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Wien - "Ab morgen Freitag, 14. Dezember, dürfen auf Lebensmittel in der EU gesundheitsbezogene Angaben nur noch mit ausdrücklicher EU-Prüfung angegeben werden. Damit ist Schluss mit Werbe-Schmähs und Irreführung von Konsumentinnen und Konsumenten", erläutert die Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im zuständigen Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.
Beispielsweise darf ab morgen nicht mehr behauptet werden, dass Eisen zu einer Reduktion eines übermäßigen Haarausfalls beitrage, außer, es lässt sich wissenschaftlich beweisen. Die Liste soll durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) dem Stand der Wissenschaft laufend angepasst werden.
Kadenbach: "Ich sehe darin einen wesentlichen Fortschritt für mündige Konsumenten, die ihre Entscheidung beim Kauf hochwertiger Lebensmittel auf Fakten beziehen können." (red, derStandard.at, 13.12.2012)
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Der Begriff "Bio" sollte mal definiert werden und von einer höheren Instanz vergeben werden. Hat ja mittlerweile keinen Wert mehr und dient nur noch als Blickfang. Bei Kartoffeln oder Zwiebeln ist es mir noch relativ egal, ob die in biologischer Freilandhaltung stammen, aber bei Fleisch werde ich dann schon etwas kritischer.
Bio-Fleisch ist auch ein weit dehnbarer Begriff und niemand weiß so wirklich, was Bio im Zusammenhang mit Fleisch konkret bedeutet.
Hab jetzt nebenbei recherchiert und bin auf diese Veranstaltung gestoßen: http://bit.ly/UHtv5r
Zu dem bin ich auch der Meinung, dass auch in der Schule ein Bewusstsein für Nahrungsmittel geschaffen werden sollte, aber das nochmal eine andere Geschichte :)
Was wird jetzt passieren? Ganz einfach, die Arbeitsweise wird umgekehrt. Bis jetzt wurde für eine bestimmte Zielgruppe (junge Frauen, Übergewichtige, Sportler usw.) ein funktioneller Inhaltsstoff ausgewählt und dieser mit den entsprechenden Werbehinweisen angepriesen. Jetzt wird geschaut, welche claims auf der EFSA-Liste zulässig sind und dann das entsprechende Produkt darum gebaut. Das wird zu einer Vielzahl ähnlich beworbener Produkte führen mit den immer gleichen functionals.
eine Packerlsuppe in Händen, auf der groß und freundlich "FRISCH!" zu lesen stand...
Ich vermute allerdings, dass viele dieser faustdicken Lügen (a.k.a. "Werbeschmähs") deshalb bei uns durchgehen, weil wir sehr oft belogen werden WOLLEN...
..."LEBENSVERKÜRZEND" auf der Gulaschsuppe (mit 3% Fleisch und 30% Geschmacksverstärkern) wirkt sich dann doch auf das subjektive Geschmackserlebnis aus.
Als vorsätzliche Irreführung von Konsumenten sehe ich schon die Freigabe der Packungsgrößen: Packungen unterschiedlichster Größe, 80g, 100g, 120g, 150g und 200g und irgendwo steht in mikroskopisch kleiner Schrift dann doch der Kilopreis.
macht denn dann in Zukunft Frau Karlich? Sie verdient doch ganz gut mit ihren Schmähgeschichten, dass sie jeden Tag diesen pseudogesunden, völlig überteuerten Joghurtpansch in sich hineinschüttet. Und wenn man ihrer Optik glauben darf, dann ist in diesem Zeug mindestens eine Tonne Fett und ein Kilo Zucker versteckt. Aber vielleicht kann man ja ihre Plaudersendung auch erst mit einem Gesundheitshinweis versehen und daraufhin dann verbieten. Das wäre der erfreuliche Anfang des Untergangs des Unterschichtenfernsehens.
Ich verstehe diese Argumentation nicht. Was hat (etwas mehr) Ehrlichkeit mit Entmündigung zu tun? Entmündigung wäre, wenn man Ihnen verbieten würde, gewisse Lebensmittel zu konsumieren. Hier geht es doch nur darum, wie etwas beworben wird. Es ist nicht das Gleiche, ob man sagt, "Produkt X wird Sie diesen Winter nicht vor einer Grippe bewahren, also dürfen Sie es nicht konsumieren" oder "Produzent X darf nicht behaupten, sein Produkt könne Y, sofern er es nicht auch nachweisen kann." Das ist bei Nichtlebensmitteln ja genau so: ich kann keinen Handmixer verkaufen und behaupten, der könne auch Schweinsbraten machen, oder eine Zahnbürste und Ihnen weismachen, die helfe auch gegen Haarausfall. Aber bei Lebensmitteln ist das OK?
oder verwechsle ich da was?
Die EFSA ist tatsächlich eine "politische" Behörde, die ausschließlich mit Leuten aus Politik und Forschung besetzt ist.
Das was sie meinen ist das Konglomerat rund um die Anstalt, die die Lebensmittel prüft und eben diese Bescheinigungen vergibt. Dort sitzen zu 90% Vertreter der Pharmafirmen drinnen und prüfen sich selber. Ich weiß jetzt nicht wie die Vereinigung heißt. Ist jedoch ein höchst ungustiöser Haufen an gekauften Wissenschaftlern, die gegen Bargeld jeden Dreck für gesundheitlich wertvoll erklären würden.
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