"Heute"-Rassismus: Ressortchef degradiert

12. Dezember 2012, 18:57

Die Maßnahmen dürften der empörten "Heute"-Mannschaft nicht weit genug reichen, sie protestieren weiter

Wien - Über einen Mordfall in Kärnten berichtete "Heute" und beschrieb den mutmaßlichen Täter als Sorte Mann, "die zum Glück eher hinterm Halbmond lebt. In Ländern, wo das Gesäß beim Beten höher ist als der Kopf. Partnerinnen betrachten sie als Besitz. Macht sich der selbstständig, sind sie im Stolz verletzt und drehen durch."

Christian Nusser, seit Sommer Chefredakteur von "Heute", distanzierte sich und entschuldigte sich für Rassismus. Seit Freitag gibt es intern Protest und Betriebsversammlungen. Nach STANDARD-Infos wurde der Autor der Formulierung, Wolfgang Höllrigl, vom Ressortchef zum Redakteur degradiert; er sei vorerst weiter beurlaubt, hieß es.

Der Redakteur, der den Bericht recherchiert hatte, wurde verwarnt. Die Maßnahmen dürften der empörten "Heute"-Mannschaft nach STANDARD-Informationen nicht weit genug reichen, sie protestieren vorerst weiter. (fid, DER STANDARD, 13.12.2012)

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Ich denke, der Artikel wurde schon ausreichend kommentiert

und breitgetreten - Entschuldigt hat sich mittlerweile jeder, der da irgendwo beteiligt war, Konsequenzen gab es ebenfalls.

Trotzdem macht ein Teil der Mannschaft gegen die eigene Firma mobil, die wollen Blut sehen.

Seltsam, in den vergangenen Jahren scheinen diese Figuren ganz gut gelebt zu haben mit und von díesem Boulevardmedium und plötzlich entdecken sie die Moral ??

Da hätten sie aber schon vor Jahren kündigen müssen, bzw. bei dem Blatt gar nicht beginnen dürfen.

Für Scheinheiligkeit ist an sich die Kirchenzeitung zuständig - vielleicht sollten die sich dort bewerben.

Ach, ich bin froh, dass sich auch einige Boulevard-Journalist_innen gegen offenen Rassismus einsetzen. Das noch dazu als Nestbeschmutzung zu verurteilen ("gegen die eigene Firma mobil machen"), ist schon seltsam.

die wollen Blut sehen..

sicher. ganz im stil der zeitung.

lustig wäre zu erheben, wieviele der heute (oder krone) journalisten privat linksorientierte gruenwaehler sind und totzdem bei sowas arbeiten

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Religion ist keine Rasse - insoferne kann es sich nicht um Rassismus handeln!

das ist schwachsinn, weil es wissenschaftllich betrachtet beim menschen gar keine rassen gibt und der begriff des rassismus für jede form der diskriminierung aufgrund herkunft / abstammung / kulturkreis verwendet wird.

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Dann wird dieser Begriff missbräuchlich verwendet.
Rasse ist etwas anderes als Religion. Dort gibt es keine genetischen Unterschiede!

nein der begriff wird sinngemäß richtig verwendet.
denn es geht ja dabei nicht um religion, sondern um diskriminierung fremder kulturen. die religion dient hier nur als vorwand oder aufhängung.

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Diskriminierung erfolgt auf Grund unterschiedlicher Parameter: Geschlecht, sex. Orientierung, rassische Unterschiede, Religion, Herkunft, uvam.
Das ist alles nicht zwingend Rassismus!

Es stimmt, dass nicht jede Art der Diskriminierung Rassismus ist u. gerade in der englischsprachigen Literatur gibt es seit einiger Zeit d. Tendenz, alles Mögliche unter "racism" zu subsumieren. Auch mit dem Begriff "race" wird im Englisch operiert. Nur, er bedeutet was anderes als der dte Begriff "Rasse", der sehr stark auf phänotypische u. genetische Merkmale abhebt.
Man kann, denke ich, von Rassismus sprechen, wenn man einer Gruppe von Menschen, d. als irgendwie kulturell anders angenommen wird, an s. bestimmte Eigenschaften zuschreibt, d. als der Gruppe inhärent u. unveränderlich wahrgenommen werden u. diese gegenüber dem Eigenen als minderwertig etc betrachtet werden. So kann auch Religion f. rassist. Diskr. instrumentalisiert werden

Es ist ganz einfach: Du kannst dich über die Bedeutung von Rassismus in Fachliteratur informieren (und die ist eindeutig, dass solche Aussagen Rassismus sind), oder du kannst weiter deine Privatdefinition verwenden. Nur darfst du dich dann nicht wundern, wenn andere Menschen dir widersprechen.

der begriff rassismus wird für jede diekriminierung, die auf herkunft oder ethnie abzielt verwendet.

eígentlich gibts keine Rassen, insofern kann alles zur Rasse werden...

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Das ist ausschließlich Definitionssache!

Naja: "diese Sorte [Gewalttäter] lebt in Ländern hinterm Halbmond, wo man zum Beten den A gen Himmel richtet" ist schon recht eindeutig sowohl eine geographische als auch religiöse Eingrenzung; implizit wird da durchaus unterstellt, dass gewalttätiges Verhalten für Männer aus betreffenden Gegenden typisch, hierzulande jedoch unbekannt und fremdartig sei.

... und dass die Neonazis seit den 1980ern nicht mehr gegen Juden hetzen, weil's ja kaum noch welche gibt in Europa, sondern in den letzten Jahren sehr intensiv die Islamparanoia ausnutzen, ist ja bekannt: Feige Neonazis gründen dann islamfeindliche Vereine a la pronrw, weil Islamhass salonfähiger ist als offener Rassismus; beliebt ist auch die Masche "Aktion gegen Kinderschänder".

nusser, der held

"christian nusser als echter vorreiter des qualitätsjournalismus, der jetzt erbarmungslos gegen xenophobie und menschenverachtung durchgreift und die chronikredaktion in die schranken weist, um das niveau der "heute" hoch zu halten."

© Boernhard Fu. den satz hat 100%ig noch nie jemand gedacht oder geschrieben.

An all die oberg’scheiten Ahnungslosen,
Wolfgang Höllrigl (sic!!!) ist weder Praktikant noch billig, sondern ein Vollprofi, der jahrzehntelang gute Arbeit geleistet hat. Er hat beim profil begonnen, war jahrelang beim Kurier und ist – wie einer meiner Vorposter dankenswerterweise festgestellt hat – alles andere als ein faschistoider Finsterling. Dass seine jüngste Hervorbringung blöd und indiskutabel war, ist freilich unbestritten.

also wenn einer so eine formulierung in einer zeitung veröffentlicht ist er abgesehen vom rassismus sicher kein vollprofi.

Nein, billig ist er sicher nicht.

Aber wertlos.

Vollprofi?

Hört sich nach einem Abstieg an.

Erst war er bei Profil(damals als es noch einigermaßen brauchbar war). Von Profil dann zu Kurier(würd ich nicht gerade als Aufstieg bezeichnen) und jetzt ist er bei Heute.

Ganz ehrlich. Hört sich so an als wär er ein ziemlich mieser Journalist. So als würd ich von der NYT zur Sun wechseln.

und jetzt prostituiert es sich für heute?

Also vorsätzliche Verhetzung statt schlichter Dummheit? Das find ich sogar schlimmer.

Gerade deswegen hat er für sein Handeln auch Verantwortung zu übernehmen.

aber ehrlich ...

wenn ich sowas in einer zeitung schreibe, dann lese ich nochmal drüber. sowas kann einfach nicht 'passieren'.

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