollen".
"Das Argument der Gegner fällt weg", es würden sich nicht genügend Freiwillige finden, sagte Darabos. Er verwies auf die geplanten Anreize: Neben einer 5.000-Euro-Prämie für Profimilizsoldaten will er erreichen, dass Soldaten nach Ablauf der Militärlaufbahn bevorzugt in den öffentlichen Dienst übernommen werden, etwa bei der Polizei. Einige Länder stünden dem sehr positiv gegenüber, Gespräche habe es bereits gegeben. Mit dem Innenministerium werde er nach der Volksbefragung am 20. Jänner darüber reden.
In Auftrag gegeben hat Darabos die Studie nach eigenen Angaben, noch ehe die Wehrpflicht-Volksbefragung feststand. Durchgeführt wurde sie von Februar bis Oktober 2012, befragt wurden 1.100 unter 30-Jährige - was laut Darabos eine "sehr repräsentative Untersuchung" ergebe. (APA, 13.12.2012)
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Was von Studien der SPÖ zu halten ist, zeigt ire Politik. Die SPÖ verbreitet hauptsächlich Populismus, siehe Zockerei der Salzburger SPÖ mit Steuergeld, aber Beschimpfung gegen jede Form der Wertpapiere. Wenn man sich die Bildungsrate vor allem in Wiener Schulen ansieht kann sich jeder gut vorstellen welche Leute da in großer Zahl für ein Berufsheer zur Verfügung stehen. Nämlich solche die sonst nirgendwo einen Job finden, weil sie weder Schreiben noch Rechnen können. Für alle anderen ist das Darbos Modell unattraktiv, sie bekommen überall bessere Jobs. Eine Bewaffnung der Unterschicht ist wohl sehr Problematisch wie die Vorfälle in den USA deutlich zeigen. Das Billigmodel von Darabos wird es sicher sein
Das habe ich nämlich noch nirgendwo vernommen.
Momentan gibt es in Österreich ja - auch - ein Berufsheer, nur eben neben den Wehrpflichtigen.
Mit denen findet man bisher locker das Auskommen. Auch für die Überwachung des Luftraums.
Die Wehrpflichtigen hingegen werden bisher nicht einmal bei UN-Missionen eingesetzt. Aber sie sollen dennoch bereit stehen, um problemlos Österreich mit der Waffe in der Hand zu verteidigen? Gegen wen eigentlich? Wer könnte in Österreich einmarschieren wollen? Und dann könnte Österreich einem solchen Angriff mit den Wehrpflichtigen standhalten? Oder eben doch nur ein paar Stunden oder Tage lang? Wozu dann? Hofft man auf Hilfe durch die Nato - durch deren Gebiet ein Angreifer zuvor durchmarschieren müsste?
.. österreichische Nation verteidigen? Alleine um uns anzugreifen, müsste man schon vorher eine ganze Reihe anderer EU Länder angreifen. Außer sie betrachten die Schweiz als potentiellen Agressor.
Sie wissen nicht, wie lange die EU Bestand hat und wie sich die Verhältnisse entwickeln werden.
Vergessen Sie nicht, dass der letzte Balkankrieg in Jugoslawien noch nicht so lange zurückliegt und auch österreichisches Territorium betroffen war.
Denken Sie daran, dass sich ein Nachbarland auf dem Weg zu einem autoritären Staat, wenn nicht eine Diktatur, befindet.
Denken Sie auch daran, dass Österreich auch Verwantwortung für Südtirol hat.
Für alle diese Eventualitäten muss ein Heer bereitstehen. Sei es auch nur, dass die Wehrpflichtigen für die Nachschublogistik und Versorgung eingesetzt werden.
Mit Risiken kann man nicht umgehen, indem man sie ignoriert.
Nur mal angenommen der Bundespräsident erteilt dem Bundesheer den Schießbefehl bei einer Massendemo so werden die Berufssoldaten eher diesen Befehl ausführen, da sie ihren Lebensunterhalt mit Gehorsam verdienen.
Die Wehrpflichtigen werden dagegen dem Bundespräsidenten in diesem Falle eher etwas pfeifen. Sie sind dort, weil sie müssen und nicht weil sie es dem Chef Recht machen wollen um Karriere zu machen.
