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Pjöngjang/Wien - Um Punkt 9 Uhr 49 Ortszeit zündete die mehrstufige Unha-3-Rakete auf der Abschussrampe Sohae im äußersten Nordwesten Nordkoreas. Wenige Sekunden nach dem Start fiel der erste Treibsatz des Geschosses ins Gelbe Meer. Die Rakete überflog Okinawa, warf östlich der Philippinen ihre zweite Stufe ab und brachte schließlich ein Objekt in den Orbit, das vom Regime in Pjöngjang als ein Wettersatellit bezeichnet wird.
Unmittelbar nach der erfolgreichen Mission am Mittwoch brüllte eine patriotisch bewegte Nachrichtensprecherin im nordkoreanischen TV die Jubelmeldung unters Volk: "Die zweite Version des Kwangmyongsong-3-Satelliten hob an Bord der Trägerrakete Unha-3 erfolgreich vom Sohae-Raumfahrtzentrum ab. Der Satellit hat die geplante Umlaufbahn erreicht!" Dazu flatterte im Hintergrund die Flagge des Steinzeit-kommunistischen Regimes und das Fernsehen spielte patriotische Lieder mit Zeilen wie "Korea tut, was es ankündigt".
Das US-amerikanische Weltraum-Kommando Norad bestätigte die Angaben Pjöngjangs etwas später am Mittwoch. "Es scheint tatsächlich, dass ein Objekt im Orbit ausgesetzt wurde." Für die USA habe zu keinem Zeitpunkt des Fluges eine Gefahr bestanden.
Angesichts des Tests könnte sich das aber bald ändern. Experten glauben nach dieser Demonstration nun umso mehr, dass nordkoreanische Langstrecken-Raketen nicht nur mit (Nuklear-)Waffen bestückt werden, sondern auch US-amerikanisches Territorium erreichen könnten.
Größe und Genauigkeit
"Ein erfolgreicher Start bringt Nordkorea dem Ziel näher, mit Waffen bestückte Raketen einsetzen zu können", sagte Denny Roy vom East-West-Center auf Hawaii der Nachrichtenagentur Reuters. Auch der 2011 aus dem Amt geschiedene US-Verteidigungsminister Robert Gates warnte noch als Pentagonchef, dass Nordkorea binnen fünf Jahren Flugkörper haben könnte, die die Vereinigten Staaten erreichen könnten. Allerdings, schränkt Roy ein, verfüge Pjöngjang noch nicht über Atomwaffen in entsprechender Größe, die auch mit der Unha-3 verschossen werden könnten. Außerdem müsse noch an der Zielgenauigkeit der ballistischen Raketen gearbeitet werden.
Der Feierlaune in Pjöngjang tat dies keinen Abbruch. In der Stadt ließ das Regime Menschen Freudentänze aufführen. Und die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete: "In einer Zeit, in der große Trauer und Verehrung für Kim Jong-il das ganze Land durchdringen, haben dessen Forscher und Techniker auf brillante Art und Weise einen wissenschaftlichen und technologischen Satelliten ins All geschossen. Und das im Jahr 2012, in dem der Geburtstag des Präsidenten Kim Il-sung begangen wird." Kim Il-sung ist der Großvater des nun in Pjöngjang regierenden, noch nicht 30-jährigen Diktators Kim Jong-un.
Dieser müsse seine Position, knapp ein Jahr nachdem er zum Führer auserkoren wurde, noch immer festigen, glauben Experten. Mit dem Raketenstart wolle Nordkorea eine Botschaft an die USA senden, glaubt etwa Paik Hak-soon vom Sejong-Institut in Südkorea. Nicht zuletzt sei es ein Ruf nach mehr Aufmerksamkeit. "Wenn ihr uns weiter ignoriert, wird es nicht helfen." Nordkorea wolle die USA zu bilateralen Gesprächen bewegen. "Nordkoreas Strategie ist auf das eigene Überleben im 21. Jahrhundert ausgerichtet."
Schlappe im April
Es ist nicht das erste Mal, dass Nordkorea die internationale Gemeinschaft herausfordert: Bereits im April versuchte die neue Führung in Nordkorea zu Ehren Kim Il-sungs eine Rakete ins Weltall zu schießen. Der Flugkörper brach allerdings nach wenigen Minuten auseinander und stürzte ins Meer. In den Jahren 2006 und 2009 nahm der kommunistische Staat Atomtests vor, jeweils nach Raketenstarts. Experten gingen davon aus, dass sich dieses Muster fortsetzen könnte. Beides ist Pjöngjang vom UN-Sicherheitsrat ausdrücklich verboten worden (siehe Wissen) (Christoph Prantner/DER STANDARD, 13.12.2012)
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Vor einem Monat hat Kim Jong-un seine Artilleristen angewiesen, ihre Kanonen auf die Insel Baengnyeong auszurichten. Deren Bewohner leben zwischen Bunkern und Notfallplänen in Angst, auch 2010 ließ der Norden eine Insel beschießen.
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Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Iran, Pakistan sind auch alles Gegner der Neuen Weltordnung welche nach Unterjochung dieser Staaten dann auch unsere Freiheit abschaffen will.
Wenn der Standard Gegenteiliges weiss, möge er uns das mitteilen.
Andernfalls ist das ein plumpes Schüren von Ressentiments, die ich nur einem Journalismus von Krone abwärts zugemutet hätte.
Dass Herr Prandtner nicht grad ein Leuchtturm der Schreibkunst und der Recherche ist, das wissen wir Standard-Leser. Aber wo bleibt der Chefredakteur, der ihm so was um die Ohren haut?
ein land dass ohne fremde hilfe auf dem technischen nivau ist, einen satelliten ins all zu bringen, ist kein 3. welt-land. die hungern wahrscheinlich auch nicht und werden nicht unterdrückt. vielleicht habens irgendwelche bodenschätze und wollen nix hergeben.
Und - Hand aufs Herz - wer von uns würde denn NICHT eine spontane Choreografie vor Freude und zur Begleitung der zufällig rumstehenden Militärkapelle aufführen, wenn bei uns dem "Großartigen Nachfolger und Führer von Partei, Armee und Volk"TM so ein Wurf gelingt?
Gut, wir müssten uns schon a bissl zsammreißen, immmerhin haben wir grad eine höchst aufreibende Zeit intensiver bis hysterischer Trauer hinter uns infolge des kürzlichen Dahinscheidens unseres "Geliebten Führers"TM.
Alles also komplett nachvollziehbar und keinerlei Indiz für eine Diktatur.
Übrigens haben sie grad Indien aus der Dritten Welt befreit und den Hunger dort abgeschafft. Die Inder bringen nämlich auch Satelliten ins All.
Und all das in nur einem Posting! RESPEKT!
aus wiki:
Das Joint Space Operations Center des United States Strategic Command weiß 2009 von über 18.500 vom Menschen hergestellten Himmelskörpern.
wer soll den mist glauben, dass sie nicht wissen, was der verrückte kim-bua da raufgeschossen hat ?
MeinenS jetzt die Fraktion, die meint, unsere Medien täten dem Verein rund um den „großartigen Nachfolger und Führer von Partei, Armee und Volk“TM Unrecht?
Die Welt hat verstanden,
der Atomwaffensperrvertrag als Eckpfeiler der USA Macht ist nun Null und Nichtens.
Jenen Ländern wurde der Friede versprochen, bekommen haben sie den Krieg und Wirtschaftssanktionen.
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