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Probleme, die im Alltag ausgeblendet werden, kommen zu Weihnachten gerne ans Licht.
Viele Menschen erleben den Advent und die Weihnachtsfeiertage als besonders stressig und psychisch belastend. Welche Ursachen sich dahinter verbergen, hat Lisa Tomaschek-Habrina, Gesundheitsmanagerin der origo Gesundheitszentren und Leiterin des Institutes für Burnout und Stressmanagement (ibos) mit ihrem Team genauer unter die Lupe genommen.
Der Stress beginnt bei den meisten schon in der Vorweihnachtszeit, in der sich zu den alltäglichen Verpflichtungen oft weitere Aufgaben, wie Geschenke besorgen, gesellen. Allein die Ideenfindung kann zum Stressfaktor werden. Dazu kommt: Das "Fest der Geschenke" kann Geldsorgen bescheren.
Weihnachtsfeiern und andere abendliche Verpflichtungen in der Firma oder mit Geschäftspartnern füllen zusätzlich den Terminkalender und sorgen für zu wenig Schlaf.
"Anstatt dem Ideal eines besonders schönen, harmonischen und besinnlichen Weihnachten nachzulaufen, sollte
man sich folgende Fragen stellen: Wie möchte ich Weihnachten feiern? Wen lade ich ein oder wen besuche ich nicht? Es ist oft sinnvoller einer Person ehrlich zu sagen, wenn man keine Zeit hat, als einen stressigen Pflichtbesuch abzustatten. Bewusst zu entscheiden, wie ich das Fest gern hätte und auch danach zu handeln, erhöht die Chance, Weihnachten wirklich genießen zu können und hilft den Stress zu vermindern."
Rund um den 24. Dezember brechen besonders häufig psychische Konflikte hervor. Die Zahl der familiären Probleme steigt und Experten wähnen das hohe Harmoniebedürfnis und den Wunsch nach Geborgenheit dahinter. Anspruch und Wirklichkeit prallen hier aufeinander.
Wer die Anzeichen des weihnachtlichen Gemütsstress frühzeitig wahr nimmt, dem kann eine Bestandsaufnahme und bewusste Auseinandersetzung mit sich selbst und der familiären Situation eventuell helfen, denn seelische Krisen können auch der persönlichen Entwicklung dienen.
"Ein täglicher Spaziergang bei Tageslicht ist in der dunklen Jahreszeit besonders wichtig und hilft depressive Verstimmungen zu lindern. ßerdem ist es ratsam, sich den extrem hohen Reizpegeln wie künstlichem Licht, Lärm, Gedränge,
Menschenmengen usw. zu entziehen. Sorgen Sie stattdessen für eine ruhige Adventsatmosphäre und halten Sie
Kontakt mit Menschen, die Ihnen gut tun,“ empfiehlt Lisa Tomaschek-Habrina abschließend. (red, derStandard.at, 13.12.2012)
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und möchte, dass dieses Problem endlich von den Psychologen anerkannt wird.
Immer dieses Gesülze über psychische und familiäre Probleme zur Weihnachtszeit - das ist doch seit einem halben Jahrhundert genauso Bestandteil des Advents wie Punsch, Christbäume, Lebkuchen und die ganzen Lieder mit Glöckerluntermalung.
Und bevor in unserer Familie Weihnachten gefeiert wird muss immer jemand sagen: "die armen Leute, die jetzt alleine sind" - bei Ihnen auch?
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