Österreich ist in der EU am drittreichsten

13. Dezember 2012, 11:42
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Land schob sich 2011 gegenüber 2010 um zwei Plätze vor

Brüssel - Österreich war 2011 das drittreichste Land der EU. Damit schob es sich gegenüber 2010 um zwei Plätze vor, damals war Österreich nur auf Rang fünf gelegen.

Die jüngsten Eurostat-Daten vom Donnerstag weisen Österreich einen Kaufkraftstandard von 129 Prozent des EU-Schnitts gemessen am BIP pro Kopf aus. Mit dem Kaufkraftstandard können Unterschiede zwischen den Preisniveaus verschiedener Länder verglichen werden. 2009 hatte dieser Wert 125 Prozent betragen, 2010 war er auf 127 Prozent gestiegen.

Weitere Verarmung in Krisenländern

In den Krisenländern wird die Bevölkerung weiterhin ärmer - wenn auch teils nur gering. Einer Studie des Marktforschungsinstituts GfK hat Ende Oktober Österreich an Rang sechs bei der Pro-Kopf-Kaufkraft in Europa gereiht. 20.613 Euro pro Jahr stehen demnach den Österreichern an Einkommen zur freien Verfügung. Der Wert ist nicht inflationsbereinig und enthält auch keine regional verschiedenen Preisniveaus.

Den ersten Platz belegte mit Abstand Liechtenstein mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 56.978 Euro. Auch bei dieser Studie fiel schon auf, dass der Abstand zwischen den "reichen" und den "armen" Ländern Europas sehr groß ist. Die Slowenen hatten demnach mit 10.356 Euro nur etwa halb so viel zur Verfügung wie die Österreicher, in Griechenland waren es 11.357 Euro. In etwa im Europa-Durchschnitt lag Spanien mit 12.943 Euro auf Rang 17.

Luxemburg weiter unangefochten an der Spitze

An der Spitze des EU-Rankings nach Kaufkraftstandard liegt weiterhin unangefochten Luxemburg mit 271 Prozent vor den Niederlanden (131). Gleichauf mit Österreich liegt Irland mit 129 Prozent auf Rang drei. Dann folgen Schweden (127), Dänemark (125), Deutschland (121), Belgien (119), Finnland (114), Großbritannien (109) und Frankreich (108). Italien liegt mit 100 Prozent genau im EU-Schnitt.

Darunter liegen Spanien (98), Zypern (94), Malta (85), Slowenien (84) und Tschechien (80). Auf weniger als 80 Punkte kommen Griechenland (79), Portugal (77), die Slowakei (73), Estland (67), Litauen und Ungarn (je 66), Polen (64) und Lettland (58), abgeschlagen am Ende rangieren Rumänien (49) und Bulgarien (46).

Der Durchschnitt der Eurozone belief sich auf 108 Prozent. Kroatien, das Mitte 2013 das 28. EU-Land werden soll, kommt in dieser Liste auf 61 Prozent. (APA/red, derStandard.at, 13.12.2012)

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