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Frage: Welche Art von Geschäften wurden abgeschlossen?
Antwort: Salzburg betreibt seit 2001 ein aktives Schuldenmanagement. Dabei wird versucht, durch Optionen und Tauschverträge (Swaps) die Zinslast zu reduzieren. Das ist eigentlich nichts Böses. Spekulativ wird es dann, wenn diese Kontrakte nichts mehr mit dem Grundgeschäft zu tun haben, also weder gegen steigende Zinsen noch gegen andere Risiken abgesichert wird. Genau das war der Fall. 1,7 Milliarden Euro wurden zum Teil auf exotische Währungen wie jene Indonesiens oder Islands gesetzt, weil dort die Zinsen höher als im Euro sind.
Frage: Kann Salzburg den Ausfall finanziell überhaupt verkraften?
Antwort: Der immer wieder genannte Schaden von 340 Millionen Euro wäre eine enorme Belastung. Da ein großer Teil des Landesbudgets in der Höhe von 2,4 Milliarden Euro (2012) fix gebunden ist, würde der Spielraum stark eingeschränkt und der Schuldenstand um 40 Prozent steigen. Es gibt aber auch Experten, die das Ausfallsrisiko noch viel höher beziffern. Zum Vergleich: Für Unterricht gibt Salzburg jährlich 369 Millionen aus.
Frage: Gibt es andere Sorgenkinder?
Antwort: Ja. Der Stadt Linz drohen Verluste aus Swap-Geschäfte in Höhe von 400 Millionen Euro. Zahlreiche kleinere Gemeinen - vor allem in Niederösterreich und im Burgenland - haben sich mit Frankenkrediten überhoben. Einen genauen Überblick hat aber niemand. In Niederösterreich sorgte auch für Wirbel, dass das Land mit dem Verkauf von Wohnbaudarlehen 2008 eine Milliarde unter Plan lag. Die Lücke ist laut Rechnungshof seitdem nicht aufgeholt worden.
Frage: Es gibt Rufe, die Bundesfinanzagentur solle auch für die Länder tätig werden. Ist ÖBFA unumstritten?
Antwort: Auch die ÖBFA kaufte 2007 Risikopapiere, die letztlich zu Verlusten von 296 Millionen führten. Danach wurden organisatorische Änderungen sowie Veranlagungsobergrenzen eingeführt. Fremdwährungskredite gibt es zwar noch immer (vor allem in Yen und Dollar), sie werden aber sukzessive heruntergefahren. Seit August gebe es kein unbesichertes Risiko mehr, heißt es bei der ÖBFA. Währungstauschgeschäfte (Cross Currency Swaps) würden nur mehr zu Absicherungszwecken abgeschlossen.
Frage: Wann gibt es Neuwahlen?
Antwort: Das ist noch offen. Die ÖVP will am 16. Jänner kommenden Jahres einen Neuwahlantrag stellen. Damit dieser auch angenommen wird, braucht es zumindest noch die Stimmen der Freiheitlichen. Die Blauen zieren sich aber. Man sei vor allem an einer lückenlosen Aufklärung des Finanzskandals interessiert, heißt es. Die SPÖ mit Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hat sich bisher gegen Neuwahlen ausgesprochen. Die Begründung: Ein Neuwahlgeplänkel sei der falsche Weg. (red, DER STANDARD, 13.12.2012)
In Salzburg sollen am Donnerstag Detailverhandlungen für neue Regierung starten
"Schattenportfolio" um zwei Drittel verkleinert - Plus auf 97 Millionen angewachsen - Risiko der Geschäfte konnte deutlich reduziert werden
Die ÖVP verhandelt mit den Grünen, spricht aber auch mit der SPÖ und dem Team Stronach
SPÖ muss auf Standfestigkeit der Grünen hoffen
Die Stadt Salzburg wird grün regiert, im Land wird noch verhandelt
380-KV-Leitung, Murkraftwerk und leistbares Wohnen als Verhandlungsthemen