= 16.000 mann mobilmachungsstärke (berufs- und zeitsoldaten)
bundesheer heute = 55.000 mann (16.000 berufs- und zeitsoldaten, 11.000 GWD/halbjahr, 28.000 miliz)
"profimiliz" wird mit der sog. "aufwuchsfähigkeit" in verbindung gebracht, dh dass irgendwann 9.300 personen ausgebildet worden sind und pro jahr zwei wochen zur verfügung stehen
warum die rechnung der SPÖ so heikel ist, siehe
Drei Fragen an Josef Cap
http://www.ceiberweiber.at/index.php... es&id=2577
PS: bei der "potenzialstudie" muss man bedenken, dass interesse weder gleich bewerbung noch gleich geeignet ist. und dass sich die leute wohl sowas wie "einen sichern job im staatsdienst" erwarten - genau das wird aber nicht geboten, sondern "profimiliz"
Ich kann mir auch viel prinzipiell vorstellen aber dennoch werde ich nur das wenigste realisieren.
Wahrscheinlich würde das Heer auch um einiges attraktiver werden für viele, wenn der fahle Geschmack der Unfreiwilligkeit wegfällt und man sich endlich um seine Soldaten bemühen muss. Die Moral in der Truppe würde jedenfalls deutlich steigen.
Wenn Österreich weiterhin sich nur für friedenssichernde Einsätze stark macht, dann hat das Bundesheer auch ein weiteres moralisches Plus.
Die Bevorzugung für den öffentlichen Dienst (wo es eben Sinn macht) ist im übrigen eine ausgezeichnete Idee. Generell muss man auch die Miliz stärken.
die werden nämlich von den "profiheer"-verfechtern abgewertet ("anspruchslos", "ungefährlich" usw.), sondern um kampfeinsätze. deswegen wollen die, die soooo gegen zwang wettern, nämlich die unfreiwillige teilnahme an auslandseinsätzen durchsetzen...
Wer hat das abgewertet? Das ist mir neu? Selbst der Darabos ist immer ganz verzückt wenn es um Österreichs Beitrag für die Welt geht.
Es sind ja auch die Leute die in diese friedenssichernden Einsätze gehen keine Grundwehrdiener, sondern Kadersoldaten und Freiwillige. Also inwiefern soll da jetzt ein Berufsheer eine Änderung herbeiführen?
Außer Österreich wird auf einmal kriegsgeil... das wäre schon eine absurde Vorstellung bei allem was Recht ist, bei dem Anteil an Pseudopazifisten in der Politik...
Also Frankreich, Großbritannien, USA etc, die gehen alle unter oder wie?
Ein bisschen über Schweden, Deutschland hinausschauen bitte ;) Natürlich muss man dann etwas tun für seine Freiwilligen und kann nicht darauf warten, dass einem das Gesetz die Leute in die Hände treibt ;)
Frankreich hat nicht ausreichend Bewerber für sein Heer und die Marine. Wenn man die Freiwilligen für Eliteeinheiten abzieht gibt es kaum mal 1 Bewerber pro offener Stelle. Die einzigen die dort wirklich die Qual der Wahl haben ist die Fremdenlegion mit 10 Bewerbern pro offener Stelle. Das dürfte wohl die einzige Truppe auf dieser Welt sein welche einen so hohen Andrang hat.
die USA rekrutieren alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist. von "High Potentials" ist man da weit entfernt. das sind dann meistens Menschen ohne andere Chancen oder Personen, die aufgrund ihrer Einstellung eigentlich keine Waffe gegeben werden sollte.
Frankreich macht etwas, was ähnlich bedenklich ist: da benutzt man gerne die Fremdenlegion, wenn es hart auf hart kommt. die Briten haben hierfür die Ghurkas. also ich mag mich nicht unbedingt von einem ausländischen Söldnerheer verteidigen lassen.
und als Vergleich für Österreich sind Staaten wie Schweiz (Wehrpflicht, neutral) und Schweden (bündnisfrei) bestens geeignet.
was das Rekrutierungspotenzial angeht, ist Deutschland vermutlich auch brauchbar.
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