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Zwölfmal haben die Kärntner Freiheitlichen die Demokratie in Kärnten mit Füßen getreten. Zwölfmal sind ihre Abgeordneten aus dem Kärntner Landtag geschlichen. Zwölfmal haben sie den Willen der Mehrheit des Kärntner Landtags blockiert. Jetzt lenkt die FPK endlich ein und gibt den Weg für Neuwahlen frei. Würdelos war es, dieses rotzige Gehabe einer Partei, die über ein Jahrzehnt Hauptverantwortung trug in diesem Land.
Wenn Freiheitliche regieren, blüht Kärnten auf, hatte einst der später verunglückte Jörg Haider vollmundig erklärt. Was ist daraus geworden? Ein Land, verschuldet wie nie in seiner Geschichte. Kärnten versinkt heute im Sumpf der Korruption. Haiders Erben haben willig weitergemacht.
Gründe für rasche Neuwahlen gab es genug. Ein FPK-Chef, für den Staatsbürgerschaften im Abtausch mit Parteispenden "part of the game" waren, eine Parteiagentur, die Geld von Firmen erbat, die Landesgeld erhielten, eine Jubelbroschüre, in der auf Landeskosten Parteiwerbung betrieben wurde. Es laufen Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft gegen blaue Regierungsmitglieder von Landeshauptmann Gerhard Dörfler abwärts. Auch andere Parteien haben Dreck am Stecken, wie etwa der Prozess um das Birnbacher-Millionenhonorar im Fall der ÖVP offenbarte oder die Top-Team-Affäre, die der SPÖ noch Probleme bereiten könnte. Die Aufarbeitung des Kärntner Sumpfes wird Jahre dauern. Jetzt ist der Wähler am Wort. (Elisabeth Steiner, DER STANDARD, 13.12.2012)
Die Erwartungen an die Dreierkoalition nach dem größten Umbruch seit 1989 sind hoch
FPÖ-Chef Strache muss sich der Kärntner Schwesterpartei entledigen
Wirkliche Erneuerung sieht anders als betrieben aus
Nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt wurde auf der Saualm jetzt ein neues Asylquartier aufgemacht
In Kärnten sind die Sitten offenbar schon so verludert, dass der "Bazillus der Korruption" (Zitat Heinz Fischer) mittlerweile schon breite Teile der Exekutive erfasst hat
Kärnten ist faktisch so pleite wie die Hypo Alpe Adria
Korruptionsgeständnisse und Ermittlungen werfen neue Fragen auf
Die Losung der FPK lautet Machterhalt um jeden Preis. Dörfler scheint jetzt vorsichtig von diesem Kurs abzurücken
Die Doppelstrategie der Blauen soll vor allem eines: ablenken
Natürlich sind die lernfähig! Aber sie dürfen ja nicht vergessen die schotten sich nach außen ab. Da gibt es nur die ''ahnungslosen'' Anderen, die ''die Wahrheit verdrehen''.
Wer dort anders denkt geht sowieso nach Wien oder noch weiter weg. Die schwimmen seit 1945 in ihrer sehr eigenen Suppe.
haben sich die Menschen in Kärnten mit Fremdenfeindlichkeit, Korruption und permanentem Rechtsbruch als Fixpunkte der politischen Kultur („part of the game“) arrangiert. SPÖVP waren immer bereit, als Mehrheitsbeschaffer und Steigbügelhalter für FPÖ/BZÖ/FPK zu fungieren.
Die demokratie- und gesellschaftspolitischen Exoten der FPK, die mit ihrer kriminellen Energie das Land verschuldet und abgewirtschaftet haben und ihm jede Hoffnung und Würde genommen haben, werden daher auch in der nächsten Landesregierung vertreten sein.
und genau das war die ursache des problems, warum soll das jetzt die lösung sein...
überraschen tut nur, wie wenig man bieten muss um als rattenfänger gewählt zu werden... anscheinend immer weniger...
leider ist zu erwarten dass die therapieresistenten wieder die FalottenPartiezumKotzen wählen...
weil jetzt erst recht, uns sagt nämlich niemand was wir tun sollen...
ps: hypo war auch noch...
pss: vielleicht kommt ja das osterwunder und der heilige geist fährt in die dortige gesinnung...
(und sie wählen alle den stronach... ätschbätsch doch kein osterwunder!!)
Ich mag mich täuschen, aber die nächste Wahl hängt von für mich gefühlsmäßig von 2 Dingen ab:
1.) Ob die Leute die FPK echt nur als Haider-Erbe-Partei gewählt haben (viele die ihn gewählt haben sind zumindest herb enttäuscht - tja bei so ungeschicktem Verhalten kann man sich nicht Alles als Verschwörungstheorie abtun).
2.) Ob die anderen Parteien es schaffen sich gut und glaubhaft zu positionieren.
Ich vermute ja, dass unter jenen Leuten, die die FPK gewählt haben, einfach weniger Wahlbeteiligung herrschen wird (oder Abwandern zum BZÖ). Die die beim FPK bleiben, die sind vermutlich selber Teil von deren Maschinerie oder vollkommen blind.
Was das dann prozentuell heißt - man ist gespannt
dass Haider, der einzig und allein als Toter die Wahl für diese Clownstruppe gewonnen hat, jetzt zum großen Bumerang für die FPK werden wird. Jetzt ist er über 4 Jahre tot und die Leute werden sich fragen, was man aus seinem "Erbe" gemacht hat. Und da siehts düster aus. Haider konnte die Skandale und die brutale Machtpolitik immer mit einer Show überlagern und hatte auch ein Gespür dafür, nie den Bogen zu überspannen und den Rebell zu spielen, der durchaus nicht uncharmant war. Wenn das wegfällt, bleibt nur die häßliche Fratze über, Leute die ausschließlich ihre Pfründe betonieren wollen, egal wie sehr das Kärnten schadet. Niemand rechnet in der FPK mit Verlusten unter 10%-Punkte und die zusätzlichen Ortstafeln ärgern das Kernklientel.
Nachdem Leute wie Titeuf und ich aus Ktn weggehen, ist dieses Ergebnis leider wirklich denkbar.
Es ist ein Warnsignal für ganz Österreich, wenn ein Bundesland so korrupt und anfällig für den billigsten Populismus ist.
Es ist auch vom Bund verschuldet, wenn ein Landeshauptmann ein Land ausweiden kann um dummdreisten Populismus zu finanzieren.
Soetwas darf nicht möglich sein. Oder glaubt ihr wirklich, dass die Tiroler, Steirer und Burgenländer soviel intelligenter als die Kärntner sind? Ich nicht.
Das ist eine heikle Sache, weil wenn man denen zu ruckartig die Krone entreißt, dann wird das vermutlich auf Jahre Probleme nach sich ziehen. Vor allem muss es Bundesweit geschehen - und das ist bei so starken Landesleuten in anderen Bundesländern nicht gerade... leicht.
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