ÖVP und SPÖ unterbreiten Koalitionsvorschläge ohne den jeweils anderen
Zweite Gesprächsrunde folgt - Parteipräsidium soll am Montag beschließen, wer zu konkreten Koalitionsverhandlungen eingeladen wird - Verhandlungsstart mit 16. Mai fixiert
ÖVP schafft trotz Verlusten Platz eins, SPÖ verliert extrem, Grüne mit Rekord-Zugewinn auf Platz drei, FPÖ trotz Plus nur Vierter, Stronach drinnen
Keine Änderung der Mandatsverteilung - 490 Wahlkarten wurde ausgezählt
Mit Detailergebnissen bis auf Gemeindeebene und Analysen je Partei
Grüne und FPÖ mit einem Mandatar mehr
Weiter klare Präferenz im Parteivorstand für Groß-Grüne-Koalition - Landesprecherin Rössler: Für anstehende Reformen breite Basis notwendig
Rauch: "2013 schon jetzt das Jahr der ÖVP" - SPÖ: Verluste auf Finanzskandal zurückzuführen
Haslauer: Präsidium bevorzugt Zusammenarbeit mit Grünen und Team Stronach
Gutachten schließt Fälschung auf Bankvollmacht aus
Grüne reserviert: "Wollen uns auf breite Koalition mit SPÖ und ÖVP konzentrieren"
Vollmacht von ÖVP-Politiker Eisl aus 2001 aufgetaucht - Ex-Finanzlandesrat hatte riskante Spekulationsgeschäfte in seiner Amtszeit bisher zurückgewiesen
Auch SPÖ bietet Grünen, die als Gewinner aus der Landtagswahl am vergangenen Sonntag ginggen, eine Koalition an
Salzburger Landtag beschließt zum Abschluss des Finanz-U-Ausschusses Minimalkonsens
Einstimmigkeitsprinzip soll bei Regierungsbeteiligung gelockert werden
Dass Almbauern Förderungen zurückzahlen, kann sich Salzburgs ÖVP-Chef Wilfried Haslauer nicht vorstellen
Am Nachmittag Vorgespräch mit der FPÖ - Grüne und Team Stronach folgen am Montag
Vier Fraktionen wollen sich auf Maßnahmenkatalog für die Zukunft einigen - Opposition fordert Wahrheitspflicht bei Anfragebeantwortungen
Team Stronach als Partner derzeit keine Option
340e6 Euro / 0,5e6 Einwohner im Bundesland Salzburg ergibt 680 Euro pro Nase.
Wir beauftragen also die Landeshofagentur in Sachen Marketing und schicken jedem Einwohner eine bunte Werbebroschüre "unser schönes Land", eine Mozartkugel und einen Erlagschein über 684 Euro, zahlbar bis 31.12.2012.
Eine Win-Win Situation! Bund, Gemeinden, ASNIFAG, ÖBB etc. bereiten ähnliche Aktionen vor, womit dem Bürger entsprechende Sammelüberweisungen günstiger kommen.
Diese Würschtl die drei Post graduate Kurse gemacht haben glauben mit den Leuten in London oder New York mithalten zu können die ihre Informationen von jeder seite her bekommen und sind wohl auch so blöd nicht zu verstehen was ich damit meine.
Größenwahn zum Quadrat
Sie haben absolut recht. Es wird jetzt so getan, als hätte man (oberschlau!) fixe Zinsen von 5% gegen variable von 0,5% "getauscht". Da möchte ich aber den Gegenpart sehen, der sich auf ein solches "Geschäft" einlässt. Nicht einmal eine Landesbank hätte das gemacht. In Wirklichkeit hat man auf total unsicherem Gelände riskante Wetten abgeschlossen, die eine Zeit lang gut gingen, und dann eben nicht mehr. Konsequenz: Gefängnis für die Referentin (wegen der Vertuschungen, ähnlich wie Elsner), Karriereende für Paulus (in Schimpf und Schande), Strafrunden für Brenner (mit Chance auf Bewährung), Ausstieg für Burgstaller (mit Versorgungsposten nach Schamfrist).
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