Päpstlicher Twitter-Segen für eine Million Follower

13. Dezember 2012, 08:06
  • Papst Benedikt XVI. twittert auf seinem iPad
    foto: apa

    Papst Benedikt XVI. twittert auf seinem iPad

Römisch-katholische Kirche/Vatikan - Pontifex setzte ersten Tweet ab

Papst Benedikt XVI. hat sich am Mittwoch erstmals per Twitter an Gläubige an aller Welt gewandt - und erreichte damit gleich mehr als eine Million Menschen: "Liebe Freunde, ich habe die Freude, mit Euch über Twitter in Kontakt zu treten", schrieb der Papst an seine Follower. "Danke für Eure großzügige Antwort. Ich segne Euch von ganzem Herzen." 

Mit einem Tablet

Der Papst twittert unter dem Namen @pontifex in acht verschiedenen Sprachen. Seinen ersten Tweet verschickte er im Beisein von 4.500 Gläubigen aus aller Welt, die sich mit ihm zur wöchentlichen Generalaudienz im Vatikan versammelt hatten, von einem Tablet. Der auf einem mit rotem Tuch überzogenen Tisch liegende Computer wurde dem 85-Jährigen von einem Vertreter der Kommunikationsabteilung des Vatikans, von Jugendlichen und von der Twitter-Vertreterin Claire Diaz-Ortiz überbracht. 

Twitter-Pionier

Lächelnd ließ sich Benedikt XVI. in die Funktionsweise des Computers einweisen, bevor er seine Brille aufsetzte und mit einem Knopfdruck seine Botschaft abschickte - den ersten Tweet eines Papstes. Dieses Ereignis sei vergleichbar mit der ersten Radioansprache eines Papstes im Februar 1921, sagte der Twitter-Pionier des Kirchenstaates, Antonio Spadaro. 

Mehrere Sprachen

Kurz zuvor hatte der Pontifex laut Kathpress mit 1.001.201 Followern die magische Ein-Millionen-Marke geknackt. Der Twitter-Account des Papstes war vergangene Woche eröffnet worden. Die englische Originalfassung hat bereits mehr als 650.000 Follower, zehntausende weitere verfolgen den Account auf Arabisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch und Spanisch. 

Beantwortung von Fragen

Benedikt XVI. wollte am Mittwoch noch auf einige von tausenden Fragen antworten, die Gläubige in den vergangenen Tagen an ihn getwittert hatten. Dabei musste er sich kurz fassen, denn ein Tweet hat maximal 140 Zeichen. (APA, 13.12.2012)

Links:

@pontifex

Kommentar posten
14 Postings

Ganz ehrlich:
Hab ihn schon wieder entfolgt. Die Zwitschereien sind zum Fremdschämen :(

glauben heisst nix wissen

Der Papst hätte auch twittern können:
"Meine lieben Freunde,
lasst euch nicht durch die www.atheistische-religionsgesellschaft.at verführen - bleibt eurer Kirche treu! Beständigkeit hat wahren Bestand."

er hätte auch twittern können:
"Das Internet führt zur "Verschmutzung des Geistes""

http://www.golem.de/1004/74755.html

Oh Gott!

Geil.

Jetzt wird das tägliche Opium auch über Internet vertrieben.

Man kann davon ausgehen, dass die Abhängigkeitsquote rasant ansteigen wird!

Stells mir so richtig vor, wie nervös und zitternd manche vor dem PC/Handy da sitzen und auf das Opium warten. Dann werden sie ganz nass...

Opium?

Ja, Opium.

Damit spielt Cassiopea auf ein Zitat von Karl Marx an, der formulierte etwa so: Religion ist das Opium des Volkes.

Religion ist „das Opium des Volkes“ —Karl Marx
“Die Religion ist das Opium für das Volk” — Wladimir Iljitsch Lenin

Ja ja ... die Propheten ..

.. und Kommunismus war auch nur ein weiteres Opium für das Volk ... oder hat Lenin & Co mehr Segen für die Bevölkerung gebracht als noch der Zar?

Ein Troll mehr im Netz :>

um himmels willen, SM is doch nichts für papst;-)

Müsste man meinen ...

.. doch speziell unter den Katholiken sind Selbstgeiselungen usw. (Opus Dei) keine Seltenheit ;-)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.