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Salzburg ist überall. Vielleicht sind Bund, andere Bundesländer sowie Gemeinden kulturell wie finanzspekulativ nicht so international aufgestellt. Doch alle öffentlichen Budgets haben eine Gemeinsamkeit: Sie spiegeln weder Risiken noch künftige Belastungen wider. Das hängt mit der in öffentlichen Haushalten angewandten Kameralistik zusammen, die trotz einiger Reformen immer noch auf Zahlungsströmen beruht.
So kommt es, dass ein toxischer Swap in keiner Bilanz aufscheint, obwohl er hunderte Millionen unter Wasser sein kann. Verbucht werden nur Einnahmen und Ausgaben, das Risiko wird ausgeblendet. Im Rechnungswesen eines Betriebs werden hingegen Marktwerte nicht nur errechnet, sondern auch in der Bilanz berücksichtigt. Ähnlich verhält es sich mit künftigen Belastungen. Während Unternehmen Pensionsrückstellungen bilden, leben die Gebietskörperschaften von der Hand in den Mund.
Unter diesem Gesichtspunkt sollte Finanzministerin Maria Fekter keine "Troika" nach Salzburg schicken, sondern die Kameralistik abschaffen - natürlich auch beim Bundesbudget. Das wird sie natürlich nicht tun, denn wenn echte Vorsorgen für sinnlose Bahnprojekte und explodierende Pensions- und Gesundheitskosten gebildet würden, wäre die Troika ebenso ein Fall für Wien. Somit lebt die Politik bestens davon, dass von allen schriftlichen Unterlagen Budgetpapier am geduldigsten ist. (Andreas Schnauder, DER STANDARD, 13.12.2012)
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Es nützt ja unwahrscheinlich viel, wenn man das kapitaldeckungsverfahren in der Bilanz anwenden muss, auch wenn man anlagevermögen hat. Was hat es genützt, als die Vöestler ihre in der Bilanz berücksichtigten Pensionsrückstellungen in cash haben wollten? NICHTS!
Es kommt nicht auf die Bilanzen, oder Budgets an, sondern auf die Zuverlässigkeit der Leute, ihre Vertrauenswürdigkeit, die ist aber sehr dürftig gesät.
das Budget hat nur Planungscharakter, es wird aufgrund der Beschlussfassung durch die zuständigen Organe zu einem genehmigten Finanzrahmen. Es soll die Regierung handeln dürfen, aber nicht ins Chaos führen.
Die Bilanzen der privaten Unternehmen zeigen hingegen eine Menge von tatsächlichen Sachverhalten. Aber diese "Tatsachen" sind, wie die Amerikaner ja bewiesen, durchaus nicht stichhaltig, sonst gäbe es nicht das Finanzdesaster.
Die Zusatzerklärungen zu den verschiedenen Bilanzpositiionen müssten zudem noch erläutert und bestätigt werden. ZuKUNFTSASPEKTE werden immer wichtiger
und zwar ganz nebenbei, das normale Volk kennt sich nicht mehr aus und ist mangels der eigentlich nötigen Zusatzinformation und Zusatzschulung von dem abgeschnitten was Polis die in Wahrheit auch nicht mehr verstehen an ihnen nebenverwalten.
Das ist ein gesellschaftlicher Rückschritt, kein Fortschritt, und insofern sind korrigierende Visionen a la Attac durchaus überlegenswert auch wenn uns Realkapitalisten wie ein Raidl die überall ohne zu hinterfragen mittun polternd erklären dass der Markt eh alles zur Zufriedenheit regle. Tut er eben nicht.
Dass die völlig veränderte Wirtschaftswelt der Bevölkerung nie nahegebracht und verdeutlicht wurde ist ja ein Regierungsversäumnis erster Güte.
Vom BK oder wem auch immer hört man tagelang nichts, bis ein parteipolitisches Motiv ihn dazu bringt.
Diese Versäumnisse sind unverzeihlich. Die Parteipolitiker richten uns mit ihrer Fokussierung auf eigene Parteiinteressen zugrunde.
... wenn wir ins Casino gehen.
Kommunalfinanzierungsbank mit CDS der Zyperntochter versenkt - Notverstaatlichung - hoppala 1,5 Mrd. verlorener Zuschuss. Landes-Wohnbauanleihe unter anderem "exotisch veranlagt" und 800 Mio erst einmal tschüss. Mit quasi Landesbank gespielt - Hoppala noch 18 Mrd. an Haftungen offen. Ups - hat da etwa jemand bei uns mit "Alternativen Investments" 340 Mio. Landesgeld in den Sand gesetzt? ... und das war noch lange nicht alles.
Wer stopp den Irrsinn? Wenn unsere Kinder das dann monatlich mit Steuern und Gebühren abstottern, sind die Verantwortlichen längst nicht mehr. Welchen Sinn wird es haben, Grabsteine zur Rede zu stellen?
In Wien sind angeblich noch 7 Mrd an Haftungen und Pensionszusagen aus Bank Austria Zeiten am Laufen. Man muss aber dazusagen, dass vor der Lösung mit der AVZ Privatstiftung die Stadt für BA/CA >100 Mrd Euro Haftungen hatte!! Da sind wir schon locker in Kärnter Dimensionen, komplett durchgeknallt! Durch die Stiftung reuzierte sich die Haftungen auf 10 Mrd. und mittlerweile auf 7.
Man hat quasi die Bankbeteiligung verschenkt um 90% der Haftungen loszuwerden.
...alles wird besser mit der Doppik, wie man ja bei MEL, Immofinanz, den Landeshypos, der Kommunalkredit, der ÖBB usw usw deutlich sah.
Zu den doch meist einigermaßen bald duchschaubaren und durch Hardfacts untermauerbaren kameralen Ausgaben-Tricks brauchen wir bei der Skrupellosigkeit der Bürgermeister und Landeshauptleute jetzt auch zusätzlich noch die Bewertungslügen und -Diskussionen über Fair Value, Mark-to-Market etc. wo sich immer ein Scharlatan von "Gutachter" findet der die absurdeste Be- bzw Aufwertung als angemessen attestiert....
Denken Sie mal bitte nur ein paar Sekunden seriös nach, wen wir - mit welchem Rechnungswesen ausgestattet - in den letzen Jahren öffentlich auffangen mussten....
Und wegen?: (jahrel. Bewertungstricks)
und die Wahrheit ist in der nahen und fernen Zukunft sowieso unbekannt. Ganz gleich, welche Bilanzierungsvorschriften man vorsieht.
Das Tarnen und Täuschen wird nur ein anderes.
da bin ch ganz deiner Meinung
als die böse böse ÖBB - Infrastruktur braucht das Land ja nicht das macht man alles "priwat" - und die Altersversorgung einfällt.
Diverse Rettungspakete für Banken dürfen da eher nicht angesprochen werden, man will ja weiterhin Anzeigenkunden haben. Und das für die "Sicherheit" im Land jährlich 2 Mrd. sinnlos ausgegeben werden um Panzer und Atillerie zu erhalten die nie in einem Gefecht einen Schuss abzugeben das interessiert ja eigentlich auch niemanden...
http://www.wienerzeitung.at/meinungen... litik.html
Konsequenzen für die verantwortlichen Politiker - Pension, Beförderung ?
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