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Die "Plattform für ein modernes Urheberrecht" wird von "Kunst hat Recht" kritisiert
In einer Presseaussendung vom 11. Dezember bezeichnet die für die Festplattenabgabe eintretende KünstlerInnen-Initiative "Kunst hat Recht" den "Schulterschluss des Elektrohandels mit Konzernen" als verantwortungslos. Gemeint ist damit die "Plattform für ein modernes Urheberrecht", die sich vehement gegen eine Festplattenabgabe ausspricht und für ein modernes Urheberrecht plädiert. Mitglieder der Plattform sind namhafte Unternehmen wie Apple, Samsung, HP, Di-Tech oder Sony.
"Kunst hat Recht" kritisiert nun die Argumentation der Plattform und meint, dass "vor allem weltweit agierende Unternehmen, deren jährliche Gewinne mehr ausmachen als der österreichische Staatshaushalt", versuchen würden, Einfluss auf die Neuregelung des Urheberrechts zu nehmen. Weiters würden diese Unternehmen in Österreich de facto "keine Steuern zahlen, weil sie ihre Gewinne in den Ländern ihrer Konzernzentralen abliefern".
Auch die Beteiligung des österreichischen Elektrohandels scheint "Kunst hat Recht" zu missfallen. Laut der Initiative sei das Hauptinteresse der Plattform nämlich, Content so gewinnbringend wie möglich an den User zu bringen. In Deutschland habe die Festplattenabgabe zu keinerlei Beeinträchtigung des Elektrohandels geführt. Die Erhöhung der Konsumentenpreise sei im Zusammenhang mit der Festplattenabgabe nicht nötig, da die Preisgestaltung in Österreich ohnehin anderen Kriterien unterliegt. Den österreichischen KünstlerInnen würden durch die Zurückhaltung der Festplattenabgabe etwa zehn Millionen Euro jährlich entgehen.
"Diese Gruppen empören sich über drei Euro pro Jahr", so "Kunst hat Recht" und meinen weiters, dass es diesen Unternehmen nur um Gewinnmaximierung ginge, weshalb sie sich gegen die Festplattenabgabe einsetzen würden. Dabei sei, so Filmproduzent Wolfang Frey, die österreichische Produktion in Gefahr, "wenn wir die Festplattenabgabe nicht bekommen".
Damian Izdebski, Sprecher der "Plattform für modernes Urheberrecht", meint hingegen, dass die kurzfristige Einführung einer Handy- und Computersteuer keine Lösung sei. Es gehe darum, "dass Konsumentinnen und Konsumenten nicht mit planwirtschaftlichen Ideen noch weiter geschröpft werden". Die KonsumentInnen würden dann nämlich auf das Internet ausweichen statt im österreichischen Handel zu kaufen. Dadurch würden Kaufkraft und Arbeitsplätze abwandern. Vielmehr bräuchte es eine faire und tragfähige Regelung. 2013 würde die EU-Kommission ohnehin einen Vorschlag ausarbeiten, weshalb es Unsinn wäre, "wenn Österreich jetzt einem Schnellschuss macht". Leidtragende wären dann nämlich die Konsumenten.
Rechtssicherheit könne nur durch ein modernes, zukunftssicheres, europäisches und transparentes Urheberrecht geschaffen werden, so Izdebski. Dieser Forderung aus der Resolution der Plattform trage die Politik "nicht einmal in Ansätzen Rechnung". Dafür bräuchte es juristisches, technologisches, wirtschaftliches und soziologisches Verständnis. Experten sollten deshalb aus allen Bereichen an der Diskussion beteiligt sein. (iw, derStandard.at, 13.12.2012)
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www.clases-aleman-online.webs.com
Sehe ich nicht so. Von mir kriegen die eh keinen Cent.
Wie komme ich dazu, irgend eine Rockröhre zu finanzieren, wenn ich deren Musik nicht höre? Oder irgendeinen Alm-Öhi mit Trompete, vor dem ich sofort die akustische Flucht ergreife? Was ist mit Firmen, die auf ihren Festplatten nur die Buchhaltung speichern?
Nein, Festplattenabgabe ist Sippenhaft. Und daher abzulehnen.
Für mich liegen die Dinge – rechtlich – eigentlich klar:
De facto – besonders, wenn man die Dateigrößen vergleicht, da hat ein RAW-Photo etwa den Umfang von 100 MP3s, die es auf meiner Festplatte sowieso nicht gibt – stellt das Ansinnen von "Kunst hat Recht" eine Verletzung meiner Urheber- und Verwertungsrechte dar.
Im Fall des Falles, werde ich wohl klagen müssen.
Jedenfalls steht bereits jetzt fest, dass das die größte Piraterie-Initiative der Geschichte ist.
