Syriens Regime setzt "ungeheuerliche Waffen" ein

Sprecherin: Auch Scud-Raketen auf Stellungen der Rebellen abgefeuert

Damaskus - Die USA werfen der syrischen Führung unter Präsident Bashar al-Assad den Einsatz von Scud-Raketen gegen Rebellentruppen vor. "In Syrien sind Scuds gelandet", sagte ein US-Regierungsvertreter in der Nacht zum Donnerstag. US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland sagte ebenfalls, im Syrien-Konflikt würden inzwischen auch Raketen eingesetzt. Zum Typ der Geschoße wollte sie sich nicht äußern. Zudem verwende die Regierung eine weitere "ungeheuerliche Waffe", sage Nuland. Es handle sich um eine Art Rohrbombe, die brennbares Material enthalte.

Wie die "New York Times" unter Berufung auf US-Regierungskreise berichtete, feuerten syrische Regierungstruppen in den vergangenen Tagen von der Hauptstadt Damaskus aus mehrere Scud-Kurzstreckenraketen auf Stellungen der Rebellen im Norden des Landes ab. Die Waffen wurden einst in der Sowjetunion entwickelt und haben eine Reichweite von etwa 300 Kilometern.

Zuvor hatte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch der syrischen Armee bereits den Abwurf gefährlicher Brandbomben auf die Zivilbevölkerung vorgeworfen. Der bewaffnete Konflikt in Syrien hält seit März 2011 an. Seitdem wurden Schätzungen zufolge mehr als 42.000 Menschen getötet, eine halbe Million Syrer flüchteten. (APA, 13.12.2012)

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