Ich hab jetzt zufallig das - http://bit.ly/UuypR7 - gemacht und sehe dafür (außer Ad-Revenues von $80/Tag mit 15K Social Media Response, was ziemlich lächerlich ist) kein Geld.
Ebenso zufällig ist mein Backup-Volume jetzt voll, und ein Request belegt etwa 1MB Cache-Speicher.
Was haben jetzt DJ Ötzi & Co damit zu schaffen, um sich an meinen Urheberrechten – auch noch als einzige – zu bereichern?
Ich sehe das vor allem als eine Attacke der Alten Medien auf die Neuen.
die ich mir stelle ist:
Weshalb soll ich für ein Medium ( welches klar spezifiziert werden müsste) eine Abgabe an eine Verwertungsgesellschaft entrichten, die wiederum 50% dieser Einnahmen an Künstler verteilt, welche bei ihnen einen Mitgliedsbeitrag entrichten UND von selben Gesellschaften erst "akzeptiert" werden müssen.
Per Gesetz ist ein Programmierer ein "Lyriker". Wird jedoch für seine "Lyrik" NICHT von diesen Gesellschaften anerkannt.
Ebenso können diese Gesellschaften jeden Künstler einfach ohne Gründe zu nennen ablehnen.
Weiters zahle ich auf die Hardware bereits Steuern, welche wiederum ins Budget fließen, mit dem wiederum Künstler gefördert werden.
Generalverdächtigt, bevormundet und zwangsbesteuert = kein gutes Gefühl.
ich meine, dass die festplattenabgabe keine lösung ist. aber das künstlerInnen-bashing, das hier im forum betrieben wird, hat durchaus etwas widerwärtiges. wenn künstlerInnen welcher branche auch immer, für ihre arbeit nicht entlohnt werden, wird es keine nennenswerte künstlerische produktion mehr geben.
Wenn sie ENTLOHNT werden wollen, dann sollen dieser "Künstler" etwas verkaufen und nicht eine Gratispension fordern. So einfach ist das.
Die Festplattenabgabe wäre politisch legalisierter Diebstahl an Konsumenten durch private Vereine und Verwertungsfirmen.
Die Argumentation dieser "Initiative" ist ohnehin jenseitig und lächerlich. Bei Bedarf kann Sozialhilfe nämlich in jeder Gemeinde beantragt werden, sollten gewisse "Künstler" am Hungertuch nagen. Alternativ gäbe es natürlich auch noch die Option, einer Arbeit nach zu gehen.
künstler bashing hin oder her.
die meisten hier haben einfach wirklich keine ahnung um was es geht, aber meinen sich ganz genau auszukennen was die AKM / AUME so machen, wofür die URA ist, und wie urheber in österreich entlohnt werden.
östereich hat anscheinend genausoviele urheberrechts experten wie teamchefs.
alle die handwerker vergleiche bringen qualifizieren sich als ahnungslos, alle die schreiben "ich kopier nix warum soll ich zahlen" sind ahnungslos. alle die von einer pauschalverurteilung schreiben sind ahnungslos.
das einzige was die leut interessiert ist das recht auf privatkopie zu behalten aber keine URA zahlen zu müssen. dafür stellt man sich auch gerne mal auf die seite von apple, sony und co.
der vorposter hat ja recht, wenn man sein produkt nicht verkaufen kann, dann wirds zum ladenhüter.
auffallend ist etwa, dass sich in diesem artikel gerade jene künstler zu wort melden, die nicht mal von urheberrechtsverletzungen betroffen ist, aber dennoch deswegen kohle haben wollen.
wirklich "opfer" von urheberrechtsverletzungen sind millionäre, deren tracks millionenfach verkauft werden.
hier geht es in keiner weise um künstler, sondern um wegelagerei von personen, die halt zufällig künstler sind.
hier geht es um typen, deren produkte nicht verkauft und genausowenig kopiert werden, die aber dennoch geld wollen.
nachdem diese verlogenen, geldgeilen typen mit idiotischen argumenten agieren ist es weenig verwunderlich dass sie dafür auch die kritische reaktion von der bevölkerung bekommen.
Das ist aber noch kein Grund als Künstler registrierte für meine Arbeit zu entlohnen.
Warum soll DJ Otzi Geld bekommen, wenn ich einen Text schreibe? Warum Menasse, wenn ich ein Foto mache? Geht's da um eine Kreativmonopol-Ersatzabgabe?
behaupte ich ja nicht. die festplattenabgabe scheint mir keine lösung für die entstandenen probleme zu sein. bringt den künstlerInnen nicht viel, und verärgert die konsumentInnen. das kann aber kein grund sein, die kulturschaffenden zu schmähen, wenn sie für ihre arbeit auch bezahlt werden wollen. der initiative für ein modernes urheberrecht wiederum geht es vor allem darum, dass geschäft der konzerne zu sichern.
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